Hekla Bad Soden, Tagebuch Hekla, Reisen Hekla
Hekla Bad Soden, Tagebuch Hekla, Reisen Hekla
Gebaut, ausgebaut und restauriert
Gebaut, ausgebaut und restauriert

Die 2.4mR-Yacht ...                             das "D-Zug im Schneesturm-Gefühl"

Ein offenes unsinkbares Einmann-Kielboot in der Form eines Mini - Zwölfers. Seit 2000 Olympische Klasse.

Länge: 4,18 m, Breite: 0,8 m, Tiefgang: 0,99 m, Verdrängung 260 kg            (Ballast 180 kg), Segelfäche 7,5 qm

Donnerstag, 30. Juni 2016. Verabschiedung. Ich hatte überzogen. Hedi hält den Anblick: "Mein Kopf über oder direkt über der Wasserlinie", nicht aus. Sie ist noch etwas älter als ich und da hat man sein Gefühlsleben nicht mehr so im Griff wie man das gerne hätte. Das habe ich nun kapiert. Deshalb habe ich, nach diesem sehr kurzem Intermezzo, das Boot, bzw. das ganze Ansambel zum Verkauf angeboten und direkt an den Club verkauft, der gerade 2 Boote für den Behinderten Sport anschaffen will.

Wir sind nun alle gespannt wie sich diese Szene im Club und in Frankfurt a.M. entwicklen wird. Im September wird diese Klasse  bei unserer Clubregatta starten, fünf Boote sind bereits angesagt.

 

Sonnabend, 30. April 2016, Sonne, es wird milder. Letzten Sonntag und Mittwoch das erste Mal mit der 2.4m gesegelt, ein gutes Gefühl. Sehr sensibel, muß viel üben. Morgen das erste Mal eine kleine Regatta beim Ansegeln. Habe viel gebastelt. Einige Strecker und Schäkel ausgetauscht. Die el. Bilgenpumpe war defekt, auch das neu. Schon einige Hunderter investiert. Eigentlich wollte ich Anfang Mai an den Gardasee zu einem Trainingslager und einer größeren Regatta fahren. Habe aber festgestellt, daß mein Sinktest zu alt ist und ev. Probleme bekomme. Habe nun zu einer Regatta am Bostalsee, im Saarland, gemeldet, auch dort finden vorher Trainingswettfahrten statt. Noch baue ich an einer gut handhabbaren e. Bilgenpumpe. Bereits zwei Versionen halb fertig, wieder verworfen. Das ist der neueste Stand.

 

Osterdienstag, 29. März 2016, der Mast steht, das Wetter ist wechselhaft. Inzwischen habe ich mich bei Heiko Kröger vergewissert, daß man den Mast auch ohne Unterwanten fahren kann, das werde ich machen. Mir war nicht klar wie leicht oder schwer man alleine den Mast stellen kann. Daß man in das Boot steigen muß war mir klar. Ein 2.4m-Segler sagte mir aber, daß wird von außerhalb gemacht. Deshalb war ich mir unsicher. Nun hat das Stellen aber gar keine Probleme gemacht, man muß sich aber doch ins Boot stellen. Mit der richtigen Führung der Fallen und Strecker bin ich mir noch unsicher, wird sich aber auch geben. Will das alles noch diese Woch klären. Versuch nächste Woche einmal zu segel. Am 1. Mai ist Ansegeln, bis dahin muß alles klappen.

Sonnabend, 27. Februar 2016. Ein ganz normaler Wintertag, Sonne, 7 Grad Celsius. Warte daß es milder wird um an die 2.4 zu kommen. Habe eine Alukiste gekauft die ich befestigen muß, außerdem müssen an den Rohren zur Verstauung der Segel, die Deckel noch befestigt werden. Zum Transport habe ich eine Oberpersenning bestellt. Habe mich nun zu einem Trainingslager mit anschließender Regatta Anfang Mai am Gardasee angemeldet. Hedi will leider nicht mit. Bis dahin will ich auf dem Main trainieren. Bin gespannt wie das mit der Schleudereinrichtung für den Ausbaumer klappt. Vorher natürlich den Rumpf Polieren.

Am Kransteg habe ich neue, tieferliegende Fenderbretter angefertigt, daß ich mit dem sehr flachen Rumpf nicht unter den Steg gerate. Nun muß sich nur noch etwas milder werden. Werde morgen ein aktuelles Bild machen.

 

Habe eine Oberpersenning für Transport und längeren Stillstandzeiten bestellt. Persenning kann auch bei stehendem Mast verwendet werden. Segelmacherei Koenig am Edersee.

