Hekla Bad Soden, Tagebuch Hekla, Reisen Hekla
Hekla Bad Soden, Tagebuch Hekla, Reisen Hekla
Gebaut, ausgebaut und restauriert
Gebaut, ausgebaut und restauriert

Gärtnerei Curt Oppermann, Baalsdorf bei Leipzig, 1901 bis 1989

Curt Oppermann, 1877 bis 1950. Mitbegründer und

Geschäftsführer der Gärtnereizentrale Leipzig von 1923 bis 1948

Er gründete 1901 eine Handels-Gärtnerei in Baalsdorf bei Leipzig auf einem Mühlengrundstück südlich des Dorfes.

 

Unser Großvater Curt Oppermann, war für den Berufsverband der Gärtner in Leipzig fast ebenso aktiv wie für seinen eigenen Betrieb. Der Aufbau der Gärtnerei-Zentrale GmbH in Leipzig mit einer gernossenschaftlichen Struktur war in der Hauptsache auch sein Verdienst. Er war von der Gründung an bis zur Auflösung nach dem Krieg 1948, 25 Jahre lang Geschäftsführer. Er war ein leidenschaftlicher Verfechter des aufkommenden Genossenschaftsgedankens.

Gärtnerei 1923, noch ohne neues Wohnhaus

Großvater Curt Oppermann mit Enkel Klaus 1939

 

Abschrift

Manuskript der Festrede von Curt Oppermann zum 25 jährigen Jubiläum der Gärtnerei-Zentrale Leipzig. Geschäftsführer seit der Gründung.

 

Es war am 27. Mai 1891, als früh um 3 Uhr die neuerbaute Zentralmarkthalle eröffnet wurde. Bis dahin wurde der Verkauf der gärtnerischen Erzeugnisse auf dem Marktplatz, dem Fleischmarkt oder dem Fleischerplatz durchgeführt. Damals gab es noch keine Gärtnerautos. Der Gärtnerlehrling mußte die Ware mit dem Handwagen, bestenfalls mit dem Hundewagen, auf den Markt schaffen. Die Errichtung der Markthalle war damals ein großer Fortschritt. Der Verkauf der gärtnerischen Erzeugnisse konnten unter einem schützendem Dach, sogar in sehr schönen, modernen Marktständen abgewickelt werden. Zu dieser Zeit stand das ganze Marktgeschehen unter dem Leitgedanken: „Angebot und Nachfrage regeln den Preis“. Die Preise waren weder zeitlich noch wertmäßig gebunden. Infolgedessen konnte sowohl der gerissene Blumengeschäfts- inhaber als auch der findige Gemüsehändler durch herabdrücken der Preise schon im Einkauf, ein gutes Geschäft machen. Der leidtragende war der Gärtner. Man stelle sich vor, welchen unter mühseliger Schinderei manche Gärtnersfrau ihre Ware im Tragkorbe zu Fuß aus der Bornaer Gegend oder von der nördlichen Landesgrenze nach der Markthalle brachte. Herrschte nun Überangebot, dann war alle diese Mühe vergeblich gewesen. Da Leipzig als Großstadt versorgungsmäßig immer ein Zuschußgebiet war, wirkte sich der Großhandel manchmal angenehm, zu Zeiten aber auch erschreckend preisdrückend auf den Gartenbau aus. Dieses Geschäftsgebaren war bis nach dem ersten Weltkrieg üblich. Nachkriegszeiten bringen immer Veränderungen mit sich, so auch im gärtnerischen Geschäftsleben. Während des ersten Weltkrieges waren die Betriebe sehr heruntergewirtschaftet worden. Es fehlte an allen gärtnerischen Bedarfsartikeln, Z.B. Holz, Eisen, Glas, Kitt usw. Es war dem Einzelnen nicht möglich, die nötigen Materialien zur Wiederinstandsetzung seines Betriebes zu beschaffen. Aus diesem Grunde beschloß man im Leipziger Gärtnerverein eine Genossenschaft zur Beschaffung der nötigen Bedarfsartikel ins Leben zu rufen. Der Geschäftsführer der Genossenschaft wurde der damalige Inhaber der Firma Schlansky, Herr Georg Haase, der Kassierer Rich. Pommer aus der Firma Otto Mossdorf. Beide Herren arbeiteten in ehrenamtlicher Tätigkeit unverdrossen. Ihr Bemühen zeitigte jedoch, wie das nicht anders zu erwarten war, unzulänglichen Erfolg.

