Hekla Bad Soden, Tagebuch Hekla, Reisen Hekla
Hekla Bad Soden, Tagebuch Hekla, Reisen Hekla
Gebaut, ausgebaut und restauriert
Gebaut, ausgebaut und restauriert

Tagebuch 2013 - 2006

Das Jahr 2013

 

Ein Chinese ohne Kontrabass

War kürzlich bei unsrem Klaus zu Gast

Da riefen die Passanten: Ei was ist denn das:

Ein Chinese ohne Kontrabass.

 

Ne Libanese ohne Kontrabass

war ebenfalls bei Klaus zu Gast

Da rief doch die Merkel: Ei was ist denn das?

Eine Libanese ohne Kontrabass

 

Bad Soden, ja, das ist nun mal

sehenswert und international,

da sieht manTürken, Perser, Inder und Chinesen,

denn wer was auf sich hält ist da gewesen

 

Mittwoch, 11. Dezember 2013 Es duftet wieder nach Weihnachtsbäckerei. Habe heute die Weihnachtspost fertig gemacht, wieder über 30 Briefe. Sogar teilweise mit handgeschriebenen Kommentaren! (wie Goethe, was meinen Freund freuen wird, falls er es bemerkt!) Nun gut, es ist spätherbstlich kühl und feucht, angenehm für die Haut und passend zur Jahreszeit. Die üblichen Meckereien über das Wetter sind lächerlich. Gestern langes Interview mit Walter Kohl, Sohn von Helmut, gesehen. Da kam wieder die Begebenheit zur Sprache als er seinen Sohn in San Franzcisco, war es glaube ich, an seinem Arbeitsplatz in einer Bank in den 90ziger Jahren, besuchte. Hunderte von PC-Plätzen in Reih und Glied in einem Großraumbüro, an denen Devisenhändler und andere Broker saßen. Sohn Walter war stolz es dahin geschafft zu haben, Vater Kohl schüttelte den Kopf, wand sich entsetzt ab und sagte: „War´s das?“ Worüber der Sohn sehr frustriert war, er hatte schließlich Jahre studiert um überhaupt dahin zu kommen, nur die Besten schafften es überhaupt. Der Vater, immerhin einer der mächtigsten Männer in Europa verstand gar nichts. Ihm war nicht klar, daß in diesen Räumen über die Zukunft der Welt und Europas mit entschieden wurde. Er kannte bestimmt das uralte Sprichwort „Geld regiert die Welt“, er ignorierte es jedoch. Genau wie viele andere Politiker und erst recht das Wahlvolk. Geld hat etwas anrüchiges-jüdisches, an sich. Alle wollen es haben, aber keiner darüber sprechen. Das hat sich bis heute nicht viel geändert. Wer weiß von den Politikern schon was eine Derivat, long, short, Optionsschein bedeutet? Von Aktien wird generell als Alterssicherung abgeraten, obwohl sie außer Immobilien, die einzige werthaltige Anlage sind, natürliche Schwankungen werden als Teufelszeug dargestellt. (Vertreibung der Händler aus dem Tempel) Die Deutschen legen, wenn überhaupt, nur ein Bruchteil ihrer Rücklagen, gegenüber anderen Gesellschaften, in Aktien an. Der Deutsche hat anteilsmäßig die geringsten festen Vermögenswerte. Weniger als die Portugiesen und Spanier. Keiner will etwas mit Geldgeschäften zu tun haben. Wer von den führenden Politikern, erst recht nicht bei den Ministern, kommt eigentlich aus der Finanzbranche? Wer von diesen Finanzleihen will eigentlich den Finanzmarkt regeln? Wissen die eigentlich was passiert, wenn die Bundesbank Geld an die Banken für praktisch 0% Zinsen verleiht, diese das Geld für bis zu 15% weiterverleiht? Eine Geldvermehrungsmaschine ohne gleichen. Die Politiker sollten als Muß eine einjähriges Praktikum bei einer Bank absolvieren, bevor sie auf die Menschheit losgelassen werden. Das wird jedoch der Wähler wiederum nicht wollen. Stelle man sich einmal vor, ein erfolgreicher Investmentbanker würde sich als Kandidat zum Kanzler bei der nächsten Wahl aufstellen lassen, (um da mal aufzuräumen) was dann im Wahlvolk los wäre. (Siehe Steinbrück) Geld wollen alle haben, aber damit richtig umgehen ist ein schmutziges Geschäft, was uns noch lange zu schaffen machen wird. Frohe Weihnachten.

 

Sonntag, 1. Advent 13, habe in alten Unterlagen wegen eines passenden Foto für die Startseite gesucht. Hedi blätterte ebenfalls in alten Weihnachtsgrüßen, die sich zum Aufheben eigneten. Dabei zeigte sie mir einen Weihnachtsgruß von einem befreundeten Ehepaar aus dem Odenwald. Sie eine eloquente großgewachsene Berlinerin und er aus dem Fränkischen. Vorn ein selbstgehäkelter Weihnachtsbaum, innen sehr persönliche Zeilen mit einem kleinen Gedicht. Alles sehr zeitaufwendig und mit viel Liebe ganz individuell gemacht. Wie viele Stunden hat Bea für alle Freunde und die Familie damit verbracht? Wir gehen davon aus, daß wir mitnichten der einzige Empfänger waren! Von einem „Osterspaziergang“ mit Tusche und einer spitzen Feder auf ausgeblasenem Ei, ganz abgesehen! Wie muß ihnen da unser jährlicher, bebildeter Jahresrückblick als Weihnachtsbrief erschienen sein, den wir dann mit einem Klick 20 mal vervielfältigen. Er hat sich darüber einmal beschwert mit dem Argument, „Goethe hat auch alles mit der Hand geschrieben und er mag den neumodischen Kram (mit dem er nichts anzufangen wußte) nicht“, was ich gelinde gesagt, nicht sehr originell fand, im Gegenteil, er hätte heute bestimmt auch einen Router mit 50mgbit/s. Dennoch, im Nachhinein bekomme ich feuchte Augen und ich verstehe das ein wenig. Sie verstarb 2002, viel zu früh. Vermutlich haben sie ihre viele Mühe und Aufmerksamkeit nicht genug beachtet gefühlt, was natürlich nicht der Fall war, typische Mißverständnisse. Die Geschichte mit Router ging weiter. Bekam den neuen Router 921 geliefert, wurde vom Service-Techniker angeschlossen, nachdem ich gescheitert war und funktionierte dann nur zeitweise. Habe dann nach zei Wochen wieder auf den alten 722 umgestellt, seitdem alles ok. Der 921 geht zurück. 16 mgbits langen auch. Heute besonderer 1. Advent ! Fällt auf einen Sonntag. Der nächste 1. A. Als Sopnntag ist 2019 und der übernächste 2024. Den wird man mit Sicherheit ohne uns feiern. Am 3. Advent haben wir unsere Nachbarn, ein junges Ehepaar, sie Chinesin und er Libanese zum Adventskaffee, wir freuen uns darauf.

 

Donnerstag, 14. November 13, seit zwei Tagen ohne Internet und E-Mail. Hatte neuen Browser mit höherer Geschwindigkeit bestellt, aber falsch geliefert. Ist nur für Analog-Telefon geeignet, nicht für ISDN. Nun muß ich einige Tage warten bis der neue kommt. Klassische Falschberatung. Der Verkäüfer am Telefon bei T-Online, hätte das sehr leicht, aug Grund meiner erkennen müssen. Ich selbst hatte ja keine Ahnung von diesen kleinen aber entscheidenden Unterschieden. Ein komisches Gefühl, man fühlt sich von der Welt abgeschnitten, ohne Internet. Vertreibe mir die Zeit mit einem hoch amüsanten Buch über Extremsegler. Titel >Immer noch kein Land in Sicht< „Tollkühne Helden auf See“, von Ebba D.Drolshagen. Aus der kurzen Lebensbeschreibung geht nicht hervor, daß sie selbst jemals mit dem Meer und der Schifffahrt etwas zu tun hatte. Sie schildert in sehr drastischer, witzig-humorvoller Weise die verrücktesten Versuche den Atlantik zu bezwingen. Einem Segler, der selbst als Skipper über 22.000 sm in Küstengewässern gesegelt ist, stehen gelinde gesagt, die Haare zu Berge. Bücher verkaufen sich eben besser mit Münchhausen-Geschichten. Dennoch, diese Ausnahmen schmälern den Gesamt-Genuss keineswegs. Unbedingt lesenswert. Warum besteigt ein Hillary den 8.000sender? „Weil er da ist!“, antwortete er. Das langt auch als Grund für meine Homepage, - >weil es möglich ist<. Endlich mal eine einleuchtende Erklärung!

 

Dienstag, 02. Oktober 13, das ging aber schnell, schon wieder ein Monat vorbeigerauscht und nichts reflektiert. Viel für den Club gemacht und von der Wahl abgelenkt. Man muß schon gute Nerven haben als Demokrat. Unser Wahlrecht erlaubt einen eindeutigen Sieger, der dann aber keine Regierung bilden kann. Es gäbe so einfache Möglichkeiten, wie z.B. das eingeschränkte Mehrheitswahlrecht. In dem bekommt die Partei mit den meisten Stimmen: 50% plus eine Stimme, damit kann sie regieren. Alle anderen Sitze werden gemäß dem prozentualem Ergebnis der Parteien verteilt. Dann wären keine Entschuldigungen wegen gebrochenen Wahlversprechen mehr möglich und es würden weniger Versprechen gemacht, weil sie eingehalten werden müßten! Eigenartigerweise kann so etwas im Parlament nicht durchgesetzt werden. In Österreich versucht man es seit Jahren. Die AFD hat es nicht geschafft. In meinen Augen eine Partei die extreme Forderungen stellt (populär) weil sie genau weiß, daß sie diese nicht erfüllen muß und wenn doch, …. das hat man 1933 gesehen. Ich habe pure Angst vor den Folgen. Folgende Alternativen stellen sich für mich: Als Volk wohlhabend, aber im Krieg mit den Nachbarn (Neidgefühle) oder arm und in Frieden leben. Selbstverständlich überspitzt ausgedrückt, als Vision. Und vielleicht gibt es noch einen Mittelweg a´la Merkel: Ohne klare Ansage, aber schwer zu vermitteln. Damit höre ich jetzt auf, ich weiß auch nicht weiter.

 

Dienstag, 10. September, zur Entschuldigung, wir waren 3 Wochen im Urlaub und manchmal hat man einfach keine Lust.

Es war ein sehr schöner Urlaub mit der „Partout“ am Haken und einer Goldenen Hochzeit am Steinhudermeer auf der Durchreise. 70 Personen mit vielen Darbietungen und natürlich einem guten Essen. Wie immer nimmt das Buffet etwas weg, von der feierlichen Stimmung, aber welcher Gastronom kann schon noch 70 Personen gleichzeitig ein heißes Essen servieren. Diese Gelegenheit nahmen wir für das jährliche Familientreffen war und hatten sehr schöne zwei zusätzliche Tage. Nach 50 Jahren lernten wir nun endlich mal die Partner unserer Schwager und Schwägerinnen besser kennen, wo es im Prinzip sonst immer nur um „Guten Tag“ und „Auf wiedersehen“ ging. Anschließend ging es weiter nach Laboe, wo wir für 2 Wochen eine Ferienwohnung gebucht hatten. An die zu Hause gebliebenen schrieb ich: Wir waren nun das 6. Mal zur "German Classics", diesem Oldtimer-Treffen mit einem Regatta-Wochenende in Laboe. Das Wetter war in der ersten Woche ideal, leichte Winde aus SSW, trocken und mild. Es briste erst am Freitag zur ersten Wettfahrtserie mit 3 bis 4 Bft. aus Nordost auf. Am Samstag dann Bft. 4 bis 6 und einer Welle bis 2 Meter (glaubt uns keiner) in der Strander Bucht, das Regattarevier. Zum Glück hatte ich einen hervorragenden Vorschoter gefunden, der praktisch das gleiche Boot in Bregenz/Bodensee liegen hat und ganz heiß auf das Segeln war. Ein ehemaliger Finn-Segler. Er fuhr die ganze Zeit das Großsegel aus der Hand und fierte jede Boe aus und holte wieder dicht, am Samstag mit einem Reff, und machte die "Partout" richtig schnell. Am Freitag 2. Platz, mußten wegen Bojenberührung einen Kringel fahren, am Samstag dann 1. Platz. Natürlich ist die „Partout“ für diesen Seegang weder konstruiert noch gebaut und wirklich geeignet (75 Liter in der Bilge), dennoch, es hat großen Spaß gemacht. Mein Vorschoter, ein Mediziner, ca. 50 Jahre, nannte es mit allem Drum und Dran: ein Segelerfest! … und ich habe auch wieder etwas gelernt: Ich muß den Mastschuh der "Partout" verstärken. Hedi war beruhigt, dass ich einen guten Segler gefunden hatte und hatte ruhige, schöne Tage. Nun geht es zu Hause weiter.“

Zu Hause ging es nun richtig mit Syrien los, Obama glaubte wieder einmal die Menschenrechte und die Demokratie mit Waffen und Raketen einführen zu können. Zum Glück wird dieser Versuch nun hoffentlich zeitig genug gestoppt. Von unserem kleinen Stammtisch gehen von drei ehem. Prokuristen und einem Grundschüler, zwei Prokuristen. nicht wählen! … und wir lassen deutsche Soldaten in Ländern sterben um Demokratie und Wahlrecht einzuführen, die das in der Mehrheit gar nicht wollen. Bei uns sind es ja auch ca. 30% Nichtwähler und mehr. „Wer die Wahl hat, hat die Qual“. Und wer will sich schon quälen?!. Auf keinen Fall das s. g. einfache Volk und wie ich selbst sehe, der Rest, der es eigentlich besser wissen müßte, auch nicht. Die alten Griechen nannten Bürger die sich nicht an einer Wahl/politisch beteiligten „Proleten“, uninteressierte Dummköpfe. Der Treppenwitz ist, daß in proletarischen Gesellschaften, sozialistisch/kommunistisch, die Proletarier wählen müssen/Wahlpflicht, aber die Ergebnisse bereits vor der Wahl feststehen. Sie werden also von den Herrschenden Funktionären für Dummköpfe/Proleten gehalten, denen man das Ergebnis guten Gewissens vorschreiben kann. Absolut spannend. Ich schätze mal, daß man in 200 bis 500 Jahren gar keine Wahlen mehr abhalten muß, weil man ohnehin weiß wie die Wahl ausgehen wird. Wir haben jedenfalls bereits gewählt, nicht daß uns noch am letzten Tag einer mit einem besonderen Versprechen umstimmt. Vergangenen Sonntag interessantes Essay im Radio über Wahlverhalten. Essenz: Der (gemeine) Wähler wählt den, der am meisten verspricht. Ist eigentlich logisch, man wählt nicht den, der einem was wegnehmen will. Und jetzt noch etwas erfreuliches. Gestern Abend sehr gutes Gespräch mit einem schweizer Germanisten u. Schriftsteller gesehen. Zu Europa sagt er: „Man muß die Entwicklung zu einem Europa im Zeitlupentempo betrachten, dann kann man einen riesigen Fortschritt feststellen“. Die Medien können und müssen Tagesereignisse behandeln. Die wirkliche Entwicklung geht sehr langsam aber stetig voran. Das hat mir gefallen. Dafür steht aus meiner Sicht ein gutes Beispiel, die Austragungsstätten der nächsten Fußball-Europameisterschaften, verteilt auf ganz Europa. Im ersten Moment sah ich das als Spinnerei an. Dann ging mir ein Licht auf: so weit sind wir also schon, trotz und gegen alle Unkerei.

