Hekla Bad Soden, Tagebuch Hekla, Reisen Hekla
Hekla Bad Soden, Tagebuch Hekla, Reisen Hekla
Gebaut, ausgebaut und restauriert
Gebaut, ausgebaut und restauriert

Restauration Int.4mR-Yacht "Partout" (15m2-SNS, Bj. 1948)

Abschied

26. August 2015, Mittwochsregatta am Mattsee.

Am 22. August haben wir die "Partout" in ihrem neuen Heimatrevier am Mattsee zu Wasser gelassen, am folgenden Mittwoch mußte sie sich bereits beweisen. Ich erkenne im Hintergrund einen Drachen. Also nicht schlecht für die erste Probe, auf einem ungewohnten Schiff mit dem großen Spinnaker, für den neuen Eigner. Die "Partout" ist angekommen.

Damit verabschiede ich mich mit gutem Gewissen von der "Partout", sie ist in guten Händen.

20. August 2015, die letzten Tage der "Partout" im Frankfurter Yachtclub.

Die Löcher auf der Steuerbordseite sind zu, der dreiwöchige Urlaub am Ammersee, jeden Tag über 30 Grad Celsius, ist vorbei. Die Schmerzen in der rechten Schulder sind schlimmer geworden. Bin am Ammersee nur wenig gesegelt. Es kommen Zweifel auf, ob ich noch lange segeln kann. Maststellen, das sehr steife Segel aufrollen usw. Stelle die Partout mal zum Verkauf in die Website des FKY. Nur zur Probe. Nun ist sie bereits verkauft, an den Mattsee. Innerhalb 8 Tagen war sie weg. Ich selbst sehr überrascht. Der Käufer ist mit mir als Vorschoter die Wettfahrten der German Classics gesegelt und kennt die "Partout" genau. Am Wochenende bringe ich sie an den Mattsee nach Österreich.

Donnerstag, 18. Juni 2015, die „Partout“ ist, nach der Rheinwoche, der Bodenseewoche und der Stadtmeisterschaft, wieder auf dem Trockenem. Bei der Rheinwoche hatte sie sich bei einem Ankermanöver drei Löcher auf der Steuerbordseite im Rumpf geholt, eines davon durchgehend. Die müssen nun repariert werden, gestern habe ich sie bereits gepfropft und gespachtelt, nun wollen sie geschliffen und lackiert werden. Die Spi-Einrichtung muß verbessert/vereinfacht und der Spi-Sack werden. Anschließend wartet sie auf den Urlaub am Ammersee Mitte Juli. Hoffentlich wird es da eine schöne Traditionsregatta. Und das Wetter spielt mit, nachdem es bereits im Frühsommer so lange so schön war.

 

Mittwoch, 09. Juni 2015, eine Versuchung in Baujhar 1912 (!!), gesehen auf der Bodenseewoche in Konstanz. Ein Binnenrenner, 7 m lang, 1 Tonne Verdrängung, durch die Plankenfugen kann man die Mütze werfen. Schade daß ich keine Aufnahmen vom Deckslayout habe. Getrennter Steuerstand im Deck, 35 m² Gaffelsegel. Man müßte den Rumpf komplett neu aufbauen, genau das Richtige für mich, auch bezahlbar. Mein Alter, meine Augen, meine Gelenke, alles hat seine Zeit. Dennoch träume ich davon. Leider öffnet sich die Int. Seite vom Bootsbauer nicht, daß ich noch mehr erfahren kann. Ein Traum geht diesmal leider nicht in Erfüllung.

 

Dienstag, 02. Juni 2015, Bodenseewoche. Gestern zurück von der Bodenseewoche mit der Partout. Die „Partout“ wurde unter Wertgeschlagen, 3 von 7 Wettfahrten mit DNF (dit not finish), wegen Dämlichkeit des Skippers. 1. Wettfahrt 8 Minuten später gestartet weil wir die flalsche Bahn angesteuert hatten, trotzdem noch elfter von 16 Booten in der Gruppe. Insgesamt waren 175 Schiffe am Start. 2. Wettfahrt mit Recht disqualifiziert, weil wir im Überlappungsbereich in die Anleger an der Boje hineingewendet haben. Hätten uns mit Kringel entlasten können, was wir nicht taten. Bei der 6. Wettfahrt nahmen wir das Harbourrace nicht ernst. Wir dachten das wäre eine Juxregatta. Dabei zählte dieser letzte Schenkel zum Hafen zur Wettfahrt. Überhaupt dieses Harbourrace. Nach Durchgang der Ziellinie fierten wir auf und fuhren gemütlich nach Hause, das war ein Irrtum. Der letzte Schenkel gehörte zur Regatta, am Zielschiff mußte man nur der Formhalber vorbei. Das wußten wir nicht, hatten und aus Sorglosigkeit nicht genau genug erkundigt. Dann erfuhren wir, daß das am Bodensee so üblich ist. Wenn wir die Regularien normal eingehalten hätten, wären wir im guten Mittelfeld gelandet, so nur den 13. Platz von 16 Booten. Dennoch, als am weitesten angereistem Schiff bekamen wir eine schöne Karaffe überreicht, also wieder auf dem Treppchen, was mir sehr oft gelingt. Ein großes Kompliment an meinen Vorschoter Heinrich Wild, wir bringen zusammen 157 Jahre ins Boot. Drei Tage hintereinander von 10 Uhr morgens bis 18 Uhr abends knieend oder hockend in einem offenen Kielboot und Schoten bedienend, die er er vorher noch nie gesehen hatte, mein Kompliment. Die gute Laune blieb immer erhalten. Das Wetter war mit Windstärken zwischen 1 bis 3 Bft. Immer gut. Resümee: Viel gelernt, die „Partout“ konnte, wenn sie gut gesegelt wurde mit Booten gleicher Yarstickzahl mithalten und auch abhängen. Ich bin zufrieden.