Der neue glückliche Eigner aus Plau am See verzurrt sein Boot, "die kleine Schwarze" auf dem Anhänger zum Transport nach Plau. Er suchte ein wettbewerbsfähiges Boot mit dem er auch bei Regatten punkten kann. Inzwischen habe ich sogar ein Foto mit diesem Schiff bei der Weltmeisterschaft in Finnland 2015 gefunden.

"Die kleine Schwarze auf der Weltmeisterschaft 2015 in Finnland.

01. November 2015, die elegante Schwarze hat ihren Käufer gefunden, sie wird nach Mecklenburg/Plau am See gehen, wenn alles glatt geht. Der kleine Schaden am Heck ist repariert, sie steht zur Abholung bereits unter dem Kran. Sie zieht in den Millionenweg, die ehemalige Heimat des Sommerhäuschens von Schwester Ursel und Schwager Erhard aus Leipzig, die dort in den Sommermonaten von 1950 bis 2005, fast 50 Jahre lang, ihre Urlaube verbrachten. In 2005 besuchten Kurt, Hedi und ich sie mit der "Molly" auf unserer Rundreise durch die Mecklenburgische Seenplatte. Die Welt ist ein Dorf. Der Plauer See ist das ideale Revier für eine 2.4mR-Yacht, ich freue mich für sie und werde sie sicher nächstes Jahr auf einer Regatta wiedersehen.

Am Sonnabend, 10. Oktober im Frankfurter Yachtclub, in Frankfurt am Main Niederrad, sind die zwei 2.4mR gut angekommen, am Montag wird der Leihanhänger wieder abgegeben.

Sonntag, 18. Oktober 2015, bin jetzt bereits wieder eine Woche aus Finnland zurück. Tolle Reise, tolles Wetter, tolle 2.4mR-Yachten. Habe mich dann in Naantali, 200 km nordwestlich von Helsinki, hinter Turku, vor Ort noch umentschieden. Eine Strecke ca. 3.000 km, davon ca. 1.300 sm mit der Autofähre „Finnline“, sehr komfortabel, Kabinenpflicht, eine Überfahrt mit der Fähre ca. 60 Stunden, Geschwindigkeit im Durchschnitt 22 kn. Die preiswerte, restaurierte 2.4mR-Yacht (Bj.1995) entsprach dann doch nicht meinen Vorstellungen, gleichzeitig wurde ein jüngeres, natürlich bedeutend teures, Boot (Bj. 2010) angeboten, für das ich mich dann letztlich entschieden habe. Natürlich hatte ich nicht genügend Geld dabei, die Bezahlerei über den Geldautomaten wurde zum Abenteuer und führte, wegen Überschreitung des Limits, zu einer Wochensperre. Bruder Kurt mußte dann die Sprit- und Nebenkosten für die Rückreise aus den Automaten ziehen. Die finnische Sprache ist in keiner Weise für uns abzuleiten. Wir fühlten uns als Analphabeten. Nach anfänglichen Mucken funktionierte mein preiswertes Navi doch sehr gut und führte uns bei der Hinfahrt gut auf dem dritten Ring zur Autobahn Richtung Turku. Die Rückfahrt bei Nacht war da wesentlich schwieriger, fanden aber den Port am Ende des dritten Ringes nachdem wir einmal falsch abgebogen waren. Nachts in einer fremden Stadt, mit einem Gespann von ca. 10 Meter, ein Hotel zu finden ist schwierig. Deshalb komplettierten wir das Abenteuer mit einer Übernachtung im Auto. Außentemperatur 0,0 Grad. Alle Stunde Motor an und aufwärmen. Morgens direkt am Check In eine komfortable Kantine der „Finnline“, für 10,- Euro/Person Frühstück satt. Abfahrt nach Travemünde erst 17 Uhr. Deshalb nutzten wir die Zeit für eine Stadtbesichtigung in Helsinki, eine Stunde bis zum Centrum mit Bus und Straßenbahn. Sehr kalt, sehr kalter Wind. Eine Stunde Spaziergang im Centrum, dann wieder zurück. Am "Check In" trafen wir zwei Studenten die mit einem 10 m langem „Doppelzweier Ruderboot“ gerade durch den Götakanal kamen und nun wieder auf dem Weg nach Hause, nach Lübeck Schwartau, waren, unglaublich, wunderbare junge Leute. Alle Schleusen, 46 Stck, mußten sie mit dem Boot umgehen! Schleusen ist für Ruderboote verboten. Sie waren 4 Wochen unterwegs. Wir sind den Götakanal 2 x durchfahren, ich weiß wovon ich rede. Wenn wir in Travemünde gegen 21:30 Uhr ankommen, werden sie den Rest nach Schwartau in Ihrem Boot zurücklegen, ca. 2 Stunden rudern sagen sie, einer davon in kurzen Hosen, bei 8 Grad C. Für den Landtransport hatten sie ein Fahrrad und einen einachsigen kleinen Auflieger hergerichtet, was sie auf dem Boot huckepack nehmen.