 

Donnerstag 18. Juli, sehr warm geworden, Temperaturen sinken allerdings nachts noch etwas ab. Haben seit Dienstag Besuch von einem ehemaligen Klassenkameraden von der 4. bis 7. Klasse in der Grundschule Engelsdorf. Damals ein Aussiedler aus Breslau, so schmächtig wie ich damals und mit schlesischem Dialekt. Hatten in Breslau eine kleine Bäckerei, waren nun wirklich bettelarm. Wurden zu Kriegsende mehrmals hin und her geschoben, zuletzt wieder zurück in das polnische Breslau. Die Kinder in den ersten 4 Jahren keine Schule Vater war in amerikanischer Gefangenschaft, die Mutter alleine mit zwei Kindern. So kamen sie an in Engelsdorf/Lpz. Der Vater bekam beim Reichsbahnausbesserungswerk eine Stelle als Heizer. Bei einem Rohrbruch wurde er so stark verbrüht, daß er daran starb. Ein verschlossener Junge ärmlich gekleidet, aber Klassenprimus! Ich hatte so gut wie keinen Kontakt mit ihm, wir hatten keinen gemeinsamen Schulweg, wir kamen ja aus Baalsdorf. Erst beim ersten Klassentreffen 2002, nach 50 Jahren, lernte ich ihn eigentlich richtig kennen. Seit dem treffen wir uns jedes Jahr in Engelsdorf. Er hat eine erstaunliche Entwicklung gemacht. Lehre als Technischer Zeichner. Drei Jahre Polytechnikum zum Fachingenieur und dann ein Fernstudium über 7 (!) Jahre zum Dpl.Ing. Stahl u. Maschinenbau. Zum Dipl.Ing.-Studium wurden nur die zugelassen, die den Ingenieursabschluß mit 2 gemacht hatten, von 70 Anfängern hielten 35 durch und 3 mit Abschluß 2 ! In der DDR war das Fernstudium ein staatlich anerkanntes Studium wo man sich immatrikulieren mußte. Ein, im ersten Moment verschlossener Typ, den man aber, wenn man ihn erst einmal aufgeschlossen hat, nicht mehr stoppen kann. Ich selbst kann mich sicher nicht als zurückhaltend und schüchtern bezeichnen, aber bei ihm komme ich nur selten zu Wort. Freunde hat er wohl keine. Er hat eine Eigentumswohnung bei Leipzig und besucht öfter seine Tochter in der Nähe. Leider sehr konservativ, weil bei einem Ingenieur aus Leidenschaft eins und eins eben zwei ist. Zwischentöne werden da kaum wahrgenommen oder zugelassen. Obwohl er als Zusatzstudium einen Programmierer-Lehrgang über zwei Jahre gemacht hat, Programme für Statiker, will er vom Internet nichts wissen. Obwohl etwas anstrengend, waren es drei schöne Tage. Schade, daß ich in meiner Altersklasse kaum Freunde oder Kameraden habe mit denen ich mich übers Internet austauschen kann. Man hält das alles für Teufelszeug und bekommt das angeblich jeden Tag in den Nachrichten bestätigt. Ich denke da ans Mittelalter, wo der Besitz von Büchern, besonders der Bibel, manchmal mit dem Leben bezahlt werden mußte. Herrschaftswissen mußte geheim und nur wenigen vorbehalten bleiben. Und die Mehrheit glaubte daran, daß das Teufelszeug sein muß, sie konnte ja nicht lesen und schreiben. … Parallelen, in anderer Form, zum Internet.

 

Dienstag, 15. Juli 13 nochmal was zu Friedrich unseren Innenminister. Heute bin ich davon überzeugt, daß er sich nich beschweren, sondern vergewissern wollte, daß die Amis nicht zu viel sagen! Wenn die mit der Wahrheit rausrücken, wäre das für Merkel eien Katastrophe, leider.

 

Samstag, 13. Juli,13 heute beim Frühstück die Nachrichten … Unser Innenminister teilt aus USA mit, daß die Amerikaner mit recht abhören, sie hätten ja schließlich 54 Anschläge verhindert, „alles gut“. Dazu hätte er aber nicht nach Amerika fahren und sich blamieren müssen. Das wußten wir alle vorher, reine Verschwendung. Endlich mal ein praktischer Beweis wir sehr wir von Amerika abhängig sind, in Europa. Und daß wir von allen Europäern am meisten abgehört werden ist ja lediglich der Beweis, daß wir das wichtigste Land in Europa sind, darauf können wir stolz sein, ohne Ironie. Was würden denn die Deutschen und die Europäer machen, wenn sich der Ami aus Europa zurückziehen würde? Wir selbst könnten uns keine Stunde lang verteidigen, da ist null da. Wir sind alle auf Gedeih und Verderben auf Amerika angewiesen und das hat Friedrich zu hören bekommen, nicht mehr und nicht weniger, vermutlich hat das Gespräch gerade mal eine Tasse Kaffee gedauert, dann hat sich der Gast bedankt. Was lernen wir daraus? Wir sollten die Konsequenzen ziehen und der 55zigste (?) Bundesstaat von den „Vereinigten Staaten von Amerika“ werden, dann müßten die Politiker nicht rumeiern und das Volk wüßte Bescheid. Dieser kleine Atlantik ist praktisch keine Hürde mehr. Der englische Kanal ist viel breiter. Und für die Asiaten wäre das ein ernstzunehmendes Gegengewicht. … Das Alles habe ich mit Hedi beim Frühstück beschlossen und nun muß es nur noch kurz erledigt werden. Die Verhandlungen haben ja schon begonnen.

 

Freitag, 12. Juli 13 und nimmer wieder … die Zeit rast. Sollte diese Seite nicht Tagebuch sondern Monatsbuch nennen. Nun gut, wer kann schon jeden Tag etwas Neues oder Interessantes mitteilen. Unsere persönlichen kleinen Sorgen oder Wehwehchen interessieren bestimmt niemanden. Deshalb mal etwas Erlebtes aus einem Freundeskreis, mit einem, dem politischen Alltag sehr ähnlichem, Vorgang. Er lebt in einer Eigentumswohnung. Nun sind, wegen nicht Einhaltung der damaligen Baugenehmigung, umfangreiche Ergänzungsmaßnahmen im Bereich Treppenhäuser und Türen zur Erfüllung der Feuerpolizeilichen Vorschriften, erforderlich. Das Kreisbauamt droht mit Räumung des Gebäudes, es ist also Eile geboten. Die Verwaltung gibt, nach Abstimmung mit dem Beirat sofort eine Studie in Auftrag wie das behoben werden kann und was es ca. kosten wird, um den Eigentümern etwas zur Beschlußfassung vorlegen zu können. Der damit verbundene umfangreiche Planungsaufwand beläuft sich allerdings bereits auf ca. 30.000,- Euro. (das hätte eigentlich eine Eigentümerversammlung beschließen müssen) Das Ergebnis: Gesamt-Kostenrahmen ca. 350.000,- Euro. Die Mehrheit der Eigentümer sind inzwischen über die Höhe und den Vorgang insgesamt so erbost, daß sie alle Schuld dem Verwalter zuschieben (der natürlich auch Fehler gemacht hat) und bestehen darauf, daß eine neue Prüfung erfolgen soll um die Kosten zu senken, obwohl bereits heute abzusehen ist, daß das unmöglich sein wird. Die von der Protestfraktion angedeuteten Alternativen sind bereits ebenfalls überwiegend geprüft und scheinen nicht realisierbar. Das vorhandene Angebot finden sie zu teuer, bestehen aber darauf, daß zusätzliche ca. 50.000,- Planungs- und Gerüstkosten ausgegeben werden, nur um das zu bestätigen, was heute bereits absehbar ist. Das wurde mit großer Mehrheit beschlossen. Zum Glück müssen die, die das Beschlossen haben, im Gegensatz zu den Politikern, auch selbst bezahlen! Ich denke da an den neuen Flughafen Berlin. Ein Festpreisangebot wird als zu teuer abgelehnt, weil man es billiger machen will. Zum Schluß wird es ca. fünfmal so teuer. Wohlgemerkt, hier sind aber keine gescholtenen und unfähigen Politiker am Werk. Sondern 1 Professor, mehrere Rechtsanwälte, Zahnärzte, Steuerprüfer, Chirurgen u.s.w., Alles gestandene Persönlichkeiten, die eigentlich im normalen Leben 1 + 1 zusammenzählen können. Können wir uns auf unsere s. g. Elite noch verlassen? Allerdings wird der schon im Ruhestand befindliche Professor für seine alternative Expertise natürlich bezahlt. Er schließe nicht aus, daß auch er sich irren kann, aber das wird er sehen. Er will mich auf dem Laufenden halten. Ach, noch etwas erwänte er. In den Diskussionen sprach eine Dame mindestens 20 Mal von ihrem Bauchgefühl, dem sie unbedingt nachgehen muß, was von anderen Teilnehmern dann noch gelobt wurde! Das wird ein teurer Bauch.

 

Mittwoch, 12. Juni 13 nach einer Rüge von einem treuen Leser, nun wieder einen Beitrag im Tagebuch. Da ich fast keine Reaktionen, auf meine Einlassungen bekomme, - warum auch - , werde ich auch nicht zu besonderem Fleiß angestachelt. Auch sitzt mir die Homepage des FYC im Nacken, bei der ich mich etwas mehr verpflichtet fühle. Soll ich meine private Page noch weiter führen oder ist Facebook und Twitter doch interessanter (?) obwohl ich mich mit letzteren überhaupt nicht auskenne und keine längeren Beiträge möglich sind, so weit ich informiert bin. Kommt Zeit kommt Rat … oder auch nicht. Nun endlich zum Aktuellen. Vorletzte Woche Hessenregatta auf der Ostsee mit 80 Teilnehmern, zwischen der Insel Fehmarn, Dänemark, Warnemünde und zurück. Wetter viel besser als erwartet und in Ffm. Nur einen Tag Nieselregen, an Land mit kurzen Ärmeln und 50% Sonne. Immer leichte bis mittlere Brise, 2 bis 4 bft. Und zwei Spinnakerbahnen bei herrlichem, teilweise Kaiser- Wetter. Ich selbst wurde als stellv. Wettfahrtleiter, sehr komfortabel auf einer Motoryacht (Trawler) >Grand Banks 46< (14 m) als zweites Begleitschiff über die Bahnen geschippert. Das Ehepaar Karin und Hanspeter Wulff, auch als Regattaarzt tätig, waren sehr besorgt, aufmerksam, unterhaltend und immer um das leibliche Wohl besorgt. Kam mir vor wie im Ritz, obwohl ich dort noch nie war. Auch wurden meine Bedenken bezüglich Seekrankheit auf einer Motoryacht sehr schnell zerstreut. Fühlte mich von der ersten bis zur letzten Minute sa... wohl. Da so eine Regatta sehr gut vorbereitet ist, hat man als Begleiter nicht viel zu tun. - Nur immer diese Entscheidungen, wehrend der Wettfahrten. Früher war ich da sehr hart und konsequent, was mit dem fortschreitenden Jahren schwächer wird. Z.B. haben wir am 2. Wettfahrttag eine Bahnverkürzung beschlossen, die nicht nötig gewesen wäre, weil der Wind nicht ab- sondern zunahm. Wir wollten Vorsorge für die kleinen, langsameren Boote treffen und schließlich wartete der Hafenmeister in Söderköping/Dänemark mit seinen Grills auf die Steaks des Segler. … Wer entscheiden muß, macht eben auch Fehler. Es gab keine Benachteiligten, deshalb „alles gut“. Der hauptverantwortliche Regattaleiter war ebenfalls an Bord, weil seine angeschlagene Blase auf diesem Schiff besser betreut werden konnte als auf der Segelyacht „Famagusta“, die als erstes Begleitschiff fungierte. Sollte ich die Besatzungen im Nieselregen bedauern bewundern oder beneiden? Ich konnte mich nicht entscheiden. mußte ich doch an Wettfahrten im dichten Nebel Mitte der 90ziger denken, als ich als mitsegelnder Regattaleiter die Verantwortung hatte, das war diesmal eine Spazierfahrt über alle Etappen. Gerade habe ich mich entschlossen für meinen bebilderten Rückblick auf diese Regatta eine Seite auf meiner Homepage einzureichten, da habe ich genug Platz und kann mich austoben. Dahin werde ich jetzt gehen. Den Link werde ich in Kürze einrichten.

 

Mittwoch, 22. Mai 13 das Tagebuch ist zu kurz gekommen, habe das Bildarchiv vom frankfurter-yachtclub aktualisiert. 60 Jahre eine Menge Arbeit. Nun fehlt nur noch 2012. Das Schwierigste ist dabei sich zu beschränken. Aus 200 Bildern im Jahr drei oder vier herauszusuchen ist nicht einfach. Obwohl natürlich nur besondere Ereignisse in Frage kommen. Außerdem mußten nun endlich mal die Pokalgewinner der letzten Jahre gesammelt werden. Dafür existiert kein Archiv. Die ganze Woche über Gebr. Grimm in hr2 und natürlich die Märchen. Daß sie auch das erste Wörterbuch herausgebracht haben, davon spricht niemand. Von wegen gesammelt bei alten Frauen in Hessen. Aus den Archiven in Frankreich und Italien, aus Märchen für Erwachsene aus dem 17. und 18 Jahrhundert sind diese Erzählungen, nicht für Kinder gewesen, sondern ausschließlich für Erwachsene, mit viel Sechs und Ironie, beschrieben sie das Leben an den Höfen. Die ersten Ausgaben waren ein Flopp, erst die Überarbeitung zu Kindermärchen, in einfacher Sprache, mit viel moralischen und religiösen Hintergründen brachten den Erfolg. Was ich sehr interessant finde ist, in Erfüllung gehen immer nur die Verwünschungen Anderer, schnell und unüberlegt ausgesprochen. (als Strafe für den Wünscher). Eigene Wünsche gehen nie in Erfüllung, weil sie immer unvernünftig und dämlich sind. Am Samstag fahre ich für acht Tage auf die Hessenregatta nach Burgtiefe. Diesmal nicht als Skipper auf einer Segelyacht, sondern Passagier auf einer 40 ft. großen Motoryacht Grand Banks. Um einem Ehepaar, in meinem Alter, zur Hand zu gehen. Bin sehr gespannt. Habe Vorbereitungen, für die Teilnahme an den „German Classics“ in Laboe im August, getroffen. Kann dann deshalb leider an unserem Jazz-Konzert im Club und am BMW-Sailing-Cup in Ffm, im Ordnerboot, nicht teilnehmen.