Im Jahre 1922 unternahm der Leipziger Gärtnerverein eine Besichtigungsfahrt nach Erfurt und anderen Städten Thüringens. Auf dieser Reise wurde der Wunsch einiger Kollegen, in Leipzig eine Gärtnerei-Zentrale zu gründen allgemein begrüßt. Nach eingehenden Verhandlungen kam man zu dem Entschluß, die Gärtnerei-Zentrale zu gründen, in der nicht nur gärtnerische Bedarfsartikel, sondern auch auch Blumen und Pflanzen, auch Gemüse und Obst, zum Ein-und Verkauf, gebracht werden sollten. In einer gemeinsamen Versammlung des Leipziger Gärtnervereins und der Ortsgruppe Leipzig des Verbandes der Blumengeschäftsinhaber Deutschlands, wurde von den

Blumenschäftsinhabern allerschärfter Protest gegen die Gründung der Gärtnerei-Zentrale erhoben, nicht nur das, man hatte sogar von Dresden und Bresslau Redner kommen lassen, die eine Gründung in diesem Sinne verhindern sollten. Obwohl in diesen gemeinsamen Versammlungen große Wortgefechte tobten, gründete der Leipziger Gärtnerverein, die Gärtnerei-Zentrale. Bei der Wahl des Geschäftführers einigte man sich einstimmig auf meine Person. In den Aufsichtsrat wurde unser allzeit hochgeschätzter Georg Theile, Leipzig-Möckern gewählt. Seiner gedenken wir noch mit ganz besonderem Danke, war er doch derjenige, der sich mit allem größtem Eifer und aufopfernder Hingabe für unsere Gärtnerei-Zentrale einsetzte. Da in Dresden schon seit Jahren eine Gärtnereizentrale bestand, die von Herrn Dir. Rudolf Böhm geleitet wurde, kam man auf die unglückliche Idee, die Leipziger Gründung als Zweigstelle der großen Gärtnereizentrale Sachsen AG anzuschließen. Diese Gärtnereizentrale AG bestand nun aus der Hauptverwaltungsstelle Dresden und den Zweigstellen Chemnitz, Plauen und Leipzig. Der Anschluß wurde damit begründet, daß Dresden auf diesem Gebiet Erfahrung gesammelt hatte, von der Leipzig profitieren könnte. Außerdem versprach man Leipzig allerhand materielle und finanzielle Unterstützung zu, die aber ausblieb. Das Einzige, was wir von Dresden bekamen, waren die Geschäftsbücher. Durch unsere langjährigen Geschäftsverbindungen war es mir gelungen, die Herren Dunkel und Steidel, sowie Fräulein Reh, die seinerzeit alle drei in Blumen-und Pflanzengroßhandel tätig waren und eigene Marktstände besaßen, zur Mitarbeit in der Gärtnerei-Zentrale zu gewinnen. Bei der Rückschau auf die verflossenen 25 Jahre bleiben einige Ereignisse in besonderer Erinnerung. Es wurde eine stattliche Verkaufshalle von der Firma Franz Mosenthien, Lpz-Eutritsch errichtet. In ihr finden fast alljährlich im Frühjahre Blumen- und Pflanzenschauen statt. Im Jahre 1935 wurde der Blumengroßmarkt gegründet und die Gärtnerstände in einem anderen Teil der Markthalle verlegt. Unsere Markthalle mußte demzufolge abgebrochen und an anderer Stelle wieder aufgebaut werden. Im Mai 1939 brannten die Kellerräume in der Zentralmarkthalle aus, deshalb mußte der größte Teil der Markthalle geräumt werden. Der Platz auf dem sich die Gärtnerstände befanden, war noch unversehrt. Hier wurden die Lebensmittelhändler untergebracht. Die Gärtner mußten umziehen und verkauften ihre Waren in Messebuden auf dem Roßplatz. Für den im Jahre 1935 gegründeten Blumengroßmarkt wurde in der Markthalle ein neuzeitlich eingerichteter Raum gestellt. Am Morgen des 3. Dezember 1943 war der große Luftangriff auf die Stadt Leipzig. Unsere Gärtnerei-Zentrale wurde total ausgebombt. Wir bezogen einen noch benutzbaren Raum in der Markthalle und brachten dort alle Abteilungen unter. Nun folgten die Monate, die wir alle noch in schmerzlicher Erinnerung haben. Auch für unsere Gärtnerei-Zentrale war es eine Zeit der bittersten Enttäuschung. Der schöne Laden und das reiche Rohstofflager waren vernichtet. Es gab keine Möglichkeit mehr neue Ware zu beschaffen. Nahezu alle Angestellten und Markthelfer waren eingezogen oder dienstverpflichtet worden. Und dann kam das bittere Ende – aber auch die Möglichkeit eines neuen Anfangs. Inzwischen war der Blumenmarkt in die Gartenbaugenossenschaft eingegliedert worden. Wir erkannten sofort, daß hier der richtige Weg aufgezeigt war. Nur durch Zusammenschluß aller Kräfte verspricht der Neuaufbau raschen Erfolg. Die Aufsichtsräte der Gartenbaugenossenschaft und der Gärtnerei-Zentrale einigten sich, nach vorherigen sorgfältigen Verhandlungen, die Gärtnerei-Zentrale entschädigungslos für beide Teile in die Gartenbaugenossenschaft einzugliedern. Damit war der Schritt zur Einheit getan. Und wir wollen hoffen und wünschen, daß wir damit unseren Kollegen einen guten Dienst erwiesen haben.