 

Dienstag, 26. Mai 2015, Rheinwoche in Niederwalluf vom 23.-25. Mai 2015 mit zwei Yachten vom FYC. Die „Caprice“ mit Michael Müller war bereits 2014 am Start (zweiter Platz in seiner Gruppe) und überzeugte Klaus Oppermann mit seiner „Partout“ in diesem Jahr teilzunehmen. 135 Boote waren auf dem Rhein vor Walluf am Start. Herrliches Pfingstwetter begleitete die Regattatage … aber zu wenig Wind. Leider konnten nur am Pfingstsamstag zwei Wettfahrten gestartet und zu Ende gesegelt werden. Wegen Flaute ging man am Sonntag gar nicht erst an den Start und am Pfingstmontag Vormittag wurde die Wettfahrt kurz vor dem Start abgeschossen. Schade für die zum Teil weit angereisten Segler aus Norddeutschland. Für die H-Boote war diese Regatta als Schwerpunktregatta ausgeschrieben. Es gab eine Tages- und Gesamtwertung. Geschickterweise vergab man am Samstag Preise als Tageswertung von der ersten Wettfahrt, als Gesamtwertung zählte man dann am Sonntag die beiden Wettfahrten zusammen, so daß die Spannung bis zur letzten Minute erhalten blieb. Was der fehlende Wind nicht hergab, glich die Geselligkeit der Veranstaltung mit echt rheinischem Humor mehr als aus. Die Moderatoren überboten sich mit gekonnter Moderation, jeder zweite Satz ein Brüller, besser konnte man es nicht machen. Am Sonntag wurden verschiedene Ersatzprogramme angeboten, so daß die Zeit bei gutem Wetter schnell verging. Zum Schluß konnte Klaus mit seiner „Partout“ und Thorsten v. Keutz als Vorschoter, bei der Gesamtwertung in seiner Gruppe, gerade noch als 6. aufs Treppchen springen. Die Preis-Flasche Wein wurde sofort geköpft. Wir werden diese Regatta in guter Erinnerung behalten. Im nächsten Jahr soll es wieder eine Etappenregatta von Düsseldorf nach Wesel geben. KO

 

Dienstag, 19. Mai 2015, bevor ich mich für zwei Wochen verabschiede noch ein Lebenszeichen. Rheinwoche in Niederwalluf und Bodenseewoche mit der „Partout“ steht auf dem Programm. Bin sehr gespannt ob sie unsere kleinen Schiffe bei wenig Wind auf den Rhein lassen oder der Kurs im Schiersteiner Becken ausgelegt wird. Die Vorhersagen deuten auf trockenes Wetter bei eher leichten Winden aus westlichen Richtungen hin. Am Dienstag geht es dann direkt nach Konstanz bis 1. Mai. Zum Glück müssen wir nicht mit der Bahn fahren.

Diese Galerie zeigt die Restauration der 15m2-SNS oder auch  4mR-Yacht, im Frankfurter Yachtclub von 2007 bis 2010, in ca. 2000 Stunden.

Tagebuch zur Restauration

 

Am 11. Mai 2007  im FYC angekommen, in Nürnberg abgeholt, nun wartet sie auf die Restaurierung Ich hatte sofort gesehen, was da auf mich zukommt, dennoch!

Länge: 6,98 m, Breite: 1,60 m, Verdrängung: ca. 950 kg, Tiefgang: 1,0 m, Verm. Segelfläche 15 qm, Baujahr 1948, ex: “Passepartout III”.

 

Juni: In diesem Jahr 2007 wird noch nicht viel geschehen,das Holz muß noch weiter austrocknen, bis auf ca.12% Feuchte. Dann wird der geplankte Rumpf mit zweiSchichten 2,5 mm Mahagoni-Furnierstreifen diagonal-verleimt überzogen, innen mit Eposael versiegelt und das Teakdeck auf 8 mm Sperrholz neu verlegt. Das größte Problem ist nun ein passender Name.

Die Folienhalle als Werft für die Restaurierung steht nun auch. Nach dem Urlaub wird die Farbe entfernt, daß dergeplankte Holzrumpf für das Überfurnieren über Winter richtig austrocknen kann.

Die Werft für die Restauration. 3,5 x 10 m, für Interessierte: Materialkosten ca. 1.000,- Euro

In drei Tagen stand die Halle, Dank Mithilfe beim Aufstellen eines Clubkameraden, Jürgen Lenz. Das Wetter spielte mit. Inzwischen ist auch der Eingang geschlossen, so daß ich ruhig in den Urlaub mit dem Catboot “Molly” fahren kann.

August       Aller Anfang ist schwer. Zum Austrocknen der Beplankung entferne ich die alte Farbe mit Heizluftpistole und anfangs Stemmeisen, dann Zieklinge vom Profi. Dabei kommt der wirkliche Zustand zu Tage. Macht nichts, habe nichts anderes erwartet. Boot wird ohnehin Diagonalkravel mit Furnier überzogen, das alte Deck und die Hälfte der Decksbalken entfernt. Dann kann es den Winter über gut austrocknen. Inzwischen kann ich das neue Deck vorbereiten.Im Moment habe ich 2/3 der alten Farbe entfernt, das Unterwasserschiff muß abgebeitzt werden

Taek-Deck, 16 mm, gerade in Nut u. Feder verlegt, abgerissen. Decksbalken, besonders im Mastbereich verfault. Das Deck lag nur noch lose auf den Decksbalken, ohne Verklebung, hatte sich aufgelöst. Der Spiegel, vermutlich durch die Belastung des Achterstag-Pütting, fastdurchgehend verfault. Stehen blieb ein kläglicher Rest, den ich für die Position und die Neigung des neuen Spiegels benötige. Inzwischen bin ich beim Farbe abkratzen innen, ca. 50% geschafft.Eine sehr, sehr, sehr mühsame Arbeit. Viele angerottete Stellen. Viele Ecken und Kanten zwischen Planken, Spanten und Bodenwrangen sowie die vielen Nieten. Werde das Unterwasserschiff innen erst einmal mit G4 behandeln, um die losen Holzoberflächen zu verfestigen, bevor ich mit Epoxydharz beginne. Werde bis Anfang Oktober für das Entfernen der Farbe innen benötigen.