 

Sonntag, 05. Mai 13 jeden Tag im Club, keine Gedanken für die eigene Homepage, nur für den Club tätig. ( www.frankfurter-yachtclub.de ) Schlechtes kühles Wetter den ganzen April über. Haben nun den Jollensteg fertig überholt und mit neuen Schwimmern ausgestattet. Außerdem die restlichen Gartenstühle wieder mit Latten versehen. Die „Partout“ kam, trotz schlechten und kühlen Wetters, gerade noch rechtzeitig zum Ansegeln ins Wasser. Sehr gut besuchtes Ansegeln am 1. Mai (19 Boote auf dem Wasser und ca 100 Besucher auf dem Gelände!), auch das Wetter mit leichtem Wind spielte mit. Konnten drei Runden segeln, haben also die erste Wettfahrt der Clubmeisterschaft im Kasten. Für den Sieger der Klasse „Offene Kielboote“ habe ich ein Halbmodell gestiftet, was bereits angeliefert wurde. Die zwei letzten Wochenenden unterwegs. Mit der Kirchengemeinde in Magdeburg/Quedlinburg/Halberstadt. Sehr interessant, wieder schön aufgebaut und restauriert. Das viele Geld ist überwiegend gut angelegt und investiert. 40 Jahre Isolation hat viele Nachteile, aber eben auch Vorteile, gebracht. Würde gerne miterleben wie sich dieses früher bedeutende Gebiet die nächsten 50 Jahre entwickelt. Danach zum Klassentreffen in Engelsdorf/Lpz. Schönes Treffen mit noch 13 Schulkameraden/innen von ehemals 42(!) in der Klasse. Haben dann auch das neu renovierte größte Jagdschloß Europas Hubertusburg in Wermsdorf zwischen Wurzen und Oschatz besucht. Strömender Regen, am gleichen Tag Einweihung durch den Ministerpräsidenten und kein Eintritt. Dennoch überwältigend!! Gleichzeitig Hoenes überall im Fernsehen, ein neues Thema Steuerflucht. Wir beschimpfen Griechenland und üben das Gleiche als Volkssport aus. Selbst kleine Beamte gelten als naiv, wenn sie kein Nummernkonto besitzen, nur wird das allenthalben verdrängt. In Bayern ist es sogar rein rechtlich den Abgeordneten erlaubt seine Kinder vom Staat als Angestellte bezahlen zu lassen. Nur der Zeitgeist und die bevorstehende Wahl läßt den Wähler aufheulen. Aber >Gott sei Dank< kann sich das ganze Volk nun wieder als Bayern München und Borussia Dortmund fühlen und alle Welt beschwört schon wieder eine Zeitenwende im Fußball. So schnell geht das und das Volk freut sich. Das die Banken bereits wieder „Monopoli“ Spielen, mit der Rückendeckung der Steuerzahler, interessiert keinen mehr. Nun gut, wir können das nicht ändern, wir sind eben lediglich Mensch und leben dazu noch zum Glück nicht in Afrika. Was wollen wir mehr?!

 

Karfreitag, 29. März 13 Zypern ist gerettet, die Oligarchen auch. Angeblich haben sie ihr Geld von den Londoner Filialen aus in Sicherheit gebracht. Die Bundesbank hat dann ausgeholfen. Der Präsident als Vermögensberater der Russen hat das fein eingefädelt und genug Zeit verschafft. Möglich ist alles. Wo soll das Geld nun hin und in was wird es angelegt? Ich bin Berufsoptimist, aber wie wird das wieder auf ein überschaubares Maß zurückgeführt ? Bzw. wie sie das viele Geld wieder aus dem Markt nehmen wollen, ist mir ein Rätsel. Früher gingen solchen Entwicklungen immer inflationäre Tendenzen voraus. Ist es diesmal anders? Kracht alles von einem Tag auf den anderen zusammen? Oder sind wir nur zu ungeduldig ? Darüber streitet man noch. Oder ist es etwa so wie mit dem Wetter? Weil es sich nicht nach dem Kalender richtet verzweifeln wir sofort. Vielleicht ist Vorsicht und Geduld mit Gelassenheit die der Königsweg.

 

Dienstag, 26. März 13 Ein sehr kalter Ostwind beschert uns 0 Grad um 17 Uhr, aber immerhin ein Meter weniger Schnee als im Moskau. So lange da so viel Schnee liegt, wird es auch hier nicht wirklich wärmer. Eisig ist auch die Stimmung in Zypern gegenüber Deutschland. So ist es halt, was dem einen sein Uhu ist dem Anderen seine Nachtigall. Endlich hat sich Scheuble mal durchsetzen können. Vermutlich muß man den Menschen als solchen kennen lernen, wenn man die Zyprer verstehen will. Wie kann man von einem Anderen ernsthaft erwarten, daß er die eigenen Schulden komplett übernimmt oder Kredite gewährt, die nie zurückgezahlt werden können. Das ist aber gängige Praxis, nur sind wir hier zufällig auf der richtigen Seite. Umgekehrt hätten wir uns genau so verhalten. Deshalb ruhig Blut, es gibt viele Zyprioten, die das alles bereits längst vorausgesagt hatten. Nur die will man jetzt natürlich nicht mehr hören. Ach ja, Eurozone. Alle Welt wirft Merkel und Regierung Tagespolitik ohne Visionen vor! Da muß ich mich sehr wundern! Sehen wir den Wald vor lauter Bäumen nicht? Was ist denn das Projekt >Europa< mit dem Versuch der Eurozone anderes als eine Vision? Und was für eine. Wenn man auf die Kritiker Hört eine >Illusion<. Wollen wir allen ernstes zur Zeit noch mehr Visionen? Laßt uns erst einmal diese abarbeiten, dann suchen wir eine neue. Heute allerdings erst mal das Rückspiel gegen Kasachstan. Ich habe mal den Atlas aufgeschlagen. Ein riesiges Land in das wir mehrmals hineinpassen. Kein Wunder, daß sich die Fußballer darin verlaufen.

 

Sonntag, 17. März 13 Vomittags,… und immer noch schneit es, es soll den ganzen Tag anhalten, eben im Regenradar nachgeschaut. Werden also unseren Nachmittagskaffee vermutlich zu Hause schmecken lassen. Lese gerade das Buch >1913 Der Sommer des Jahrhunderts<. Ein Jahr vor Kriegsausbruch, von Florian Illies. (ein Panorame in Kunst Literatur und Musik) Ich bin zwar ein >Kunstbanause< dennoch, hoch interessant, kurzweilig und mit viel Humor geschrieben. Er beleuchtet Zufälle, Zufälle und nochmals Zufälle. Daran mußte ich sofort denken als ich gestern Frank Elstner mit Edmund Stoiber sah und hörte. Stoiber erzählte eine Begebenheit mit Franz Josef Strauß, anläßlich eines Besuches in Moskau auf Einladung von Gorbatschow. Als sich beide Politiker im Kreml das erste mal sahen und aufeinander zugingen, fragte Gorbatschow den Franz Josef: >waren sie schon mal in Moskau ?<. >Nein<, antwortete Strauß, >ich kam nur bis Stalingrad ! < Alle erstarrten, auch Stoiber und wären am liebsten im Boden versunken. Sie befürchteten, daß dieses Kennenlernen gelaufen war. Als ich das hörte, vorausgesetzt es war so, war ich wie elektrisiert und begeistert. Ich weiß natürlich nicht wie es weiter ging, ich will aber mal spekulieren. Gorbatschow hatte einen besonderer Charakter, sonst hätte er das alles gar nicht angeschoben, bzw. durchgehalten, zusammen mit seiner Frau. Schwächlinge und Bücklinge hat er vermutlich verachtet und sich gar nicht erst mit ihnen eingelassen. Deutsche kannte er vermutlich nur aus der DDR, was sein Maßstab war. Nun trat ihm da ein Deutscher entgegen, der ihm mit einer unbekümmerten Selbstverständlichkeit und einem Selbstbewußtsein auf Augenhöhe entgegentrat, daß ihn erst die Luft wegnahm, erstaunte und dann vermutlich begeisterte. Das waren keine Hampelmänner, das waren Leute die der Vergangenheit genau so ins Auge schauten wie der ungewissen Zukunft, unerschrocken und selbstbewußt. Ich könnte mir gut vorstellen, daß das dem Helmut, als kleiner aber wichtiger Baustein, zu der Verwirklichung der unglaublichen Geschichte der Wiedervereinigung, sehr, sehr geholfen hat. Zufälle, Zufälle. Was die Wiedervereinigung und die Rolle von Gorbatschow wirklich bedeutet hat, kann man heute schon an Korea und den Vorgängen in Europa mit den gegenseitigen Vorurteilen, abschätzen. Die Geschichtsschreiber werden vermutlich noch in 200 Jahren nicht aufhören, sich die Augen zu reiben.

 

Dienstag, 12. März 13 Der Winter ist noch einmal zurück gekommen, gestern in Essen gewesen und Fässer als Schwimmkörper für unseren Schwimmsteg geholt. Hatte mich auf das Regenradar verlassen. Erst auf dem halben Rückweg fing es leicht an zu nieseln. Das Konklave beginnt. Vermutlich ziehen sie just in diesem Moment in die Sixtinische Kapelle ein. Abgesehen von diesem Anlaß, finde ich das eine sehr kluge Einrichtung. Ist allerdings der beste Beweis dafür um welche tatsächlichen Machtbefugnisse und Einflüsse im weltweiten Maßstab es da geht. Das sollte man mal in Amerika und anderen Demokratien einführen, so lange bis der Rauch weiß wird von den qualmenden Köpfen. Ich würde ihnen auch nichts zu essen geben. Politiker haben in der Regel ohnehin genug zum Zusetzen, die Bischöfe erst recht. Was ist nur mit der FDP los? Hat sich bei denen noch nicht rumgesprochen, daß die Partei in erster Linie von der Außenwirkung ihrer Führer abhängt? Bestätigen sie doch tatsächlich einen Mann, der sie vorher unter die Fünfprozent-Marke geführt hat. Jetzt schreiben sie sich die verzweifelten Leihstimmen auf ihr Habenkonto. Ich sehe da pechschwarz. Es schneit immer weiter, ganz leicht, aber bereits flächendeckend über 25 cm an einem Tag. Hedi hat das zweite Probe-Hörgerät zurückgegeben, obwohl sie damit eigentlich am besten gehört hat. Aber es war das reinste Preifkonzert. Technisch war es anspruchsvoller. Man konnte die tatsächliche Lautstärke verändern, nicht nur den Hörkomfort. Am linken Ohr leiser, am rechten stärker. Da saß der Versärker im Gerät, nicht am Eingang des Hörschlauches. Nun wurde ein Abdruck des Ohres genommen. Mit dem Abschluß des Ohres nach außen, soll die Rückkoplung unterdrückt werden. In acht Tagen ist es soweit, wir sind gespannt.

 

Sonntag, 24. Februar 13. Die Glocken der katholischen Kirche am neuen Kurpark läuten, die Landschaft ist weiß gepudert, aus der Küche duftet es nach Käsetorte, es muß Sonntag sein. Wenn es auch noch merklich kühl ist, ein Hauch von Frühling liegt in der Luft und die Köpfe Schneeglöckchen haben sich schon längst durch die Schneereste gereckt, es geht bergauf. Mit Hedi kann ich mich wieder normal unterhalten, sie trägt zwei Hörgeräte zum Test. <Hörgerät< ist da fast die falsche Bezeichnung. Zwei >Mikrocomputer< wäre die bessere Bezeichnung. Zweimal je eine Stunde beim Hörakustiker, Hörtest und 5-Kanal-Computer Einstellungen. Beide Geräte stimmen sich automatisch gegenseitig ab. Als Einstellungen gibt es nur noch zwei Möglichkeiten mit Knopfdruck: laut oder leise. Natürlich kostet das einiges als Zuzahlung, aber welcher Vorteil. Unterhaltungen strengen nicht mehr an, bzw. sind überhaupt wieder möglich. Nun kann es natürlich sein, daß nach Abschwellen der Schleimhäute in der Eustachischen Röhre, das Hörvermögen wieder besser wird, was wir hoffen, dann kann man die Frequenzen im Gerät einfach wieder nachjustieren, so die Aussage des Hörakustikers. Das System wird natürlich von mehreren Firmen angeboten. Hedi testet das von WIDEX Clear 220. Heute Nachmittag Kaffeetrinken im Club und anschließend Dia-Vortrag von Walter K. und Frau, von ihrer vierjährigen Weltumseglung, sie bereiten sich auf einen weiteren längeren Törn vor.

Sonntag, 17. Februar. Tagebuch oder Monatsbuch? Ich werde mich bessern. Habe viel für den FYC Homepage gearbeitet und war gedanklich abgelenkt. Nachdem das nun einigermaßen steht, soll es auch hier wieder schneller gehen. Habe das Gefühl, daß nicht viel passiert ist, was natürlich eine Frage der Sensibilität ist. Hedi hat mit den Nachwirkungen der Chemo und Bestrahlung zu kämpfen. Aus den Nebenhölen kommen jede Menge Hautfetzen die nur schwer durch die Nase abgeschnäuzt werden können. Der HNO-Arzt hat ein Inhalationsgerät für die Nase/Nasennebenhölen empfohlen >Pari Sinus<, ( über 200,-Euro) mit dem unter leichtem Druck eine >Isotonische Kochsalzlösung< in die Nasennebenhöhlen gesprüht wird. Nach jeder Anwendung ist sie stark benommen im Kopf und hört fast nichts mehr! Wir haben es abgesetzt. Eine Unterhaltung in normaler Lautstärke ist nicht mehr möglich. Das im Alter das Gehör nachläßt ist bekannt, damit können und müssen wir leben, ich auch. Daß das aber von einem Tag auf den anderen passiert ist doch ungewöhnlich. Und da im Nasen und Rachenraum, incl. der Ohren, alles zusammenhängt, sind wir auch da von einem Zusammenhang überzeugt. Der HNO kann sich das allerdings nicht vorstellen, kein Wunder. Der Hörakustiker ist wiederum eher unserer Meinung. Leider sind sich allerdings alle einig, daß sich das nicht wieder bessern wird. Nun steht ein Hörgerät an. Und sonst ? In Hannover ist man zur Tagesordnung übergegangen und in Berlin wird wegen der neuen Mehrheitsverhältnisse nichts mehr passieren. Die Opposition blockiert natürlich nicht, sie ist nur anderer Meinung. Spannend bleibt nur noch ob die SPD mit dem Versuch Steinbrück auflaufen zu lassen scheitern wird. Berluskoni bereitet sich auf eine neue Amtszeit vor, in der Not ist den Menschen alles zuzutrauen. Was dann allerdings dem Euroraum bevorsteht, getraut man sich kaum vorzustellen. In Brüssel verharrt man in einer Schockstarre bei diesem Thema. Das Pferd im Rind, recht so! Wer glaubt, daß er ungestraft 1 kg Rinderhack für Euro 2,50 kaufen kann ist selbst Schuld und muß bestraft werden! Die Politiker wollen 50% der Schüler zum Abitur bringen, nur können die dann nicht mehr 1 + 1 zusammenzählen. Die Kunden sind inzwischen so weit weg von der Erzeugung, daß sie keinen Zusammenhang zwischen Erzeugung und Ertrag mehr herstellen können. Deshalb werden da auch keine Strafen oder Gesetze mehr etwas bewirken können. Da fällt mir wieder Loriot ein: „Warum karikieren sie nicht Politiker, sondern immer nur den kleinen Mann ?“ Ach ja, die Fastnacht hätte ich fast vergessen. Überwiegend uninteressant, langweilig. Hängt bestimmt mit unserem Alter und der Übersättigung zusammen. Mir tun die Akteure fast schon leid, immer soll was Neues, Witzigeres kommen und dann auch noch hochaktuell, manchen gelingt es, den Meisten nicht. Nun gut, wir sind verwöhnt wie in allen anderen Dingen auch. Zum Beispiel im Biathlon, mein Lieblingssport, als Zuschauer. Wir sind verwöhnt, ein großer Trost und Freude sind die Nachwuchstalente. Nun ist es aber gut, bis zum nächsten Mal.