Leipzig, den 1. November 1948

gez. Curt Oppermann

 

Unser Großvater engagierte sich auch nach dem Krieg bis zur letzt für die Leipziger Gärtner, er verstarb 1949.

Stichwort:   Herforth´sche Villa.

Unser Bruder Günter erinnert sich an die Jahre seines Meisterkurses in der Herforth´schen Villa in Markkleeberg. Dort war ein Porträt unseres Großvaters aufgehängt. Darauf sprach ihn später in der Schweiz ein befreundeter Gärtner an, der nach dem Krieg dort beschäftigt war. Nach seinem Rückzug als Geschäftsführer und der Auflösung der Gärtnerei-Zentrale Leipzig, war unser Großvater zusammen mit Dr. Arnold, der bis 1945 in leitender Stellung beim >Reichsnährstand<, ähnlich unserem Landwirtschaftsmisterium, weiterhin für die Gärtnerschaft in Leipzig tätig war. 1947 und -48, bereits zwei Jahre nach dem Zusammenbruch, organisierten diese jeweils eine große Dahlienausstellung in Markleeberg! Karl Glaser in Holzhausen hatte eine Azaleen-Sorte nach ihm, Dr. Arnold, benannt. Vermutlich nahm dieser Dr. Arnold unseren Großvater mit ins Boot, (oder anders herum?) als Anfang 1948 ein neuer Standort für eine Gartenbauausstellung gesucht wurde. Jedenfalls war Günter dabei als die Besichtigung der Herfoth´schen Villa und das dazugehörende Gelände in Markleeberg auf Tauglichkeit hin geprüft wurde, nach dem es von der Besatzung durch die russische Kommandantur wieder frei gegeben war. Unser Großvater sollte die gärtnerische Tauglichkeit begutachten, was dann auch zu einem positiven Ergebnis für die dann jährlich stttfindenden Gartenbauausstellungen und Leistungsschauen führte. In späteren Jahren wurde daraus die landwirtschaftliche Leistungsschau der DDR, die „AGRA“ in Erfurt

Gärtnerei mit neuem Wohnhaus 1946
Altes Wohnhaus aus der Gründerzeit, so wie der Großvater es mit dem Mühlengrundstück 1901 gekauft hat

Videos:

HEKLA im Großen Belt

http://www.youtube.com/watch?v=ZseVRZDctPQ

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2000 Stunden Restauration 4mR-Yacht  Partout  (15m2-SNS)

http://youtu.be/Nb6CatobvSk

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Ein Bootswaschplatz entsteht

http://youtu.be/1RMCBeT-VW8

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2.4mR-Yacht mit 30 kn ...

https://www.youtube.com/watch?v=QI5VGU2pris

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2.4mR-Yacht Weltmeisterschaft in Finnland 2015:

Im Kopfbereich den Link: "club youtupe cannel" anklicken.

http://www.rauma24worlds.com/photos-videos/video/video-clips-of-the-rauma-2-4mr-w/

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"Das Senioren-Abenteuer" : 2.4mR-Yachten von Naantali Finnland nach Frankfurt am Main

https://www.youtube.com/watch?v=g7MNtpL7DLQ

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"Von der Flussratte zum Seefahrer - 365 Tage auf See!"

http://www.leavingtakatuka.de/

Markus Lübeck nimmt mit wechselnden Crews eine Auszeit und bereist, mit seiner Segelyacht  Typ "Hanseat 70", 35 Fuß (10,40m) Länge, die Weltmeere.

"Wir sind doch die Pipi-Langstrumpf Generation und alle mit den Geschichten von Astrid lindgren aufgewachsen.
Taka Tuka Land ist die Insel, auf der Pipis Vater von Seeräubern festgehalten wurde.
Unser Schiff trägt den Namen von Pipis Äffchen - Herr Nilsson…. Bei dem Namen fanden wir also „leaving taka tuka“ (frei übersetzt: Aufbruch aus Taka Tuka) ganz spannend…."

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