Bevor wir uns für acht Tage nach Friedrichshfen zur “BOOT” verabschieden noch der letzte Stand bei der“Partout”. Mit dem Abkratzen bin ich nun bis zum Mast vorgestoßen. Nun steht die Maststütze im Wege. Diese hält das Plichtsüll. Also muß ich nun die verrotteten Decksbalken um den Mast und des Gangbords ersetzen, daß das Süll befestigt wird. Will mich auf der Boot noch einmal über das Vorgehen bei der Beschichtungschlau machen. Wie Epoxyd auf G4 haftet usw.

Oktober 2007            Aus Friedrichshafen/Immenstaad, wo wir eine Woche Urlaub dranhingen, nun folgendes Ergebnis meiner Recherchen: - G 4 von Vosschemie wird inzwischenvon den Fachleuten als Verfestiger von weichen Holzoberflächen anerkannt. - G 4 ist auch als Grundierung für Epoxyd-Harz geeignet. - Das Furnier für die Außenhaut sollte mindestens 2,5 mm betragen, um auch sorglos schleifen zu können. Den Kiel brauche ich nicht zu furnieren, da langt eine mehrfach Beschichtung mit Epoxy und Gewebe. - Großzügige Hohlkehle zwischen Rumpf und Kiel. - Unterwasserbereich innen gut mit G 4 und Epoxyd versiegeln, wasserdicht machen. - Innen über Wasser langt ein Lack auf Oelbasis, ich werde jedoch vermutlich G 8 (Polyurethan) von Voßchemie verwenden, mit dem ich bei der Molly sehr gute Erfahrung gemacht habe. Ist sehr dünn und läßt sich gut verarbeiten. - Rahmenspanten soll ich furnieren, ist leichter und fester wie Sperrholzrahmen (habe mich noch nicht entschieden). - Mastverstagung mit gefeilten Salinge auf einen Pütting für Unter- und Oberwant, ohne Backstagen. - Habe schöne Schärenkreuzer gesehen und Restaurationen im Stadium der “Partout”. Habe mich zu einem kurzen, festen Spritzverdeck entschlossen, 60 cm. Das kann auch einige Strecker und Fallen aufnehmen. - Mit Farbe-Kratzen innen bin ich nun bereits vor dem Mast angekommen. Das Plichtsüll wurde ganz entfernt. - Die Spanten im Unterwasserbereich der Bilge werde ich ebenfalls entfernen, das ist besser sauber und trocken zu halten, mit Epoxyd-Spachtel und Gewebe.

Habe inzwischen die Klassenvorschriften bekommen, gültig aus den Jahren 1946. Darin wird eine “Meterformel-Vermessung von = 4,02 , für den Bau vorgesehen. Also ist es keine 4,5mRsondern eine “Int.4mR- Yacht”. Das wird mir bei der Yardstick-Beurteilung helfen, falls ich Regatta segele. Nach wie vor bin ich dabei Grund in die Sache zu bringen. Die Bb-Seite ist außen fertig geschliffen, Stb-Seite zu dreiviertel, da werde ich heute fertig Dann gehe ich nochmals innen an die überflüssigen Spanten an den Bodenwrangen zu entfernen, nur Ursachen für zukünftige Fäule. Die Spanten im Kielbereich, beidseitig ca. 30 cm entferne ich erst kurz vor dem Furnieren des Rumpfes, wegen der Stabilität, ebenfalls das Aufsägen und Verfüllen der Plankennähte im Frühjahr, bis dahin muß der Rumpf noch gut durchtrocknen und die Planken schrumpfen.

Der Balkweger ist verstärkt, zwei Decksbalken im Mastbereich erneuert und verleimt. Ärgere mich jetzt, daß ich das vorschnell getan habe, habe nun mehr Mühe beim Anpassen der Schablonen für die Rahmenspanten unter dem Mast und zur Befestigung der Püttinge.

Ach ja, die Püttinge. Mußte mich für die Riggart entscheiden 3/4 oder 7/8 - Rigg. Alt oder neu. Da das Boot für ein 3/4-Rigg konstruiert wurde, werde ich das auch so belassen, auch der Meßbrief ist so ausgestellt. Dafür könnte ich nun ev. auch das vorhandene Alu-Rigg verwenden. Müßte es neu lackieren, Natürlich preiswerter als ein neues Rigg. (Februar 08: Habe mich nun doch für die modernere Version 7/8 Rigg mit Spatenruder entschieden, ändert an der Vermessung nichts.) Nennt sich nun “Evolution”