 

Das Jahr 2012

Sonntag, 29. Juli 12, Olympia ist eröffnet. Konnten uns die Show gar nicht mit ansehen, sind wir zu alt für so ein sinnloses Spektakel? Was hat das mit Sport zu tun? Warum läßt sich das Olympische Komitee so etwas gefallen? Wir versuchen verzweifelt eine Energiewende, die ohne Einsparungen gar nicht zu verwirklichen ist, vom CO2 Ausstoß ganz abgesehen, und die legen eine solche Eröffnung in die Nachtstunden, obwohl wir in den Sommermonaten über 16 Stunden am Tag kostenfreie und dazu noch wärmende Energie im Überfluß haben. Unsere Lebensgrundlagen werden, einschließlich der Weltmeere, rücksichtslos ausgebeutet, verschwendet und von allen offiziellen Medien, Regierungen und verantwortlichen Gremien bejubelt. Der Mensch dreht durch. Da kann ich nur empfehlen von John Gray: „Von Menschen und anderen Tieren“. Es gab immer auch Ausnahmen, schon in der Antike. Die Spartiaten besigten im 2. Jh. v.Chr. Die Athener unter Perikles. Wenn ich mir allerdings das vorstelle, wie diese Ideale ausgesehen haben mögen, wollte ich auch nicht tauschen, da wäre ich sicherlich durch die Maschen gefallen. Also, alles wieder zurück. http://de.wikipedia.org/wiki/Spartiaten

 

Freitag, 20. Juni 12, nach der Chemo von Hedi gleich auf den Markt in Höchst, kein anderes Brot schmeckt so wie von dem Dillenburger Bäcker. Endlich mal wieder deutsche Buschtomaten, die wirklich wie Tomaten schmecken und Radischen so groß wie Golfbälle und trotzdem zart wie Butter, es geschehen noch Wunder. Nach dem Markt und dem Mittagessen schmiß es Hedi hin. Sie zitterte wie Espenlaub, vermutlich zu große Anstrengung direkt nach der Chemo, am Abend hatte sich das wieder etwas beruhigt. Wir sind dennoch zuversichtlich. Nach der vierten Chemo soll es mit Bestrahlung weitergehen.

 

Donnerstag, 19. Juli 12, dieser Sommer komplett anders, oder etwa wieder normal? Haben seit Wochen heftigen Wind mit starken Böen auf dem Main, was in dieser Heftigkeit und Dauer nicht in Erinnerung ist. Im Gegensatz dazu die Turbulenzen bei den Finanzen. Ist das nur die Ruhe vor dem Sturm oder erkennt man langsam, daß unsere Scheine ohnehin nur virtuell, ohne wirklichen Wert sind? Eine starke Frau mehr bewirken kann als Billionen im Prinzip wertloser Scheine? Ich bin gespannt ob man den Handel/Wetten mit Zahlungsmitteln in den Griff bekommt. So lange die angelsächsischen Länder auf diesem Feld ihre Leidenschaften austoben können, wird das sehr schwer sein. Diese Mentalität betrachtet und behandelt ein Versprechen genau so wie eine Ware, und das kann nicht gut gehen. Waren kann man nicht unendlich vermehren, Versprechen jedoch grenzenlos und damit wird es wertlos. Das virtuelle Geld ist also wertlos.

 

Montag, 16. Juli 12, nun muß ich aber noch etwas nachholen. Die Europameisterschaft ist so gelaufen wie ich es geahnt und befürchtet hatte, Hedi ist Zeuge. Die Mannschaft spielt ausgezeichnet, ist aber nicht clever genug. Es fehlt noch an persönlicher Substanz bei den Hauptakteuren. Das kommt aber sicher noch. Außerdem waren sie nicht in Höchstform. Macht nichts, ich bin zufrieden. Aufholen ist in der Regel leichter als etwas verteidigen zu müssen. In der Eurokrise war das sicher ein Vorteil und da sind wir beim nächsten Thema. Kein Mensch weiß wie das endet, dennoch kann man etwas vermuten. Alles bleibt beim alten, man wird leichte Verschärfungen bei der Fiskalunion und den Aufsichtsbehörden vornehmen, mehr ist nicht durchzusetzen. Deutschland zahlt und wir bekommen eine schleichende Inflation. Ich selbst halte das für einen vernünftigen Weg für die nächsten zehn Jahre, dann sehen wir weiter. Wer die Zerschlagung des Euro plädiert, hat vermutlich selbst nichts zu verlieren, dem ist alles egal. Zehn Jahre schleichende Inflation ist mir lieber als 10 Jahre Chaos. Währungsschnitte sind ohnehin in gewissen Abständen erforderlich, das lehrt die Geschichte. jetzt kommt erst einmal die Olympiade, das lenkt ab. Außerdem: wirkliche Krisen werden nicht angesagt, die kommen plötzlich unerwartet, die jetzige und absehbare Entwicklung ist längst eingespeist. Meine uneingeschränkte Bewunderung gilt der “Angela”

 

Freitag, 13. Juli 12, hurraa!! ausgerechnet am Dreizehnten ist es nun geglückt, die Homepage neu installiert und aus den alten Vorlagen neu generiert. Zwei Wochen sitze ich nun am PC und versuche einige Fehler in den Seiten zu beheben. Dabei einige kleine Änderungen im Masterrahmen vorgenommen. Vielleicht unterlege ich ihn noch farbig. Mal sehen. Ich bin erleichtert, wollte die Site schon streichen.

Sonntag, 10. Juni, gestern erstes Spiel der Deutschen gegen Portugal. Kam fast so wie ich befürchtete. Wir kamen nicht ins Spiel. War es nun Nervosität, verständlich oder hat man uns die Grenzen aufgezeigt? Von Lahm, Schweini und Özil hat man nicht viel gesehen. Wenn 1/3 ausfällt, kann das nicht gut gehen. Dennoch, eigentlich haben sie ja zwei Tore geschossen, das erste hätte ja gegeben werden müssen. .... Das (verdammte) zweite Spiel am Mittwoch, gegen die Holländer, wird vielleicht mehr zeigen. Ganz spannend wird es auch heute Abend: Italien gegen Spanien. Hedi hat sich das Spiel im Radio angehört, auch sehr spannend! 

 

Sonnabend, 09. Juni 12, man hat schon eigenartige Begegnungen. Heute beim vormittäglichem Laufen sprach mich ein junger Mann an (45). Nach einem km kannte ich (fast) seinen ganzen Lebenslauf, seine Frauen und die Probleme. “ Was  denn meine Frau sagen würde, wenn ich alleine Laufe?!” Zum Schluß Verabschiedung mit Handschlag. Das machte mich erschrocken, war das Lust am Erzählen oder das Bedürfnis sich auf die Couch zu legen? Entweder bin ich selbst ein Künstler der Verdrängung oder mir geht es wirklich gut.

 

Freitag, 08. Juni 12, heute fängt die Europameisterschaft an, bin doch interessierter als gedacht, werde mir die interessantesten Spiele ansehen. Gestern bei altem Segelkameraden zum Kaffee gewesen, lernten uns ende der Sechziger im FYC kennen, woraus eine Freundschaft mit vielen schönen Seetörn´s wurde. Für ihn nicht immer Zuckerschlecken, weil er leicht Seekrank wurde. Betreibt erfolgreich eine Forellenzucht. Leider verstarb seine Frau zu früh. Hat nun eine sehr nette und aktive Lebensgefährtin gefunden, was bei dem relativ großem Anwesen mit schönem Haus, auch nötig ist. Mehr beschreibe ich nicht, er steht nämlich, wie einige andere Freunde, nicht gerade auf “Freundesfuß” mit dem Internet. Ich vermute er hat noch nicht einmal  meine Internetseite gesehen. (seit über 15 Jahren im Netz) “Goethe hat auch noch alles mit Hand geschrieben, deshalb brauche ich das heute auch nicht” , sein O-Ton.. .... aber er hat natürlich auch andere Seiten,  ... und steht damit bei weitem nicht alleine. Habe im übrigen keine Freunde in meinem Alter, die in dieser  Beziehung auch nur annähernd auf meiner Linie liegen. “Was der Bauer nicht kennt, daß frißt er nicht”, sagten wir zu Hause..... . und geht mir in vielen anderen Dingen natürlich genau so.

 

Montag, 04. Juni 12, seit gestern der erwartete Regen! Durchgehend und teilweise heftig. 2. Clubregatta asugefallen. Heute Nieselregen, bleibe zu Hause, morgen wieder Club. Es wird spannend, in mehrerer Hinsicht, die nächsten Wochen. Griechenland, Spanien und die Europameisterschaft. Griechenland: Ich habe die größte Befürchtung, daß Griechenland zwar die Linken wählt, wen würde das wundern, aber trotzdem den Euro behält. Die EU wird genug Argumente finden, daß Griechenland es doch schaffen und damit ein gewaltiges Faß ohne Boden aufbauen wird. Doch: in England werden keine Wetten auf den Austritt von Griechenland angenommen, die Quote ist 1:1. Mit dem Zerfall des Euro rechnet man in den Wettbüros auf Herbst des Jahres. Engländer waren schon immer kühle Rechner! Erst Spanien wird die Nagelprobe liefern. Wird die EU die spanischen Banken retten, ohne Beteiligungen und ohne anschließende Gewinnmitnahmen nach der Erholung, an ihnen? Machen die EU-Steuerzahler an einem offensichtlichem Lastenausgleich mit, auf deren politisches System sie keinen Einfluß haben? Das wird spannend, im Sommer wird sich das sicher vorentscheiden. Wie müßte sich Deutschland verhalten um  nicht in die Falle des bösen Buben zu Tappen? Ich glaube da gibt es keinen Königsweg. Wir müssen das Nötige tun und versuchen um die Fallen herum zu jonglieren. Alle schimpfen, erwarten aber trotzdem Stärke. Da geht es der Mutti Angela so wie Bayern-München. Keiner liebt sie, aber alle sind froh, daß sie da sind, die Bayern. Die Europameister im Fußball .... stehen noch lange nicht fest. Deutschland bestimmt nicht. Habe gestern einen interessanten Kommentar gehört. Ein Fußballtrainer und stud. Psychologe hatte folgende Meinung, zusammengefaßt:  Die Deutschen sind eine viel zu gut situierte, disziplinierte, intelligente Mannschaft, wo das Wort “Arschloch” nur noch in seltenen Ausnahmefällen fällt. Fußball ist jedoch ein Kampfsport mit viel Aggressivität und nötigen Biss, das werden die wohlerzogenen netten multikulturellen  Jungs nicht leisten können. Das entspricht in etwa auch meiner Intension, wenn ich es auch nicht so treffend ausdrücken konnte. Die Qualifikation lief zu gut, das ist kein gutes Omen. Wer wird also Weltmeister? Die Deutschen eher nicht, er er tippte z. B. auf Polen, die alle Voraussetzungen dafür mitbringen. Ich selbst tippe nicht, da ich noch nie Glück damit hatte, eher schon Hedi. In Polen wird man allerdings ein “Schwein” als Orakel befragen, mal sehen was das sagt, ... vielleicht hat Polen dann doch “Schwein”, gönnen würde ich´s ihnen. Im Endspiel stehen wir ohnehin nicht. ... böse wäre ich allerdings auch nicht, wenn es anders kommt, dann allerdings mit nassen Handflächen. Die meisten Spiele werde ich mir natürlich ansehen.

 

Pfingstmontag, 28. Mai 12, die “Partout” ist im Wasser. Der neue Elektromotor “Torquedo 1003” ist ausprobiert und läuft. Die neue Halterung aus Aluminium ist wesentlich stabiler, die Reichweite bei ca. 5 km/h ist 60 min. also ca. 10 km. Das langt für unsere Verhältnisse, da wir den Motor nur zum Ab- und Anlegen benötigen, oder kurzzeitig als Flautenschieber. Die Bodenseewoche mußten wir leider absagen, weil Hedi genau in dieser Zeit eine Therapie, wurde kurzfristig angesetzt, anfangen muß, schade, aber kein Beinbruch, Gesundheit geht vor. Vielleicht wieder Laboe im August. Der Euro hält uns in Trab. Langsam wird die ganze Tragödie sichtbar, ich vermute, daß er in dieser Form nicht zu retten ist. Ich selbst war bei der Einführung auch dafür, hoffte, wie andere auch, daß er eine Disziplinierung der Politik erzwingen würde, das klappt nun definitiv nicht. Die Bevölkerungen machen da nicht mit. Vermutlich brauchen wir erst größere Katastrophen und gemeinsames Blutvergießen bevor die Egoismen der Einzelnen Völker gezähmt werden können. Gemeinsame Währungen setzen gemeinsame Regierungen und Verfassungsgerichte voraus. Gerade erst hat unser Verfassungsgericht einige Riegel vor eine gemeinsame Finanzpolitik der Eurostaaten geschoben. Denn selbstverständlich könnte dann eine Euro-Regierung auch gegen die fundamentalen Interessen Deutschlands entscheiden .... und das wollen wir noch lange nicht! Deshalb interessiert mich nur noch: was passiert nach dem jetzigen Euro wirklich? ... Wenn man das wüßte!?

 

Sonnabend, 12. Mai 12 vier Wochen keinen Eintrag, dennoch einiges los. Hedi hat Probleme mit einem kleinen Tumor in der Nase. Das macht nervos und lenkt ab. Ende Mai werden die restlichen Untersuchungen abgeschlossen sein. Ich bereite mich auf die Bodenseewoche in Konstanz vor, wo ich mit der “Partout” teilnehmen möchte. Jeden Tag im Club um kleine Veränderungen und Verbesserungen am Schiff vornehme. Diese oder Anfang nächste Woche soll sie vorher noch einmal in Ffm ins Wasser. Hatten am 1. Mai ein schönes Ansegeln, mit guter Beteiligung, siehe auch

 

Montag, 02. April 12 ... den 1. 4. wollte ich vorbei lassen, man kann ohnehin nur noch schlecht zwischen Dichtung und Wahrheit unterscheiden. Mir fällt da gerade die Jubelarie ein, die man anstimmt, weil man  die Neuverschuldung unseres Hausahaltes um zwei Zehntel reduziert hat. Sollte das etwa ein vorgezogener Aprilscherz sein? Wer hat da eigentlich mehr Schuld, die Wähler die immer größere Wohltaten verlangen oder die zu Wählenden, die diesen Wünschen letztlich nachgeben? Ich glaube natürlich, in meiner Naivität, die Antwort zu wissen. Nun aber mal der Reihe nach, es sind schließlich bereits vier Wochen ins Land gegangen und Beschwerden über mein Schweigen eingegangen.