25. September 2015, ich bereite mich auf die Überfahrt nach Finnland, Helsinki - Naantali vor, um zwei 2.4mR Yachten in der ersten Oktoberwoche nach Frankfurt abzuholen. In Deutschland nehmen ca. 30 Boote an Ranglistenregatten teil. Bei der Klassenvereinigung sind ca. 80 Boote registriert, wenn ich richtig gezählt habe, es sind viele Doppelnennungen dabei.

2.4mR - Yacht

Die 2.4mR ist ein Kielboot, das 1983 von den Bootkonstrukteuren Odd Lindqvist, Peter Norlin und Hakan Södergren in Skandinavien entwickelt wurde. Die 2.4mR Boote werden in Finnland gebaut und sind vor allem in Skandinavien, den Niederlanden, England, Deutschland, Australien, den USA und Canada sehr beliebt.

Auslöser für die Entwicklung der 2.4mR waren die America's Cup Regatten in der 12mR-Klasse. Die 2.4mR Boote, mit einer Länge von 4,18m und 0,8m Breite, werden daher auch als "Mini-Zwölfer" bezeichnet und bilden das jüngste Mitglied der Metre-Rule Boote, zu denen der 6mR, 8mR und natürlich der 12mR zählen. Mit der 2.4mR-Klasse wollten die Entwickler die Handlichkeit eines kleinen Segelboots mit den Vorteilen eines Kielboots vereinen. 1992 wurde der 2.4mR-Klasse der Status "International Class" seitens der International Sailing Federation (ISAF) vergeben.

Die Trimm- und Steuermöglichkeiten des Bootes sind sehr vielfältig und Änderungen machen sich sofort bemerkbar, so dass die Steuerung sehr viel Fingerspitzengefühl bedarf. Sämtliche Trimm- und Steuereinrichtungen befinden sich in unmittelbarer Nähe des Seglers und können mit wenig Kraft und Körpereinsatz bedient werden. Daher werden die technischen und taktischen Fertigkeiten des Regattaseglers als die zentralen Punkte des Segelns der 2.4mR-Bootsklasse betrachtet.

Da das Boot jedem Segler Chancengleichheit bietet, weil athletische sowie körperliche Eigenschaften nebensächlich sind, ist es auch für ältere Segler und Menschen mit Behinderungen geeignet.

Die 2.4mR-Boote gelten aufgrund des Festauftriebs in Bug und Heck als unsinkbar. Durch den 180kg schwerensegmentierten Bleikiel kann die 2.4mR auch bei starkem Wind gesegelt werden. Das 2.4mR-Boot wird über Fußpedale gesteuert; allerdings kann es auch mit einer Pinnensteuerung ausgestattet sein.

Videos:

HEKLA im Großen Belt

http://www.youtube.com/watch?v=ZseVRZDctPQ

---------------------

2000 Stunden Restauration 4mR-Yacht  Partout  (15m2-SNS)

http://youtu.be/Nb6CatobvSk

-------------------------

Ein Bootswaschplatz entsteht

http://youtu.be/1RMCBeT-VW8

-----------------------

2.4mR-Yacht mit 30 kn ...

https://www.youtube.com/watch?v=QI5VGU2pris

------------------------

2.4mR-Yacht Weltmeisterschaft in Finnland 2015:

Im Kopfbereich den Link: "club youtupe cannel" anklicken.

http://www.rauma24worlds.com/photos-videos/video/video-clips-of-the-rauma-2-4mr-w/

----------------------

"Das Senioren-Abenteuer" : 2.4mR-Yachten von Naantali Finnland nach Frankfurt am Main

https://www.youtube.com/watch?v=g7MNtpL7DLQ

-----------------------

"Von der Flussratte zum Seefahrer - 365 Tage auf See!"

http://www.leavingtakatuka.de/

Markus Lübeck nimmt mit wechselnden Crews eine Auszeit und bereist, mit seiner Segelyacht  Typ "Hanseat 70", 35 Fuß (10,40m) Länge, die Weltmeere.

"Wir sind doch die Pipi-Langstrumpf Generation und alle mit den Geschichten von Astrid lindgren aufgewachsen.
Taka Tuka Land ist die Insel, auf der Pipis Vater von Seeräubern festgehalten wurde.
Unser Schiff trägt den Namen von Pipis Äffchen - Herr Nilsson…. Bei dem Namen fanden wir also „leaving taka tuka“ (frei übersetzt: Aufbruch aus Taka Tuka) ganz spannend…."

-------------------------

Druckversion Druckversion | Sitemap
{{custom_footer}}