November 2007         Inzwischen hat sich was getan. Der Rumpf ist innen nun fast fertig “entfärbt”, kleine Nacharbeiten sind noch nötig. Der Balkweger wurde verstärkt und der Spiegel ist wieder zu, so wie auch die faulen Stellen im Rumpf. Nun bin ich dabei die Nähte mit einer Handkreissäge aufzufräsen und mit Leisten/ Furnier1,5 mm, zu verkleben, zur Aussteifung des Rumpfes. Jetzt ist nur Werk zwischen den Planken. Über der Wasserlinie ist das kein Problem, aber über Kopf im Unterwasserbereich ist das sehr schwierig. Nutze die z.Zt. milden Tage noch aus. Demnächst Fotos. Im Moment muß ich mich für die Art desRiggs, Alu oder Holz, entscheiden, wegen der Patzierung der Püttinge. (März 2008: hätte länger warten sollen, neben einigen geleimten Fugen ist das Holz nachgetrocknet und wieder aufgeplatzt)

Habe die letzten Tage mit Temperatur über 5 Grad noch benutzt um die Fugen auf zu fräsen, Mit kleiner Handkreissäge, und mit Leisten, 1,5 mm Furnier, zu schließen. Zum Austeifen des Rumpfes. Heute zu kalt, ab Freitag kann ich weiter machen. Der Spiegel ist nun ganz zu und weitere kleine Löcher im Rumpf, die ich wegen Fäule aufgeschnitten hatte.

Der Spiegel ist nun auch wieder zu. Außen wird er mit 15 mm Mahagonie verstärkt. Das Achtersatpütting wird nicht mehr am Speigel befestigt.

Heute nur 3 Grad C, neblig. Bin dennoch an der “Partout”, kann schleifen. Muß noch einige Spantfelder nachschleifen für die Epoxydversiegelung im Frühjahr. Im Bild kann man gut einige bereits nachgeschliffenen Felder, die ersten drei, sehen. Das ist für das Eindringen der Impregnierung sehr wichtig. Alte, ev. ölhaltige Farbreste würden das Eindringen absperren. Dazu verwende ich einen mittelgroßen Exzenterschleifer und den Winkelschleifer von Fein mit dem Dreieckaufsatz, jeweils 40er Körnung.

Dezember 2007              Sehr windig und feucht. Heute innen den letzten Schliff fortgesetzt. Vom Einleimen der Leisten in den Plankennähten hat sich auch Kleber nach innen gedrückt. Links im Bild sieht man nun den Fortschritt, so kann ich es lassen bis zur Epoxydversiegelung im Frühjahr, wenn es wieder über 10 Grad ist.

 So endete das Jahr 2007.

 

Das Jahr 2008

Januar 2008       Nun endgültig innen fertig geschliffen, nach Rückkehr aus Föhr, wo wir uns einen 3-wöchigen Kuraufenthalt gönnten. Bei Temperaturen über 5 Grad gehe ich nun an das Schleifen der Außenhaut, erst einmal über Wasser. Körperlich schwere Arbeit, 40er Körnung und größer  mit Radialschleifer von Festo, sonst ist nichts zu machen, halte das nicht länger als 3 Stunden am Tag aus. Zweimal hat es mir den Schleifer aus der Hand gerissen. Über Kopf geht gar nichts.Die Leisten in den Plankennähten sind nun alle verleimt, nach dem ich die Stöße mit der Handkreissäge aufgeschnitten hatte. Eine sehr schmierige Angelegenheit, aber sie hat geholfen. Man bemerkt nun bereits eine wesentlich bessere Steifheit des Rumpfes. Die Planken fibrieren nun nicht mehr beim Schleifen, besonders im Unterwasser-Bereich. Nach dem richtigen Aushärten des Epoxi, ca 8 Tage, wird der Rumpf außen ebenfalls richtig durchgeschliffen, dann ergibt sich bereits ein ganz anderes Bild, ich freue mich schon darauf.      

Februar: 2008      Nachts jetzt um den Gefrierpunkt. Tagsüber bis 16° im Zelt, die Sonne bekommt mehr Kraft. Jetzt geht auch die Luftfeuchtigkeit etwas runter, die in den Wintermonaten bis jetzt immer auf ca. 90% angezeigt hatte. Gegen 17 Uhr geht das Thermometer schnell wieder auf ca. 4° runter. Ich muß mich dann immer an meine Lehrzeit in Wismar als Schiffbauer erinnern, wo wir auf der Helling bei allen Temperaturen, auch im Winter gearbeitet haben. Da hieß es morgens als erstes Eis kratzen!   Die Achterkante des Kiels ist bereits nach hinten verjüngt, den Abschluß bildet eine Sperrholzkonstruktion die mit Kunstharz gefüllt wird. In die Öffnung des alten Ruderkokers ist zur Demonstration ein Passtück gesteckt, damit kann man erklennen um wieviel der Kiel gekürzt wurde. Der fehlende Lateral-Anteil wird durch die nach hinten versetzte Ruderfläche des Spatenruders ersetzt Im Vorschiff sind 2 Bodenwrangen gebrochen. Der Grund war vermutlich, daß kein genügend großflächiger Gegendruck mit dem Gewindebolzen erzeugt wurde. Unter der Mutter war lediglich eine kleine Unterlegscheibe gelegt. Die Wrangen werden nun mit zwei Laschen aus Eichenholz großflächig verstärkt und von oben großflächig angedrückt. Alles zusammen wird mit Epoxyd-Hohlkehlnähte am Rumpf verleimt. 