Die Zeit vergeht dieses Frühjahr besonders schnell. Anfang März eine ungewohnte milde Witterung, die mich an die „Partout“ lockte. Habe das vergrößerte Ruderblatt wieder eingebaut, den Großschot-Traveler angepaßt und die Halterungen für die Sitzbänke in der Plicht  verstärkt. Die Winterpersenning  gegen die leichter zu bedienende Sommerpersenning getauscht. Außerdem die Baumstütze verlängert.  In der Folienwerft wartete ein Opti, der Schülergruppe auf die Überholung/Neulackierung des Bootskörpers. Das alles füllte den März aus.

Und natürlich die Fahrt zur „ANITA“, nach Gillelej, ca. 900 km, in der letzten Märzwoche. Es war noch sehr kühl, nachts auch Reif auf den Dächern, tagsüber meistens Nebel mit Temperaturen zwischen 4 und 7 Grad. Das wechselte schnell mit sonnigen Abschnitten. In der Werfthalle waren vermutlich ca. 10 Grad, nicht unangenehm zum Arbeiten, jedoch grenzwertig zum Lackieren. Die vorangegangene Crew hatte weitere Teile der Inneneinrichtung ausgebaut. Wir, Rüdiger und ich, mußten nun die Rumpfinnen-Konservierung so weit fertig machen, daß die Folgecrew Arbeit hatte. Sie müssen nun weiter alte Lackflächen säubern und Nachlackieren. Wir selbst fanden innen sauber geschliffene Mahagoni-Planken vor, die innen und außen paßgenau geplankt waren. Bei einer Plankendicke von 40 mm und über die ganze Länge bis zu ca. 15 m geschäftet, eine beeindruckende Bootsbauarbeit. Die Werft war/ist auf  den Bau von Fischkuttern aus Eiche spezialisiert, hat aber bereits einen 12er restauriert. Sehr angenehme und hilfsbereite Leute. Sprechen, außer dänisch natürlich, überwiegend englisch und verstehen auch etwas deutsch. Von uns mußte das gesamte Unterwasserschiff, ca. 45 qm, gründlich abgesaugt und die Bilge gesäubert werden. Das mußte ich Rüdiger allerdings alleine überlassen, ich hatte am ersten Arbeitstag/Mittwoch, einen ergiebigen Brechdurchfall...   Die Bilge ist unter den Bodenwrangen ca. 1 m tief! Und die Kielsohle über dem Totholz nur ca. 20 bis 30 cm breit. Hilfs-Bodenbretter konnte man nicht fest installieren, weil man sie wegen der Lackierarbeiten laufend verschieben mußte. Die Artisten von Sarrasani waren dagegen eine Leientruppe, sie mußten nämlich keinen Farbtopf, mit tropfendem Pinsel oder Rolle, gleichzeitig händeln. Ich hatte meine Arbeitschuhe zu Hause stehen lassen, … und so kam es wie es kommen mußte, auf eine  Wippe tretend, ergoß sich ein Teil der weißen Grundierung über Hose, Ausgehschuhe und Bilge ..., selbst  Schuld. Nach einer gründlichen Behandlung konnte ich sie allerdings zu Hause wieder einigermaßen restaurieren. Nur die Hose behielt einen bleibenden Schaden. Außer einem festen Untergrund mußte man auch für eine gute Beleuchtung, hinter den verwinkelten Einbauten, sorgen. Wo man nichts sieht, kann man nichts lackieren. Da bewährten sich meine zwei mitgenommenen Halogenstrahler. Also, die gesamte Innenschale zweimal grundiert und zweimal mit Bilgefarbe gestrichen. Die Hälfte der Flächen befanden sich hinter Einbauten wie, Toilette, Pantry, Schränken, usw. Außerdem reinigten wir Altanstriche im Vorschiff über der Wasserlinie und die demontierten Wegerungsleisten aus dem Vorschiff. Untergebracht waren wir in einer Ferienwohnung mit fünf Zimmern und 10 Betten, ohne Esstisch und ohne Küche. Ist dort so üblich. Mit Küche wird extra ausgewiesen. Für uns zwei war es ausreichend, mit zehn  möchte ich allerdings nicht dort wohnen. Es war kein Zuckerschlecken, aber schön und die „ANITA“ mit ihren Dimensionen beeindruckend. Natürlich hängt man bereits jetzt mit dem Terminplan kräftig hinterher, was kaum aufzuholen sein wird. Dennoch: „Wer nicht wagt, der nicht gewinnt!“ Leider habe ich noch keine Fotos von der Aktion, weil ich neben den Arbeitsschuhen auch meine Tasche mit Fotoutensilien stehen gelassen hatte! Wird aber hoffentlich von Rüdiger nachgeliefert.

 

05. April 12 Übers Wochenende waren wir wieder zum Klassentreffen, nun bereits zum 10. male. Mit dem ungünstigen sehr windigen Wetter hatten wir es auf den Punkt genau getroffen. Es waren nur kurze Miniwanderungen an der Mulde möglich. Ich schätzte den sehr kalten Wind auf 5 bis 7 Bft. Teilweise konnte man sich kaum auf den Beinen halten. Von Engelsdorf, unserer alten Schule, heute Gymnasium, fuhren wir an die Mulde nach Wurzen, Fährhaus Dehnitz mit Mittagessen und kleiner Wanderung zum Wachtelberg. Danach zum Hotel Schiffsmühle bei Grimma. Dort packte Manfred seinen hervorragenden Streußelkuchen und Kaffee aus der Thermoskanne aus, was geradezu Begeisterungsstürme auslöste. Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm, sein Vater war Bäcker, er selbst Ingenieur, das ist kein Wunder. Nach einem Abendessen in der Schiffsmühle löste sich Runde wieder auf. Es war ein schöner Tag, auch wenn das Wetter für die geplanten kleinen Wanderungen einen Strich durch die Rechnung gemacht hatte. Wir nehmen es wie es ist – wer sagte da noch mal „basta“?

 

Dienstag, 29. Februar 12, und immer wieder Griechenland. Nach der gestrigen Griechenlanddebatte habe ich folgenden Eindruck. Alle rechnen damit, daß Griechenland aus dem Euro fällt, also nicht zu halten ist. Man ist nun im Bundestag bemüht mit allen Mitteln zu vermeiden, daß Deutschland an den Pranger gestellt wird. Gehaßt wird immer der Stärkste und damit kann Deutschland nur schlecht umgehen. Ich muß da an Bayern München denken, die haben das inzwischen akzeptiert. Vermutlich wird sich das nach der Wahl in Griechenland im April zuspitzen. Der größte Fehler der Euroländer war es m.M.n. , in Griechenland die Volksabstimmung zu verhindern. Aber da wollte man die westlichen Banken retten. Nun, nachdem das Meiste abgeschrieben ist, kann es losgehen. Ob der Rest der Euroländer auf Dauer ohne eine gemeinsame Wirtschafts- und Steuer- und Sozialregierung, vom Militär ganz abgesehen, weiter exiistieren kann, halte ich mehr als fraglich, aber wer weiß, vielleicht raufen sie sich aus schierer Not zusammen. Länderfinanzausgleich in der EU. 1. Länderfinanzausgleich kann es nur funktionieren, wenn es ein Land ist, also die politische Union der EU. Davon sind wir weit entfernt. Dennoch gibt es das bereits! Über 30 milliarden werden jedes Jahr an Strukturhilfen in die Nehmerländer der EU überwiesen. Das war und ist ja der Hauptgrund zum Beitritt der vergangenen und zukünftigen Kandidaten. Warum stehen die denn Schlange? Sie wollen Geld, aber kein Mitspracherecht der Geberländer. Das kann auf die Dauer nicht gut gehen.

 

Montag, 20. Februar 12 “Freiheit leben, heißt Verantwortung übernehmen, nicht in öffentlichen Ecken stehen und kritisieren”. Das schlage ich zum Satz des Jahres vor. Schmidt-Schnauze würde jedoch dazu sagen: “wer Visionen hat, sollte zum Augenarzt gehen.” Ich vermute mal, dazwischen wird in den nächsten Jahren herumdiskutiert. Einfach wird er es nicht haben, der neue Kandidat. Meiner Meinung nach hat Merkel ein Meisterstück vollbracht, egal ob ungewollt oder nicht.  Für die eigene Gefolgschaft hat sie sich widerborstig gezeigt und für die Wähler hat sie richtig gehandelt. Ob er der Richtige ist, wird sich ja zeigen. Sympathisch romantisch fürs Volk ist er, auch für mich, ob er dem Tagesgeschäft gewachsen ist, wird sich zeigen, hoffentlich. Für die Rotgrünen ist es eine gewisse Endtäuschung, sie haben nämlich nie wirklich geglaubt, daß Merkel die Wende schafft, aber da haben sie nicht an den Atomausstieg gedacht, den sie ihnen auch geklaut hat. Nach meinen dilettantischen Überlegungen ein wahres Meisterstück. Die FDP war dafür nur ein Vehikel.

 

Sonnabend, 18. Februar 12 , nun ist es also doch so weit, es muß ein neuer Präsident her. Warum der alte gehen mußte ist mir noch nicht ganz klar. So berechtigt hohe moralische Ansprüche erwartet werden können/müssen, muß man sich auch fragen ob diejenigen die sie einfordern, sie auch an sich selbst anlegen. Vermutlich war das auch einer der Knackpunkte von Wulff, daß er seine hohen Anforderungen an Johannes Rau, selbst nicht gerecht werden konnte. Das Gleiche könnte sich jetzt in anderer Richtung wiederholen. Und die Opp. ist jetzt so voreilig mit der Verurteilung von Merkel, daß Merkel wieder gezwungen ist einen Kandidaten gegen sie durchzusetzen. Das ist jetzt die neue spannende Frage, es wird also nicht langweilig.

Am Mittwoch war ich im SCR in Walluf, wegen “Anita”. Nette Leute kennen gelernt. Sie benötigen natürlich dringend Freiwillige, auf eigene Kosten, der Verein muß sparen, die man nicht so leicht zusammen bekommt. Einsätze unter einer Woche lohnen sich nicht. Im Juni soll sie zur Kieler Woche schwimmen, das ist ein anspruchsvolles Ziel. Wenn es zeitlich klappt, kann ich vielleicht helfen.

Habe seit gestern eine Aufstellung von allen unseren Reisen seit 1968 zusammen gestellt. Freunde, Clubkameraden, Charter und natürlich Hedi.   Über 20.000 sm sind dabei rausgekommen, hatte in etwas damit gerechnet, war dann aber selbst erstaunt. Ich werde davon eine Seite zusammenstellen.

 

Freitag, 10. Februar, 12 heute neue Seite fertig gestellt. Hatte den Text bereits aus dem Fotobuch, mußte also kein neues Gehirnschmalz vergießen. Da kommt immer wieder neue Freude auf, wenn man sich daran zurück erinnert. Diese Bauweise wäre auch etwas für die “Anita” könnte man alles selbst machen und würde vermutlich ein Zehntel dessen kosten, was man bei einer Werft bezahlen muß. Und da werden nicht viel an Hunderttausend fehlen. Allein der Stundenlohn. ca. 60,-/Stunde mal  500 = 30.000,-, nur Arbeitszueit ohne Material. Im übrigen, die “Anita” hat sich gemeldet, ich bin gespannt.

 

Donnerstag, 09. 02. 12 Es ist geschafft, saß seit 4 Wochen an der Homepage. Hatte einen Fehler in der Publizierung, den ich nicht beseitigen konnte und habe sie deswegen neu installiert. Aber was eine Arbeit bei 25 Seiten. Die Texte bekam ich gut rüber aber nicht die Bilder, weil ich vermutlich beim Übertragen/Kopieren falsch gemacht hatte. Seit vorgestern Abend läft sie nun wieder, natürlich habe ich in der Gestaltung was verändert, auch die Navigation vereinfacht, einige wenige Seiten gelöscht. Nun kommt eine neue dazu, über den Mastbau für die Molly, als Leistenbauweise eine der schönsten Arbeiten am Boot. War letztes Wochenende in Hamburg zum Wintertreffen des „Freundeskreises Klassischer Yachten“. Mit ca. 250 Teilnehmern sehr gut besucht, fand im Naturkundemuseum in der Rothenbaumchaussee statt. Lernte da Herrn Christmann kennen. Hörte über die Probleme und Arbeiten für die Restauraurierung des 12er Anita und habe meine Hilfe angeboten. Mal sehen ob sie sich melden. „Meteryachten“ müssen zusammen halten.


 

Sonnabend, 13.01.12 Habe soeben den Spiegelartikel über die sich formierenden Proteste gegen den Fehmarnbelt-Tunnel gelesen. Der Schimmelreiter , kann ich da nur sagen. In der Novelle von T. Storm wird das genau beschrieben (Stuttgart 21). Erst einmal dagegen, weil die Idee nicht von einem selbst ist und weil es in der Vergangenheit ja auch ohne ging. Alles Neue ist unsicher und deshalb abzulehnen. Angeblich wäre es in der Schweiz mit der Basisdemokratie alles besser. Durch meinen Bruder in der Schweiz kann ich da ab und zu reinschnuppern. Es ist gar nichts besser, es dauert nur länger. Das Ergebnis ist keinen Deut besser oder schlechter. In seltenen Fällen sogar extrem verheerender. Das Volk ist auf Dauer nicht klüger als deren gewählte Vertreter. Man zieht bei uns immer nur die Beispiele heran, die einer Meinungspartei gerade passen. Warum akzeptieren die Stgt.21-Gegner nun die Volksabstimmung nicht? Der größte und härteste Verteidiger des Schweizer Bankgeheimnisses, hat jetzt gestohlene Bankdaten, zum Sturz des Schweizer Nationalbankpräsidenten, verwendet. Was er vor einem Jahr noch mit Nazi-Methoden der Deutschen beschimpft hat,machte er jetzt selbst. So schnell geht das. ... auch in einer Basisdemokratie wird nur mit Wasser gekocht.

Donnerstag, 12. Januar 12, Zahlen hatten wir genug, was gab es sonst noch. Natürlich unser Bundespräsident, da kommt man nicht drumrum. Aber auch jede Torkshow behandelt das Thema, warum nicht auch ich? Also, ran an den Stammtisch: Ist ein Berufspolitiker für so ein Amt geeignet, auch noch so jung? Können Menschen die ihr Leben lang nur Politik in eine Richtung gemacht haben, überhaupt neutral und vertrauenswürdig sein? Wie oft mußten sie (die Politiker) kraft ihres Amtes, auf anderen rumhacken und schlecht machen? Wie glaubwürdig können die dann noch für große Reden sein? - Wohl kaum noch, glaube ich fast. Wären dafür nicht gestandene Wissenschaftler, Schriftsteller, Richter, o. ä., politisch unbeschriebene Blätter, viel besser geeignet? Obwohl natürlich Köhler, mit seiner mangelnden Standhaftigkeit, obwohl er nur die Wahrheit gesagt hat, auch kein leuchtendes Beispiel dafür ist. Oder: will man in Wirklichkeit die Merkel treffen mit Wulff als Vehikel? Wird vielen die Merkel, mit ihrer ruhigen, bestimmten (wissenschaftsähnlichen sehr abwegenden Vorgehensweise) und gar keiner politischen Hektik betriebenen Politik, treffen? Welche Gründe könnten dafür sprechen? Wenn sie schon keine Breitseite bietet, schießt man halt auf die tolpatschigen Begleitschiffe. Es könnte nur sein, daß Angela damit noch mehr Vorsprung gewinnt und immer uneinholbarer für ihre politischen Gegner wird.


 

Sonnabend, 07. Januar 12 , eigenartig, von einer Sekunde auf die andere ist das alte Jahr rum und wir müssen uns an eine neue Zahl gewöhnen. Schauen wir mal nach was die Zwölf bedeutet: 

In China: Zwölf Doppelstunden des Tages; zwölf Monate des Mondkalenders; zwölf chinesische Tierkreiszeichen , die 11 kommt im chinesischen gar nicht vor.

Die Zahl Zwölf ist eine Zahl mit vielen Teilern: 1, 2, 3, 4, 6 und  12. Keine Zahl kleiner als Zwölf hat so viele Teiler. Erst die Achtzehn hat ebenso viele Teiler (1, 2, 3, 6, 9, 18) und erst die Zahl 24 hat mehr Teiler (1, 2, 3, 4, 6, 8, 12, 24). Die Zwölf wird  vermutlich deshalb gerne als Basis für Zahlen- und Maßsysteme verwendet.

Die Zwölf ist eine erhabene Zahl, weil sowohl 6, die Anzahl der Teiler, als auch 28, die Summe ihrer Teiler, vollkommene Zahlen sind. Gleichzeitig ist Zwölf auch eine abundante Zahl, was bedeutet, dass die Summe ihrer echten Teiler größer als sie selbst  ist, sie ist die kleinste abundante Zahl. Außerdem kann man 12 (gleich  große) Kugeln um eine weitere Kugel gleicher Größe legen, sodass alle  diese berühren, aber keine Überschneidungen auftreten; 12 ist damit die  dreidimensionale Kusszahl.

Ein zwölfseitiges Polygon ist ein Dodekagon. Das Pentagondodekaeder hat zwölf Flächen aus gleichseitigen Fünfecken und das dazu duale Ikosaeder besitzt dementsprechend zwölf Ecken. Beide zählen zu den Platonischen Körpern. Weitere Zwölfflächner sind das Rhombendodekaeder, das Trigondodekaeder und das Triakistetraeder. Das Hexaeder (Würfel) und das dazu duale Oktaeder, die beide ebenfalls zu den platonischen Körpern zählen, besitzen jeweils 12 Kanten.

Die Zahl „Zwölf“ und ihre Symbolbedeutung Die Zwölf als Lebenssymbol: Die Zahl Zwölf und ihr Vielfaches begegnet uns in allen Kulturen als eine kosmische Zahl, unsere Welt lebt den Zwölferrhythmus. Sechzig Pulsschläge pro Minute zählen als optimale Frequenz und decken sich im Gleichklang mit der Zeit. Zwei mal zwölf Stunden fasst ein Tag, in zwölf Monaten umkreist die Erde die Sonne. Zwölf Tierkreiszeichen schmücken unser Firmament. Unsere Wahrnehmung und Motorik wird durch zwölf Gehirnnerven gesteuert, unser Herz schlägt vor zwölf Brustwirbeln, unser Darm beginnt mit dem Zwölffingerdarm. Unser Skelett macht 12 Prozent der Körpermasse aus. Zwölf von 20 Aminosäuren stellt der Körper selbst her, der Rest ist essentiell. Zwölf Mittelfußknochen sorgen für Beweglichkeit und unsere Luftröhre ist durchschnittlich 12 cm lang. Der menschliche Organismus regeneriert sein Zellsystem fast vollständig innerhalb von zwölf Monaten neu. Nach der Chakrenlehre entsprechen die sechs vorderen Chakren den sechs auf der Rückseite des Menschen, wodurch dann quasi zwölf Haupt-Chakren entstehen. In der Spagyrik2 verweist die der Zwölf zugeordnete Pflanze Artemisa vulgaris (Beifuß) auf den Sinn des Lebens. Neben der Spagyrik begegnet uns die Zwölf in der Naturheilkunde bei den Schüssler-Salzen, die nach dem deutschen Arzt Wilhelm Schüssler benannt wurden. Bei den zwölf Schüssler- Salzen handelt es sich um homöopathische D-Potenzen einzelner Mineralsalze. Die Zwölf in den einzelnen Kulturen. Wie oben so auch unten, sagte Hermes Trismegistos 3000 v. Chr. Diese Erkenntnis findet sich im alten Orient wieder, der berühmt war für seine Kenntnisse in der Astrologie. Dort galt die Zahl Zwölf als kosmische Zahl der Vollkommenheit und war heilig. In der griechischen Mythologie begegnet uns die Zwölf neben zwölf Gottheiten (siehe unten) und zwölf Titanen in den symbolischen Arbeiten des Herakles sowie seinem Vorgänger, dem babylonischen Gilgamesch – mit dem Unterschied, dass dieser durch zwölf Heldentaten seinen tiermenschlichen Freund Enkidu unsterblich machen wollte, während Herkules Buße tun und die Unsterblichkeit für sich selbst erringen wollte.

Das ist natürlich nicht alles, aber immerhin, das soll erst einmal eine andere Zahl nachmachen.Bitte keine Bewunderung, das alles habe ich eben auch erst in Wikipedia gefunden - und es auch nicht verstanden.  Dennoch, sehr interessant. Fest steht, daß es ein besonderes Jahr wird, so oder so. Gibt es da nicht auch die: “ 12 Geschworenen” und die “ 12 Apostel” ?  So das reicht erst einmal für das neue Jahr,    ... und wer es noch nicht gehört oder gelesen hat, --- alles Gute , usw.

 

Das Jahr 2011

Freitag, 23. Dezember 2011, nun ist es so weit, alle Nikoläuse sind abgearbeitet, die Weihnachtspost auf dem Weg oder bereits angekommen. Hedi hat die letzten Einkäufe gemacht, obwohl die Geschäfte am Heiligabend bis 21 Uhr geöffnet haben. Hedi bekommt ihren Husten nicht weg und ich habe seit gestern kräftige Zahnschmerzen. Zum Glück war mein Zahnarzt heute morgen da, der mir mit Antibiotika helfen konnte. Wir fahren am 27. nach Bad Windsheim in das Solebad. Für die Partout habe ich das Ruderblatt um ein Drittel verbreitert um etwas mehr Ruderdruck zu bekommen. Jockel hat mir von dem Vorhaben, Backstagen zu montieren abgeraten, probiere es also weiter ohne. Segele ohnehin überwiegend binnen. Das Jahr flog nur so vorbei, man bekam es fast nicht mit. Vermutlich wegen der vielen Arbeit im Club. Nächstes Jahr will ich auf jeden Fall mehr segeln und dazu einen Beitrag von Erich Kästner:

Spruch für die Silvesternacht

 

Man soll das Jahr nicht mit Programmen

beladen wie ein krankes Pferd.

Wenn man es allzu sehr beschwert,

bricht es zu guter Letzt zusammen.

 

Je üppiger die Pläne blühen,

um so verzwickter wird die Tat.

Man nimmt sich vor, sich zu bemühen,

und schließlich hat man den Salat.

 

Es nützt nicht viel sich rot zu schämen.

Es nützt nichts, und es schadet bloß,

sich tausend Dinge vorzunehmen.

Laßt das Programm!

Und bessert euch drauflos!

 

 

Freitag, 25. November, zu schönes November-Herbstwetter, zu trocken. Befürchte, daß das alles im Dezember nachgeholt wird, wenn der Durchschnitt erhalten bleiben soll und das hat er immer getan. Jeden Abend Diskussion um den Euro. Alle fordern Disziplin … , vor allem von den Anderen! , und jedes Jahr werden neue Schulden gemacht. Gestern neuen Laserdrucker gekauft, der Tintenstrahl kostet einfach zu viel Tinte. Und bei Fremdfabrikaten verstopfen die Düsen. Laser ist bei sw und das macht 90% meines Druckvolumens aus, wesentlich billiger. Aber die Farbdrucke sind nicht akzeptabel, deshalb jetzt zwei Drucker. Laufe jetzt wieder jeden Tag eine Stunde, um mich etwas fit zu halten.

 

Mittwoch, 16. November, komme geschockt aus dem Club. 3 m3 Wasser aus unseren Tanks für den Winter, sind verschwunden, wie auch letztes Jahr. Ein Rätsel, daß einem auf den Magen schlägt. Freitag wollen wir nachfüllen und beobachten. Letzten Sonntag im Lunchkonzert beim Hessischen Rundfunk. Sind dann in der Mitarbeiterkantine gelandet für 11, 50 Euro, statt, 54,- Euro. Hat uns hervorragend gemundet Ein sehr preiswertes Sonntagsvergnügen. Ob sich die Finanzmärkte jetzt beruhigen, ich vermute eher nein. Die Gewöhnungsphase ist noch zu kurz. Berluskoni hat ja bereits Rache angekündigt, vielleicht werden ihm die Italiener wieder folgen, ich bin gespannt. Die Spezialisten munkeln ja etwas von 5 Jahren, bis zu einer Entscheidung. Bis dahin werden sie (die Politiker) alles versuchen den Euro in seiner jetzigen Form zu retten, ein Wunder wäre das. Die Kulturellen Unterschiede sind einfach noch zu groß. Stellen wir uns Berluskoni als unseren Regierungschef oder Präsidenten vor, ... und auf diese Möglichkeiten würde das ja letztlich hinauslaufen.

 

Freitag, 28. Oktober, wunderbares mildes Herbstwetter, immer noch fast jeden Tag im Club, morgen ist der erste Herbstarbeitsdienst. Vielleicht beruhigt sich nach dem Wetter nun auch der Geldmarkt im Euro. Vom Wichtigsten, nämlich die verschuldeten Haushalte als Verursacher, spricht natürlich, außer den Banken, kein Politiker. Darüber, daß die Regierungen und Regulierungsbehörden alle Staatsanleihen, auch Griechische, als Mündelsicher eingestuft wurden und die Banken dafür kein Eigenkapital dagegenhalten mußten, weil die Anlagen dem Eigenkaiptal gleichgesetzt wurde, spricht natürlich auch niemand. Man hat die Schuldigen und damit kann man sehr gut leben. Der Zorn der Wähler ist in die vermeintlich richtige Richtung abgelenkt, das ist die Hauptsache. Die Zeltlager vor den Banken werden beklatscht. Das ist jedoch für mich der Beweis, daß es immer so weitergehen wird, das Papiergeld ist nicht das Papier wert worauf es gedruckt ist, weil es auf Versprechen von Politikern beruht, die nur für vier Jahre gewählt sind und trotz gravierender Fehlentscheidungen ohne Risiko mit guter Pension in den Ruhestand gehen. Der Wähler muß für seine Rente aber ca. 40 Jahre ansparen, daß sind 10 Politikergenerationen unterschiedlichster Couleur. Ich weiß natürlich auch keinen besseren Weg, aber ich sehe die Risiken.

 

Freitag, 14. Oktober. Heute die Seiten auf Fusion 12 umgestellt. Erst Probleme, nachdem ich die Hilfe-Anleitung studiert habe, problemlos. Mußte viele unbenutzte Assets löschen, dann lief alles reibungslos, ich bin selbst erstaunt. Das für heute.

 

Freitag, 07. Oktober. Nicht ohne Grund melde ich mich erst jetzt wieder. Jeden Tag im Club, dazwischen Urlaub und Geschwistertreffen, Club- und Herbstregatta, abends keine Lust mehr. Gedanklich immer am Kran und Kleinigkeiten im Club. Auch mit der 60-Jahrfeier beschäftigt. Nun ist es geschafft. Der Kran steht, ist werkseitig abgenommen und die ersten Boote sind schon aus dem Wasser. Gesegelt bin ich selbst nur im Urlaub mit der Partout, kam in Ffm nicht ins Wasser, mangels Kran. Nun steht noch der Herbst-Arbeitsdienst an, dann geht das Jahr schon zu ende.Das gute Wetter die letzten Wochen hat uns die Arbeit natürlich erleichtert, die Vorboten des Herbstes haben sich allerdings bereits angekündigt. Vor einigen Jahren noch habe ich immer Mitte September meine Wintersachen aus dem Keller geholt, die letzten Jahre erst Mitte Oktober. Meinen Polarkombi für´s Segeln, habe ich schon seit 10 Jahren nicht mehr gebraucht, es tut sich also was mit dem Klima.

 

Sonntag, 10. Juli. Gestern Abend kam was kommen mußte, die Fauen haben verloren. Aus der Sommertraum. Nicht daß ich es gewußt habe, aber befürchtet. Diesem Druck konnten sie nicht standhalten. Der Pokal war von den Medien bereits fest vereinnahmt, er mußte nur noch abgeholt werden. Kam mir vor wie Ungarn 1954 in Bern. 15 Spiele ungeschlagen, da mußte eben auch noch das 16. her. Die Rechnung ohne den Gegner gemacht. Auf den Boden der Tatsachen geholt. War es die fehlende überragende Spielerin, wie früher die Birgit Prinz es war? Das Spiel über die Außen hatte mich immer begeistert, was ich bei dieser Weltmeisterschaft fast völlig vermißte. Die überwältigende heimische Kulisse, die Vorschußlorbeeren, ... letztlich der Kopf? Nicht schlimm, im Gegenteil, der Absturz in den Alltag wird bei weitem nicht so hart ausfallen, ... alles hat eben auch seine Vorteile. Nächstes Jahr steht ja bereits Olympia an. Nach der Niederlage ist vor dem Sieg.

 

Montag, 04. Juli 11, Endlich Regen und kühleres Wetter. Hatte Bedenken, daß Petrus alles in wenigen Tagen nachholt, was er in den letzten 8 Wochen zurückgehalten hatte. Viel Aufregung in den letzten Wochen wegen Griechenland, was ist wahr was nicht, wie lange hält der Euro? In den ernstzunehmenden Informationen der letzten Wochen, rechnen viele Fachleute damit, daß sich die Eurozone nicht von den Defiziten erholen wird, im Gegenteil, die Schulden werden sich so summieren, daß wir spätestens in den zwanziger Jahren mit einer Währungsreform und der Auflösung der Eurozone rechnen müssen. Daraus entsteht dann eine kleine Kernzone mit gleicher Gesetzgebung, Verzicht auf Souveränität, bei sich ähnelnden Mentalitäten. Voran geht natürlich eine entsprechende Inflation. Ein plötzliches Auseinanderbrechen ist wohl nicht vorstellbar. Ich halte das nicht für besonders dramatisch oder unvorstellbar. Bei der Zusammenführung von so vielen unterschiedlichen Mentalitäten kann das gar nicht beim ersten Mal klappen. Auch dabei sind Lernvorgänge nötig. Irgendwie muß man anfangen und wer kennt da schon den richtigen Weg. Kommt Zeit kommt Rat. Daß dabei einige Wenige immer alles schon vorher gewußt haben, ist auch nicht wirklich neu. Verhindern ließe sich das alles mit der schnellen Angleichung der Steuer- und Sozialgesetzgebung sowie das Arbeitsrechtes und die Koordinierung der Verteidigungsausgaben in der Eurozone. Weil das aber wegen Abgabe der Souveränität absolut unmöglich ist, passiert da nichts. Was mir nicht ganz klar ist: Alle Politiker wissen, daß das der einzige Weg in die Zukunft ist. Trotzdem getraut sich kein Politiker diese glaubhaften und vertrauenschaffenden Wahrheiten als Vision und Programm in eine gesicherte Zukunft auf seine Fahne zu schreiben und sich als Führungsfigur zu profilieren. Viel im Club gewesen, Neuer Kran wirft immer neue Probleme auf.