März: 2008     Habe mich entschlossen zusätzliche Rahmenspanten einzuziehen, dazu die Pappschablonen geschnitten.   Die Rahmen sind aus 8 mm Sperrholz zugeschnitten. In den inneren Rahmen werden aus 1,5 mm Mahagoni-Streifen laminierte Rahmen im Format ca. 16 x 40 mm, eingeleimt.   In meiner kleinen Werft muß ich ein Fenster zum Zuschneiden der Furnierstreifen öffnen. Mit vorgelochten Alu - Winkeln stelle ich die Form für die Rahmen her, um den dann die Rahmen in 12  -Lagen gebogen werden, natürlich alles Epoxyd-Verleimung

April: 2008      Das traditionele Klassentreffen in Baalsdorf/Lpz. Schöne Tage, mit Besuch meiner Schwester Ursel. Danach am 11. 4. sofort in die Kerckof-Klinik zum Austauch meiner Aorta-Klappe. Danach erst Mitte Mai wieder am Schiff. Am Tag meiner Entlassung am 6. Mai stürzte Hermann von der Leiter, beim Lackieren und bekam eine Niro-Platte im Schultergelenk verpaßt. 

Mai: 2008      Am 10. 05. wieder an der Partout und am 13. 05. meine Schwägerin in Bisikon/Schweiz beerdigt. ...Aber hier mußte es weiter gehen. Inzwischen betrug die Holzfeuchte in Planken nur noch ca. 6% und einige Fugen waren wieder aufgeplatzt, neben der Verleimung, die hat also gut gehalten. Also jetzt bwieder neu aufschneiden und verleimen. Das gleiche fange ich am Totholz des Kieles an.

Juni 2008         Am 6. 6. ist der Kiel fertig und mit Epoxid-Harz beschichtet. Jetzt fahre ich erst einmal zur “Molly” um sie ins Wasser zu lassen.      In ca. 10 Tagen geht es an das Furnieren der Außenhaut.  Zum besseren Arbeiten am Unterwasserschiff kann ich den Rumpf, ohne Hilfe, selbst nach beiden Seiten auf die herabgelassenen Stützen kippen. Das erleichtert, das Arbeiten am Rumpf sehr.  Nun soll es ernst werden, das Mutterfurnier ist auf der Stb.-Seite gesetzt, danach werden alle anderen Streifen ausgerichtet. Ich passe ca. 6 bis 8 Streifen an und bringe sie mit Epoxy auf und erzeuge mit Klammern den Anpressdruck. Erst werden beide Seiten eingestrichen, nach ca einer Stunde die Streifen noch einmal mit angedicktem Harz, mit Hilfe eines Zahnspachtels, vor dem Anklammern, beschichtet.Das Vorschiff der Steuerbordseite ist fertig.  Nun muß nur noch die Lücke ausgefüllt werden. Man kann alle Arbeiten letztlich auch allein machen. Eine Zweite Person ist jedoch beim Anhalten sehr hilfreich und erleichtert die Arbeit sehr. Unser Clubkamerad Jürgen Lenz kann es einfach nicht mit ansehen, wenn ich mich abquäle, und hat mir sehr geholfen. Auch Hedi hilft aus.  Heute Nachmittag will ich die Lücke schließen Bb angefangen Fugen zu schleifen
Juli 2008      Sehr warmer Tag angekündigt, 33 Grad. Früh in den Club 8:30 Uhr     Bb außen nachgeschliffen und gespachtelt, auch Teile innen. In der Folienwerft über 45 Grad ! Vormittags innen 3. mit Epoxy unverdünnt beschichtet.  Nachmittags weiter Bb nachgeschliffen, kleine offene Fugen nachgespachtelt. Hedi kocht Johannisbeer-Marmelade, 18 Uhr zu Hause, Sehr warm, Gewitter angekündigt.
Sehr heiß, in der Halle über 40 Grad schon am Vormittag.
Außen fertig geschliffen, auf den Planken, unfurniert. und 20% verdünnt versiegelt. Innen Bb angefangen zu schleifen.
Hohlkehlen an Sponung und Spanten gespachtelt an Bb.  Es ist kühler geworden, 36 Grad, es nieselt, bis 65% Luftfeuchte.
Will außen Bb nochmal unverdünnte eine 2. Lage versiegeln, weil wir 5 Tage nicht da sind. Sponung Bb von innen mit Epoxy zulaufen lassen. Kontrolliere vorher die Bb-Sponung am Kiel auf Undichtigkeiten und stelle groß Lücken fest. Muß Leiste von außen anpassen und einsetzen. Bin ungeschickt beim Zuschneiden der sich verjüngenden Leiste und komme mit dem Ringfinger-Kuppe-Fingernagel in die Kreissäge. Kann aber selbst versorgen, muß nicht zum Arzt. Der halbe Fingernagel ist allerdings in der Säge geblieben.
20% verdünnter Epoxy innen gestrichen. Sponung Bb mit Epoxy Hohlkehle versehen. Epoxy Bb innen von Samstag nicht ganz trocken muß noch einen Tag warten. Montag 7. Juli 2. Mal unverdünnt Epoxy Bb. Rest Hohlkehlen an Sponung und Spanten Bb Aufgeräumt!, Schraubzwingen gängig gemacht, Abfallsäcke entsorgt. Gegen 18 Uhr 3. Schicht Epoxy bis Mitte Schiff auf angezogene, noch nicht ganz trockene 2. unverdünnte Schicht. Auf verdünnte Schichten darf man das nicht machen! Rest Bb innen, 3. Schicht. Mittwoch bis Montag, 14. 7.    Ellwangen Geburtstag, Annemarie und Schweiz Günter und Regatta 15m2, leider total verregnet. Wollen nach dem 17.7. für eine Woche nach Großenbrode auf die Molly, wenn das Wetter mitspielt. Bis dahin will ich die Bb- Seite furniert haben. Also zügig ran. Bin jetzt jeden Tag auch vormittags in der WerftFurnieraufnahme Bb vorbereitet, Werkstatt aufgeräumt, Fußboden gekehrt. Klötzer zum Tackern der Furniere geschnitten. Nachmittags bis 12 Streifen, vom Bug her angepaßt, zusammen mit Hedi und anschließend zum Verleimen wieder entfernt. Vormittags Arzttermin, Nachmittag die bereits angepaßten Lagen, mit Hedi, verleimt, bis 20 Uhr. Rolf zu Besuch, vormittags Klötze entfernt, Nachmittags Eine Beule im Furnier aufgeschnitten und neu eingepaßt, 6 weitere kleine Fehlstellen nachgearbeitet und verleimt.Bis 21. Juli,  alle 31 Streifen angepaßt und verklebt. Vom Vorschiff die Klötze entfernt und geschliffen. Bis Mittschiffs gespachtelt. Bb, Rest bis Spiegel Klötze entfernt geschliffen und gespachtelt. Hier sieht man sehr schön wie das Harz das 2,5 mm dicke Furnier völlig durchtränkt.