 

Sonntag, 08. Mai 11, Tag der Befreiung, längste Periode ohne Krieg. Ist uns das bewußt? Der Alltag überholt uns, für den Blick zurück haben wir keine Zeit. .... Im April über Ostern, 14 Tage in der Schweiz, in Bisikon/Effretikon. Was uns wieder besonders aufgefallen ist. Angenehme Provinz - Athmosphere. Von Jedem wird man begrüßt und dazu noch freundlich. Die Autofahrer fahren sehr diszipliniert, wegen hohen Strafen bei Verstößen. Geschwindigkeitsbegrenzungen werden genau eingehalten. Natürlich sehr sauber und Landschaften wie aus einer Märklin - Ausstellung abgemalt. Man kommt sich vor wie in einer heilen Welt. Wenn man jedoch die Zeitung aufschlägt, liest sich das ganz anders. Wenn man das Titelblatt überschlägt, weiß man nicht ob es die “Süddeutsche”, die “Allgemeine” oder die “Züricher” ist. Haargenau die gleichen Themen! Absolut verblüffend, oder sogar selbstverständlich? Auch dort wachsen die Bäume nicht in den Himmel, wenn es auch manchmal so scheint.

Hatte dort schon einmal in einem Roman geblättert: dtv, Herbert Rosendorfer, “Briefe in die Chinesische Vergangenheit”, ein Bestseller. Sehr gut geschrieben, eine versteckte Gesellschaftskritik, die in sehr viel Humor eingebettet ist. Noch nie so viele Absätze Hedi vorgelesen und herzlich gelacht. Sehr empfehlenswert, sehr kurzweilig, zum Schmunzeln und mehr!

Im Club steht eine sehr bewegte Zeit bevor, “stressig” würde man auf Neudeutsch sagen. Alter Kran defekt, neuer muß aufgestellt werden, Vorher Abbruch das alten Fundamentes, ausgerechnet, wenn ich zur Hessenregatta bin. Anschließend unser Jazz-Konzert am 19.6., dazwischen die Clubregatten.

 

Donnerstag, 30. März 11 Schlüsselerlebnis in Norderney: Kommen bei einem Spaziergang auf der Promenade mit einem geringfügig jüngeren Ehepaar ins Gespräch, die aktuellen Themen. Ich gab zu bedenken, daß ich/wir nur wenig dazu beitragen können die Menschheit zu retten, wir müßten auf zwei Drittel unserer Gewohnheiten und “Luxus” verzichten. Wir, Hedi u. ich, haben uns mit der Unauflöslichkeit unseres menschlichen Daseins abgefunden. ... Da sah er mich vorwurfsvoll an und wies auf die strahlenden Kinderaugen hin, für die man alles tun und erhalten müßte, u.s.w.. Daraufhin fragte ich ihn was er tun würde, wenn er seinem Enkel ein Fahrrad schenken will und die strahlenden Kinderaugen auf das 1000 Euro teure Stück blicken würden und nicht auf das für 300 oder 400 Euro teure Stück, ... denn das macht es ja aus, wenn wir von Verzicht reden ... und wo sollen wir anfangen, wenn nicht bei der Kindern?!. Darauf sah er mich erst, auch mit großen Augen, an und zuckte dann mit den Schuldern. Mit anderen Worten, wir wissen gar nicht um was es wirklich geht und werden die Halbwertzeit der Menschheit immer schneller verkürzen, unausweichlich, weil es in unserer Natur liegt. Der Neandertaler kam ca. 160.000 vor Chr. auf, ich glaube nicht das wir das noch einmal schaffen, was die Mutter Erde vermutlich nicht stören und auch nicht beeindrucken würde. Sie wird sich sehr schnell von der “Homo sabitis” erholen. ... Aber gemach, dann kommen wieder Andere und alles fängt von vorne an. “Von Menschen und anderen Tieren”, eine traurige, aber vermutlich wegweisende Lektüre. (siehe unter -gelesen-) Man kann natürlich nicht alles gut heißen was der Autor darin so entwickelt. Aber wenn der Mensch so vernunftbegabt ist und danach handelt, warum baut er dann Atomkraftwerke, greift in den einen Bürgerkrieg ein, in den anderen nicht, und warum haben wir 40% Nichtwähler, wenn wir gleichzeitig Jagtbomber schicken um Wahlen durchzusetzen, zu denen dann keiner geht? Das soll man verstehen, ich nicht.

 

Dienstag, 28,03.11, aus Norderney zurück, haben zwei Wochen sehr frische Luft genossen. Nicht einmal die Schirme aufgespannt oder den Ostfriesennerz ausgepackt. Habe gelernt, daß N. das erste Seebad an der Norsee-Küste war, 1800 und kurz darauf Staatsbad, die Sommerresidenz der Hannoveraner. Mit Konversationshaus und Spielbank. In den nächsten Jahren bereits über 500 Gäste, die im Regelfall mehrere Monate blieben, schon allein wegen der komplizierten und mühseligen Anfahrt. Heute über 200.000 Gäste mit über einer Million Übernachtungen, bei ca. 6000 Insulanern. Wir waren sehr überrascht, alles vom feinsten, von den Uferbefestigungen bis zu den reichlich vorhandenen Toiletten. Davon in kürze mehr. ... Guttenberg, Erdbeben, Tzunami, Libyen, Wahlen. Ein Urlaub der uns auf Trab hielt, nach den Spaziergängen am Starnd und durch die Geschäfte. Guttenberg: Ich weiß nicht warum, ich bin froh, daß er weg ist, wenn das die sogenannten neuen Politiker sind, die sich das Volk/Wähler wünscht, dann gehöre ich zu eine Minderheit. Japan: “Der Mensch und andere Tiere”, das Buch kann ich nur jedem empfehlen. Wir werden ausschließlich von unseren Gefühlen gesteuert, der Verstand setzt, wenn überhaupt, erst ein, wenn es zu spät ist. Siedlungen auf auf sprudelnden Vulkanen oder zumindest an den Rändern. Ich habe mich auch von Beurteilungen der Atomtechnik und deren Beherrschbarkeit einlullen lassen. Nach einem Erdbeben kann man alles wieder aufbauen, .. bis zur neuen Zerstörung, das kann man aber nach einem Supergau in einem Atom-Reaktor eben nicht, das macht den Unterschied, ... um das richtig einzuschätzen bedurfte es leider erst dieser Katastrophe, deren Ausgang noch lange nicht klar ist. Wahlen: Ich habe mir diesen Ausgang gewünscht, obwohl ich bisher immer eine Farbe gewählt habe, die gar keine ist. Die Grünen sind zu bedauern. Sie werden sich jetzt als Elite fühlen, die alles besser wissen und voraus gesagt haben, das wird ihnen noch bitter aufstoßen. Die Bevölkerung weiß noch gar nicht was sie da gewählt haben. Um die langfristigen Ziele der Grünen zu erreichen, müssen wir auf zwei Drittel unseres täglichen Bedarfes verzichten oder bei Erhaltung des gleiche Lebensstandards die Weltbevölkerung auf ein Drittel des jetzigen Bestandes reduzieren. Kurzfristig werden sie an ihrer eigenen Klientel scheitern, weil die keine neuen Stromtrassen und Windräder in unmittelbarer Nachbarschaft zulassen werden. Der CO2-Ausstoß wird um ein vielfaches steigen, genau das Gegenteil, was sie eigentlich wollen. Ich mache schluß, nicht alles auf einmal.

 

Freitag, 25.02.11, interessante Woche, die Angst machen kann, aber nicht muß. Libyen, Guttenberg, Dax. .. Nach Gaddafi, was wird dann? Daß sich das in Ägypten so schnell beruhigt hat, halte ich für ein Wunder, aber W. wiederholen sich nicht. Ist es ein Vorteil für Israel, wenn die Geldgeber der Palestinänser ausfallen? Guttenberg ist gestürzt oder nur gestolpert? Andere vor ihm sind wegen Lapalien gefallen. Gegen ihn besteht zumindest ein erheblicher Anfangsverdacht. Er gibt nur das zu was er unbedingt muß, Im Gegenteil er versucht seinen peinlichen Rückzug sogar noch als besonders ehrenwert und glaubhaft zu verkaufen. Das macht mir am meisten Angst. Ein/unser Volk hebt eine Charismatiker in den Himmel, der noch nichts geleistet hat, nur Sündenböcke entlassen hat, um seine Haut zu retten. (3 Jahre in der Politik kann ja wohl noch kein Lebenswerk sein) Wie leicht sind wir zu verführen? - vermutlich sehr leicht. Ein “Führer-Typ” ist eben nicht angreifbar. Erworbenes Grundvertrauen, vermutlich mit der Aussage: “In Afghanistan herrscht Krieg”) Hat er das ganze Volk - und die Bildzeitung, hinter sich gebracht. Die Kanzlerin benötigt ihn um eine unpopuläre Reform durchzupeitschen die keinerlei Konzept hat. Sie nutzt ganz geschickt seine Popularität, - nur wie lange hält das? Ich bin gespannt, sicher nicht mehr lange. Heute hat der Nachfolger seines Doktorvaters öffentlich geäußert: “Guttenberg ist ein Betrüger”. Der Dax fällt. Nicht schlimm, Gelegenheit zum Nachkaufen, sofern man hat. Da die Gelddruckmaschinen (in der EU unkontrolliert) bereits heiß laufen und die Anleger in Sachwerte investieren werden, muß man nur Geduld haben. Bezeichnend: Die einen behaupten der Dax geht bis auf 12.000 , andere sehen ihn bei 1.000, man isz sich also fast einig. Augustinus im Streit mit Julian. Hochinteressant: Erbsünde, Sexualität, Frauen. Lt: Augustinus - ganz verkürzt - sucht Gott einige Auserwählte aus, die seine Gnade empfangen, alle Anderen kommen ins Fegefeuer, weil Adam mit seinem Samen ein für alle mal die Sünde an alle seine Nachkommen (die ganze Menschheit) weitervererbt hat. Auch die Taufe kann daran nichts ändern, aber ev. verbessern. Seine Theorien (afrikanischer Philosoph) wurden vom Papst 420 v.Chr. anerkannt, sein Gegner Julian, der das als Quatsch bezeichnet hat, weil alle Menschen vor Gott gleich sind, wurde vom Papst verbannt. Augustinus beruft sich im Wesentlichen auf falsch übersetzte Texte von Paulus, was er aber nicht zugeben will. (verkürzt dargestellt). Wegen der weltlichen Ausschweifungen der Bischöfe, wurde 1046 das Zölibat eingeführt.

 

Sonntag, 20.02.11, Heute wieder kalt und ungemütlich, wie schon die letzten Tage, habe mich am Mittwoch im Club etwas erkältet, Bad genommen. Soeben Buchbesprechung mit Philos.Prof. Kurt Flasch, “Kampfplatz der Philosophie” werde ich mir besorgen. Gerade habe ich den Link einer Buchbesprechung gefunden: http://www.taz.de/1/archiv/print-archiv/printressorts/digi-artikel/?ressort=ku&dig=2009%2F12%2F12%2Fa0085&cHash=559b802595 Diese Woche im hr2, Mathematik/Phys. Prof. Harald Lesch ein Mann der die Math. und Physik unter die Leute bringen will. Gratulation. http://abenteuerforschung.zdf.de/ Nun werde ich bestätigt, daß es zwar Perfektionisten gibt, aber keine Perfektion, auch keine Wahrheiten, überall sind Fehler und Abweichungen eingebaut, sonst gäbe es kein Altern und wir würden nicht sterben. Das Sterben hat mit dem Zerfall der Atome zu tun. Kleine Abweichungen in den Schwingungen, auch die Urbausteine der festen Materie bestehen nur aus Schwingungen, lassen uns altern und sterben, was ein Glück. Noch eins: Wissenschaft kann nur beweisen wie es nicht ist, nicht wie es ist! Die Erkenntnis wie es wirklich ist, wird sich immer weiter entwickeln und verändern. Getreu “des Gebetes des älter werdenden Menschen”, von Theresia von Avila: .... 7. Absatz: “Lehre mich die wunderbare Weisheit, daß ich mich irren kann. Erhalte mich so liebenswert wie möglich.” (!515-1582)

 

Montag, 14.02.11, ich bin immer erstaunt, wie naiv mir die vielen Kommentare, auch wieder Ägypten, vorkommen, oder bin ich es selber? Ganz wenige getrauen sich den Finger auf die Wunde zu legen und machen in Optimismus. Nun stellt sich heraus, daß man vermutlich den Falschen wegdemonstriert hat. Die Macht lag nicht bei Mubarak, sondern beim Militär, er war nur der Repräsentant. Dem Militär und den Generälen gehört wohl halb Ägypten, lassen die und ihre Clans sich abwählen? Ägypten hat weniger als 10% vom Inland-Bruttosozialprodukt von Israel, auf die Bevölkerung umgerechnet und der überwiegende Anteil davon ist in den Händen des Militärs und pensionierter Generäle! Ägypten ist ein bettelarmes Land. Sollen die Frösche den Sumpf austrocknen? Das ist noch lange nicht zu Ende, aber vielleicht irre ich mich, hoffentlich.

Samstag, 11.02.11, Man kann gar nicht anders, Kairo ist überall, in diesen Tagen. Ich muß da immer an 1989 denken. Um so größer der Jubel, um so stärker der Katzenjammer. Wie “um Gottes Willen” will man jetzt innerhalb eines halben Jahres, aus einer feudalen, eine demokratische Gesellschaft zaubern. Selbst bei uns in Deutschland gibt es mehr Demokratieskeptiker als Befürworter, der starke Mann muß her, vermutlich den, den man gerade verjagt hat. Die einzelnen Familienstrukturen sind noch komplett patriarchalisch, auf Ehrenkodexen beruhenden Verhaltensweisen aufgebaut, daß ein schnelles Umdenken undenkbar erscheint. Machtwechsel ohne Gesichtsverlust sind in dieser Gesellschaft noch nicht vorgesehen und werden deshalb auch ohne erbitterte Kämpfe nicht stattfinden können, was aber in Demokratien Voraussetzung ist. Wird die unabdingbare Gewaltenteilung eingeführt und dann auch praktiziert werden? Ich glaube nicht. Ob das den Ägyptern bewußt ist? Diese fundamentalen Bewußtseins- und Verhaltensänderungen werden Generationen dauern. Von der Rolle der Religion ganz abgesehen. War den Ostdeutschen, ich komme selbst aus Leipzig, bewußt in welche Wettbewerbsgesellschaft sie sich hineindemonstriert hatten? Wohl kaum, entsprechend groß war der Frust. Es ist ein Anfang, mehr nicht, alles ist offen. Wer soll eigentlich den vielen jungen Leute Arbeit geben? Hoffen wir das Beste. Eins soll wohl wahr sein, die Verknappung und Verteuerung der Oelreserven heizt die Börsen an, profitieren werden wir.