September 2008      Bin wieder jeden Tag an der “Partout”, fange nun wieder an etwas einzubauen, statt, rauszureisen. Innen fast fertig lackiert, bzw. Epoxy beschichtet. Die Enden im Achter- und Vorschiff wurden weiß angelegt, um bessere Lichtverhältnise zu schaffen. Heute habe ich ein Bodenteil im Achterschiff neu eingepaßt, darauf wird der Motor gelagert, wofür eine kleine Halterung erforderlich ist.  Zwei Lenzverschlüsse aus Messing, mittschiffs in der Bilge eingebaut. Die beiden Rahmenspanten eingeleimt.im Achterschiff werde ich in der Höhe wo die Großschotblöcke befestigt sind und der Ruderkoker durchs Deck geht noch einen, bereits zugeschnittenen Rahmenspant einetzen, um den Verwindungskräften im Achteschiff zu begegnen. Im Achterschiff waren die Planken des Rumpfes am weichesten!

Oktober 2008 Wieder etwas wärmer nach den letzten kalten 4 Wochen.      Will dieses Jahr den Kiel nochmals mit 2 Lagen Glasgewebe überziehen. Konnte nun auch den genauen Segel-Schwerpunkt ermittelt sowie den Lateralschwerpunkt des Unterwasserschiffes. Danach muß ich noch etwas Fläche im achteren Teil des Kiels schaffen, ca. 20 cm, trotz des geplanten Spatenruders. Das ist nun mit einer Sperrholzkonstruktion inzwischen geschaffen, heute habe ich den Hauptteil der Verlängerung in eine gewisse Form gespachtelt. Werde demnächst besseres Foto nachliefern. Der Ruderschaft mit Kooker, für das freistehende Spatenruder, ist bei der Firma Kohlhoff, aus einer Aluminiumkonstruktion, bestellt. Nur ca. 1/3 so schwer wie aus Niro. Allerdings sehr teuer, fast 2.000 Euro, einschließlich Pinnenbeschlag. Rollenlager, oben ist der Schaft flexibel gelagert.  Blick von vorn auf den Plichtboden. Innen bin ich nun soweit, daß ich die alte Fußbodenkonstruktion einpassen konnte. Damit muß ich nun nicht mehr auf den Spanten rumlaufen und kann den Bilgenbereich fertig machen. Das aus einer Gräting bestehende Mittelteil wird voraussichtlich durch ein glattes Teil aufgeleimter Teakstabkleisten, ersetzt. Das ist wesentlich leichter zu pflegen und rutschsicherer. Die Bodenteile für das Vor-und Achterschiff sind ebenfalls in Arbeit und bereits eingepaßt. Die alten Teile waren aus einem sehr schweren, billigen Sperrholz vom Baumarkt, werden durch Leichtbauplatten ersetzt.

November 2008 Inzwischen ist einiges passiert: Die Decksbalken, mit den Unterfütterungen für die Klampen, die Winschen, die Motorhalterung, die Halterung für die Traveller- Schiene der Selbstwendefock, dem Wellenbrecher, der Ruderanlage und den Blöcken für die Großschotführung, sind feriggestellt und die Holzteile fertig geschliffen für die Lackierung. Heute das erste Mal mit G8 (Polyurethan) von Voss-Chemie gestrichen 20% verdünnt. Das Boden-Nadellager, für den Ruderschaft ist eingebaut-geklebt. Zur Abdichtung nach oben wird ein 55 cm langes Kokerrohr aufgesetzt, dafür benötige ich keine Stopfbuchse. Gott sei Dank, ist es immer noch sehr mild für diese Jahreszeit, ca. 12-15 Grad in der Folienhalle

Dezember 2008 Sylvester, Mittwoch 31. Dezember 2008: Es ist kalt, unter Null am Boden, bin seit zwei Wochen nicht mehr an der “Partout” gewesen. Zuletzt die Bodenbretter bearbeitet, die ich wiederverwenden will. Im mittleren Bereich werde ich keine Gräting mehr verwenden sondern 2 Sperrholzplatten mit Taekstäben belegen, die ich nach den Seiten aufklappen kann, um einfacher an die Bilge zum Lenzen zu kommen. Außerdem habe ich die Bodenbretter im Vor- und Achterschiff zugeschnitten, angepaßt und mit Epoxyd beschichtet. Vorher hatte ich das Bodenlager für das Stevenrohr einlaminiert. Das Lager im Deck wird nur verschraubt. Als Stevenrohr laminiere ich nur ein kurzes Stück Aluminiumrohr auf das Lager, die wasserdichte Verbindung mit dem oberen Lager stelle ich mit einem Gewebe-PVC-Schlauch her.Sobald es wieder wärmer wird ist das Deck an der Reihe. 8 und 4 mm Sperrholz. Hellgrau lackiert mit 1,5 mm Mahagoni-Furnier für den Fisch und das Leibholz natur. Wollte erst mit Taekleisten belegen, sieht aber zu wuchtig aus. Als Rennyacht muß die Leichtigkeit im Vordergrund stehen, außerdem ist es leichter zu pflegen. Daß ich einen Traveler für eine Selbstwendefock installieren will, habe ich vermutlich schon erwähnt. So geht also das Jahr 2008 zu Ende, ich bin zufrieden. Im kommenden Sommer soll die Partout ihre ersten Schläge machen.

So endet das Jahr 2008

 

Das Jahr 2009

Januar 2009 Die kalten Monate nutze ich für die Herstellung des Ruderblattes.  Zwei 20 mm dicke Platten Airexschaum werden in Profil gebracht, dazwischen das Gerüst des Ruderschaftes aus Nirosta, Der Schaft selbst hat einen Durchmesser von 25 mm, passend für die Nadellager in Rumpf und Deck. Das braucht viel Goodwill der Ehefrau, wenn das Büro als Werkstadt umfunktioniert wird, in der Garage ist es zu kalt zum Laminieren.    

Anfang Februar 2009 schrieb ich folgendes ins Tagebuch: Sechs Monate keine Eintragungen gemacht. Wenn ich rekapitulieren will, fällt mir das sehr schwer. Dennoch, die meisten Tage gingen drauf mit Schleifen des Rumpfes, Schleifen, Spachteln und wieder Schleifen. Vor und Achterschiff innen immer wieder zwischen den Spanten geschliffen. Decksbalken geschliffen, aufgefüttert wo nötig und wieder geschliffen. Kiel beschichtet und X mal geschliffen. Noch einmal die achtere Kante korrigiert und verlängert, was ich später wieder weggenommen habe um etwas mehr Druck auf das Ruder zu bekommen. Nadellager für die Ruderschaftaufnahme eingebaut. Bodenwrangen zur Aufnahme der Bodenbretter aufgefüttert wo nötig. Bodenbretter für Vor- und Achterschiff angepaßt, zugeschnitten und beschichtet. Beschlag für Unterdeck-Fockroller eingebaut und Beschläge für das Achterstag im Heck auf der Kielplanke befestigt. 1/8-Schotten für seitliche Fächer an Rumpf und Plichtsüll angepaßt und eingebaut, zusammen mit den dafür erforderlichen Böden und das Längsschott zum Rumpf.

März 2009  Auflagen für die Sitzbänke zugeschnitten und verleimt, Mahagoni-Sperrholz mit Teakrahmen. Halterungen und Auflagen an den Längsschotten angebracht.    Wellenbrecher aus Mahagoni von alten Bodenbrettern zugeschnitten, verleimt und beschichtet. Anschließend noch furniert, Oberkante mit Teakleiste.     Um das Ruderblatt einzubauen muß ich den Fußboden unter dem Heck aufgraben, um es von unten einführen zu können.  

Wellenbrecher bearbeitet. Stirnkante mit Teakleiste furniert. Beim Zuschneiden der Leiste, Zeige und Mittelfinger mit Kreissäge tuschiert, Glück gehabt, kleine Verletzung. 

Vor dem Lackieren muß ich noch alle Spanten auf beiden Seiten mit Epxyd-Hohlkehlen versehen. Nehme dazu einen Gefrierbeutel, den ich mit Epoxy fülle, oben zubinde und unten an einer Ecke aufschneide. Dann verwende ich ihn wie ein Spritztuch für Tortenverzierung und lege eine Raupe in die Verbindung zwischen Spant und Rumpf, das geht wunderbar und kann es gut dosieren. Anschließend wird die Kehle mit einem Mundspachtel hohl gezogen. Jetzt habe ich eine sehr gute, fast kraftschlüssige Verbindung zwischen Spand und Rumpf, wo auch nur wenig Feuchtigkeit einziehen kann. 

April 2009  In der ersten Aprilwoche innen fertig beschichtet. Habe mich nun für Epoxy entschieden. 2 x verdünnt und das dritte Mal unverdünnt. Danach noch 2 mal mit 2K-Lack darüber. Die Bilge zusätzlich mit Bilgenfarbe.

Innenansichten des fertig restaurierten Rumpfes. Ab morgen geht es ans Deck!  Zweite und dritte Woche Decksplatten zugeschnitten und geschäftet. Süllbögen für forderen und hinteren Abschluß der Plicht laminieren. Füllstücke zwischen Schlinge und Süll eingepaßt, gut gelungen. Habe nun das Ruder Probeweise eingebaut, es paßt ! Das ist immer eine kitzlige Sache, Ist es gerade und im richtigen Winkel?

Bodenbretter fertig beschichtet und eingebaut.  Das Fundament zur Aufnahme der Selbstwendefock aus Airex modelliert und beschichtet, auch mit Gewebe überzogen.  Großbaum geschliffen, grundiert nund lackiert. Vorher die überflüssigen Beschläge demontiert und die Löcher mit Gewebe geschlossen.  Laibholz und Fisch aus 2,5 mm Furnier für das Deck zugeschnitten.

Mai 2009   In der ersten Maiwoche ist das Deck fertig mit Gewebe belegt und  zwei mal beschichtet. Nun kann ich beruhigt, mit Heinrich und Jahn zur Hessenregatta fahren. Vorher stelle ich bei der “Molly” den Mast in Kappeln, dort steht sie seit letztem Jahr zum Verkauf. Der zukünftige Eigner hatte bereits ein Auge darauf geworfen. 

Nach Rückkehr die dritte Beschichtung mit Rutschfestgranulat. Bereits über 35 Grad in der Folienwerft, es wird ungemütlich. Die Besucher halten s immer nur einige Minuten aus. Seitenteile für das Plichtsüll fertig eingeleimt. Sockel für Großschotblock angefertigt und eingebaut. Süll komplett mit Mastauschznitt fertiggestellt.

Juni 2009  Nachmittags, Endtäuschung groß, der Lackfür die Rumpflackierung ist nicht richtig verlaufen, Rollenmuster und Pinselstrich sichtbar, Oberfläche stumpf. Vermutlich zu hohe Temperaturen, über 35 Grad, ich war zu ungeduldig. Nun bereits wieder angeschliffen, heute 9. 7., morgen der nächste Versuch, gleich am frühen Vormittag, wo die Temperaturen in der Folienwerft noch bei ca. 20 Grad liegen, es ist in letzten Tagen um ca. 10 Grad abgekühlt, soll aber wieder wärmer werden. Wenn das geschafft ist, wird das Deck fertig mit Rutschfest-Granulat lackiert und der Fisch mit dem Leibholz 3 mal natur lackiert, alles mit UV-beständigem 2K-Lack

27. Juli 09 Heute kleiner Stapellauf aus der Folienwerft ins Freie, endlich frische Luft. Nun unter den Krahn, um die Kielsohle zu beschichten. Auch werden noch kleinere Arbeiten an Beschlägen usw. nötig sein.

Nun kann auch der Schweizer Trailer zur Zulassung beim deutschen TÜV vorbereitet werden. Über den TÜV reibungslos, dafür Überraschung bei der Zulassungsstelle. Neu eingeführte “E-Nr.” für die TYP-Prüfung fehlte. Viel Aufregung, die sich dann nach vielen Bemühungen und Sonderfahrt nach Marburg, auflöste. Es lebe die Bürokratie.

Hier liegt sie nun das erste Mal im Wasser in Schwerin, in zwei Stunden werden die Segel gesetzt und die “Partout” muß zeigen was in ihr steckt.

Der Segelmacher war zufrieden, wenn auch noch einige Trimmöglichkeiten am Großsegel fehlten - und der Eigner natürlich auch. Den Schwerinern hiermit auf diesem Wege nochmals unseren herzlichen Dank, wir können sie ohne Vorbehalte weiter empfehlen. Gunther war ja lange Zeit am Steinhuder Meer als Segelmacher tätig und ist Deutscher Meister auf dem 20 Jollenkreuzer.Die Partout läuft gut, liegt ausgeglichen, wenn auch sehr feinfühlig, auf dem Ruder. In den Böen läuft sie geradeaus, ohne zusätzlichen Ruderdruck.

Am Samstag, den 05. September. wurde aus der “Passepartout”, ihr erster Taufname, nun die “Partout”, was sie uns hoffentlich nicht übel nehmen wird. Es ist ein sehr elegantes Boot geworden und wird von allen Seiten bewundert und bestaunt. Den Restaurateur freut das natürlich. - Womit ich nun auch zum Ende gekommen bin.Dr. Micael Bauer hielt die Taufrede, die mit folgendem Spruch endete:

 

Im September 2009   Die Partout das erste Mal im Wasser in Ffm-Niederrad. Der Skipper bereitet das Stellen des Mastes vorHier geht alles wesentlich sportlicher zu, als auf der Molly.  Die  Partout das erste Mal auf dem Main, die Jungfernfahrt auf dem Main.Leider kein Wind zur Herbstregatta des FYC, letztlich konnten wir dann doch noch zwei Wettfahrten durchziehen, aber für uns zu wenig Wind. Immerhin, wir waren auf dem Wasser. Zur letzten Clubwettfahrt und Absegeln blies es dann heftig, da hat aber niemand auf den Auslöser gedrückt. Das wird alles im nächsten Jahr nachgeholt. Das erste Resümee: Sie segelt gut. Selbst bei starker, plötzlicher Schräglage in der Boe, segelt sie geradeaus und luft kaum an. Sie liegt sehr feinfühlig auf dem Ruder und muß aufmerksam gesegelt werden. Übung macht den Meister

 

Videos:

HEKLA im Großen Belt

http://www.youtube.com/watch?v=ZseVRZDctPQ

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2000 Stunden Restauration 4mR-Yacht  Partout  (15m2-SNS)

http://youtu.be/Nb6CatobvSk

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Ein Bootswaschplatz entsteht

http://youtu.be/1RMCBeT-VW8

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2.4mR-Yacht mit 30 kn ...

https://www.youtube.com/watch?v=QI5VGU2pris

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2.4mR-Yacht Weltmeisterschaft in Finnland 2015:

Im Kopfbereich den Link: "club youtupe cannel" anklicken.

http://www.rauma24worlds.com/photos-videos/video/video-clips-of-the-rauma-2-4mr-w/

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"Das Senioren-Abenteuer" : 2.4mR-Yachten von Naantali Finnland nach Frankfurt am Main

https://www.youtube.com/watch?v=g7MNtpL7DLQ

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"Von der Flussratte zum Seefahrer - 365 Tage auf See!"

http://www.leavingtakatuka.de/

Markus Lübeck nimmt mit wechselnden Crews eine Auszeit und bereist, mit seiner Segelyacht  Typ "Hanseat 70", 35 Fuß (10,40m) Länge, die Weltmeere.

"Wir sind doch die Pipi-Langstrumpf Generation und alle mit den Geschichten von Astrid lindgren aufgewachsen.
Taka Tuka Land ist die Insel, auf der Pipis Vater von Seeräubern festgehalten wurde.
Unser Schiff trägt den Namen von Pipis Äffchen - Herr Nilsson…. Bei dem Namen fanden wir also „leaving taka tuka“ (frei übersetzt: Aufbruch aus Taka Tuka) ganz spannend…."

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