 

Mittwoch 09. 2. 2011. Interessante Sendung hr2, Evolution. Der Mensch unterscheidet sich auch damit von anderen Lebewesen, daß er am besten schwindeln/lügen und täuschen kann. Wer das am besten kann, ist am erfolgreichsten. Chinesen z.B. verachten Partner, auch Geschäftspartner, die diese Technik nicht beherrschen oder anwenden. Sie gehen davon aus, daß der Partner das weis und genau so macht. Ich denke da an “die Lüge in der Politik”, dieses Thema füllt ganze Bibliotheken. Ich glaube eher, daß man die nur selten nachweisen kann. Frauenquote in den Vorstandsetagen. Natürlich ist es immer problematisch, wenn man sich als Mann dazu äußert, dennoch. Wer zahlt die Gehälter der erzwungenen Ernennungen zur Erreichung der Quote, wer haftet für die Entscheidungen dieser armen Frauen? Es geht da oft um Zehntausende von Arbeitsplätzen. Wenn eine Aktionärsversammlung seine Vorstandsmitglieder bestätigt und die Firma geht in die Knie, ist das deren Sache. Was ist aber, wenn ein Gesetz das Geschlecht dieser Personen vorschreibt? Ist das Sozialismus? Wo ist die Quote im öffentlichen Dienst? Sind die Grünen eine bessere Partei weil sie eine Quote von 50% haben? Aber, ... vielleicht sind das auch überholte Gedanken und Vorstellungen aus der gewohnten Männerwelt.

 

Dienstag, 08.02.2011. Sonntag Nachmittag, 90zigster Geburtstag von Gustl gefeiert. Der Stammtisch richtete das aus, weil der Kandidat keine Geschenke wollte, gute Idee. Wieder interessante Stammtischgespräche. Gejammer: “ wie schwer es die jungen Leute heute haben”, mir sind die Tränen gekommen, “früher wäre alles besser und billiger gewesen”. Als ich fragte: “wie lange er 1965 für ein Brot und eine Waschmaschine hat arbeiten müssen?” , war er erst erstaunt und dann perplex. Nämlich drei bis 10 mal so lange wie heute. Daß ich mein Auto verkaufen mußte, um mir eine Jolle leisten zu können, ... und heute? ... haben viele zwei Autos, zwei Boote, Haus oder Eigentumswohnung. Ja aber ..., “Die jungen Leute müssen zu viel arbeiten, die Armen”. “Willkommen China!”, kann ich da nur sagen. Wenn das so weiter geht, wird die Hauptstatt von Europa in 50 Jahren Peking heißen. Wenn die Deindustrialisierung so weiter geht, kann man sich das sehr gut vorstellen.. Wenige wollen noch einen ingenieur- oder naturwissenschaftlichen Zweig studieren, weil man da etwas nachrechnen könnte, sondern lieber, ein Fach im sozialwissenschaftlichen Bereich, da bleibt immer alles offen und unbestimmt. Technik macht Angst, da könnte etwas schief gehen, lieber philosophieren, da bleibt alles offen ... und was kümmert mich meine Meinung von gestern. Der Zeitgeist hat das Gefühl, nun genug geleistet zu haben, alle wollen nur noch ernten, auch schon die jungen Leute. Warum anstrengen, wenn doch bereits alles da ist? Vermutlich eine Art evolutionärer Vorgang, somit haben auch Andere einmal die Chance des Überholens. Aber, vielleicht sehe ich zu schwarz, hoffentlich.

Morgen Abend jedenfalls erst einmal zu einem kleinen Jazz Konzert mit Rainer Heute, was seine kleine Band bei einer Neueröffnung einer Weinhandlung in Eschborn gibt, wir freuen uns.

 

Sonnabend, 05.Februar 2011, Mildes Februarwetter, heute 1 St. gelaufen. Gestern JHV im Club. Eine der schnellsten der letzten Jahre, genau 1 1/2 Stunden. Mit gutem Besuch von 48 Mitgliedern, ein Drittel des Mitgliederbestandes, das soll uns mal einer nachmachen. Ein Spiegelbild der guten allgemeinen Stimmung im Club. Weiter im FYC.

 

Donnerstag, 27.01. 11, gestern mit Bus in Düsseldorf auf der Interboot gewesen. Immer wieder interessant, wenn sich auch die persönlichen Interessen verschieben. Hedi fragte mich heute morgen, was mich besonders interessiert hätte oder aufgefallen wäre. Zusammengefaßt habe ich folgendes geantwortet: 1. Die vielen neuen sportlichen 17/18 ft. Yachten zwischen 5,50 bis 6 m-Boote. Die 5,5 meter-Klasse, Mini-Cuper, sind besonders beliebt. Bei Winndstärke 3 kommen die bereits ins gleiten und laufen angeblich von 11 bis 20 Knoten, wenn es aufbrist. Das war ganz spannend.19 bis 25.000,- Fast alles aus polnischer Produktion, macht einen sehr guten Eindruck. Euro 2. “Class 2 M” Ein neues offenes Kielboot, 7,5 m, aus La Rochelle (FR). Ganz modernes, aufgekantetes Unterwasserschiff im Heckbereich, selbstlenzend, 450 kg, 27 qm Segelfläche, ich war begeistert. Euro 40.000,-. 3. Das immer wieder von mir bewunderte 12 ft. Dinghy aus Mahagoni und Eiche, von einer Werft in Litauen. Euro 10.000,-. 4. Modellsegelboote, für 198,- Euro bekommt man bereits ein absolut segelferiges Boot (Open 60 Classe) für 198,- Euro, einschließlich Lagerbock ! Damit könnte man im Club herrliche Matchrace-Regatten veranstalten und das sehr preiswert. - Immer, wenn man mal nachmittags müde wird auf den Beinen, findet man etwas Hochinteressantes, was alles Andere vergessen läßt.

 

Dienstag, 25.01.11 Sitze nun seit ca. 4 Wochen am PC, heute die letzten Seiten vom FYC fertig. Muß am Text noch viel feilen und ergänzen. Hatte die Jahre versehentlich alle gelöscht, nun muß die Erinnerung her. Morgen mit dem Buß nach Düsseldorf auf die “Interboot”. Im Club ist nun alles soweit wieder i.O. Der höchste Stand am 19.01. hat den Clubraum nicht erreicht, nur den Spindraum. Viel Schlamm in der Werkstatt, dem Geräteschuppen und auf dem Slip.

 

Montag, 17.01.11. Zwei große Erleichterungen. 1. Bin jetzt mit der Homepage wieder im reinen. Hatte 14 Tage lang große Probleme wegen einem kleinen Fehler. Mein Programm Fusion 11 hat die “index html” - Seite nicht im Hauptverzeichnis gespeichert, sondern unter “Lokaler Publikation”. Damit konnte der Besucher die Seite im Server nicht erkennen und abrufen. Das hat mich ca. 100 Stunden am PC gekostet. Dreimal Programme geladen und die komplette Homepage 3 mal neu aufgebaut. Nun steht sie wieder. Die Seiten vom FYC muß ich ganz neu machen, auch die Texte, sie sind bei dem vielen hin und her kopieren und löschen verloren gegangen. Die zweite: Noch hatten wir im Club nur ein kleines Hochwasser im Spindraum, nun soll diese Nacht die zweite Welle folgen, sind gespannt, in den Räumen ist alles vorbereitet.

 

Sonnabend, 01. Januar 2011, Ich begrüße die Besucher im neuen Jahr 2011. Nun sind bereits die ersten 10 Jahre des neuen Jahrhunderts Geschichte, so wie das im September geschriebene auch. Ich sitze seit Mitte Dezember an einem neuen PC Windows 7 und versuche alles wieder ins Reine zu bringen. Wegen meiner vorangegangenen übliche Sorglosigkeit, eine heiden Arbeit. Habe aber dabei die Homepage neu gestaltet. Den Text konnte ich retten, alle Bilder neu eingestellt und Text neu formatiert. Wenn man das alles vorher gewußt hätte. Habe zusätzliche Zeit gewonnen, weil die Weihnachtsfahrt in die Schweiz wegen dem unsicheren Wetter ausgefallen ist. Gestern schönen, kurzweiligen Silvesterabend im Club verbracht, nun steht bereits das Sauerkraut für die hoffentlich nicht ausgehenden Scheine und das Erbsenpüree, für das nötige Kleingeld, auf dem Ofen. Draußen neblig mit nieselndem Schnee bei um die null Grad. 

 

Das Jahr 2010

Freitag 12. November 2010, Video vom Bootswaschplatz im Internet. Habe heute eine interessante Entdeckung gemacht. Als ich 2005, unsere ersten Anläufe für den Bootswaschplatz machte, fand ich keine Einträge bei „Bootswaschplatz“. Meine Frage danach im Yacht-Forum, wurde mit “Spinner” und ähnlichem beantwortet, nur einer aus Berlin hat vernünftig geantwortet und mir tatsächlich etwas weitergeholfen. Heute finde ich auf der ersten Seite von Google bereits 11 Einträge mit interessanten Beiträgen. Nun die Frage: Sind das alles nur neue Einträge oder hat sich da in den letzten Jahren tatsächlich so viel getan?  

 

Mittwoch, 10. November 2010, sitze seit zwei Wochen am PC wegen der “Blauer Flagge” für den Club, heute die vorletzten Anlagen mit Fotos und erklärenden Texten erstellt. Treffen uns heute im Club wegen den noch fehlenden, auf den neuesten Stand zu bringenden Plänen für Haus u. Gelände. Die letzten Wochenenden für die Arbeitsdienste unterwegs gewesen, zwischendurch den Zauberer bei Freunden zu Helloween, gespielt. Kinder hatten großen Respekt und ich wieder eine der seltenen Guten Taten erledigt.

 

Montag, 25. Oktober 2010, nachdem der Waschplatz fertiggestellt ist, hat sich eine neue Aufgabe ergeben. Wir hatten bei der letzten JHV beschlossen, uns um die “Blaue Flagge” für Sportboothäfen für 2010 zu bewerben. Auszeichnung von Umweltverbänden, siehe auch neue Seite. Da wir im Club keinen Umweltbeauftragten mehr haben, habe ich mich nun bereit erklärt die Beantragung zu übernehmen. 17 Seiten aufgelistete Bedingungen! Ich konnte “Gott sei Dank” Harald Reccius mit ins Boot holen. Ich werde versuchen die Beantragung auf der neuen Seite zu dokumentieren, heute Nachmittag haben wir die erste Besprechung im Club. Am 30. November ist Einsendeschluß!

 

Sonnabend, 16. Oktober 2010, Wetter die letzten Tage schnell kühler geworden, mit mehr Wind. Wareen diese Woche viel unterwegs, und sonst am PC gesessen. Filme geschnitten und aufgeräumt. Habe eine neue Seite mit “... gelesen” eingerichtet. Dabei festgestellt, daß ich zwar vieles gelesen, aber das Meiste wieder vergessen habe, deshalb mir vorgenommen, wieder von vorne anzufangen.

 

Freitag, 08. Oktober 2010, der Bootswaschplatz ist mit der “Sirene”, von G. u. Karin Wezel eingeweiht worden, wir sind etwas stolz. Ich habe vom Bau ein Video (52 Min) gedreht. Davon eine Kurzfassung von 9 Min. in YouTube unter “Bootswaschplatz” gestellt. Mindstens 50 Stunden vor dem PC.

 

Dienstag, 03. Oktober 2010, tolle Clubregatta beim Absegeln, größere Beteiligung, 22 Boote, als an unserer Herbstregatta, trotz widriger flauer Windbedingungen. Der Clubmeister kann nun ermittelt werden, Clubmeister der Jollen und Kreuzer. Vielleicht können wir nächstes Jahr in drei Klassen, zusätzlich “Offene Kielboote” Starten. Tolles Kuchenbuffet und und abschließendes Grillen.

 

Sonntag, 26. September 2010, kommen soeben aus dem Club, vom Nachmittagskaffee. Nächste Woche letzte Clubregatta für die Clubmeisterschaft. Können nun sogar drei erste Plätze vergeben für die Startgruppen: Jollen, Kreuzer und Offene Kielboote. Der Regattaleiter ist mit Gerhard Reccius auch gefunden nun noch die Besatzung für die Begleitboote finden. Irgendwie regelt sich alles. Die Seite “Bootswaschplatz” ist auch fertig. Nun bin ich an der Seite “Das Jahr 2010 im FYC”. Schluß für heute.

 

Sonnabend, 25. September 2010, wieder mal auf den “Seiten”. Seit sie mich zum Takelmeister im Club überredet haben, ist für Anderes fast keine Zeit mehr. Die Homepage habe ich heute rigoros zusammengestrichen, alle alte Zöpfe weg, hatte ohnehin keine Resonanz oder ganz wenig. Fange die Seiten des FYC ganz neu an. Dieses Jahr viel Aktivitäten im Clu. Jollenslip erneuert, die letzten Wochen einen Bootswaschplatz am Kran eingerichtet. Versuche das alles im Jahresrücvkblick zu dokumentieren. Versuche seit Tagen meinen Bericht über den Waschplatz über PDF in die Seiten zu bringen, bisher ohne Erfolg. Entschließe mich wieder zur konventionellen 1:1 -Methode.

 

August 2010: ... Und tatsächlich, haben im Urlaub in Laboe, die “Molly” entdeckt, am Liegeplatz direkt vor dem Restaurant der “Baltic-Sea-Marina”! Leider nur Filme, kein Foto gemacht. Sie ist perfekt in schuß und der neue Eigner hat viel Freude mit ihr, ... was uns natürlich auch freut.

 

Mittwoch, 28. Juli 2010, es regnet, jetzt schon seit einer Woche mit Unterbrechungen, nach einer fünfwöchigen Hitzeperiode, seit der Johanniswoche mit dem Siebenschläfer. Aber wir haben es geahnt, erst zu heiß und schwühl, jetzt zu naß und kühl..... Ich habe die ganze zeit noch an der “Partout” gebastelt, bis sie Anfang letzte Woche endlich ins Wasser kam. Drei mal gesegelt, es ist ein Genuß mit dem Boot zu segeln. Aber auch teuer genug, dieses Refit. Heute wieder eine Rechnung eingetragen, bis jetzt 35.000,- Euro ausgegeben, ob ich das jemals wieder bekomme? Eine Augenweide ist sie allemal und gut segeln tut sie dazu. Am 7. August wollen wir 10 Tage nach Laboe in die Kieler Förde fahren und die “Partout” mal richtig laufen lassen. Leider kann ich an der “German-Classic” nicht teilnehmen, weil an diesem Wochenende eine Hochzeit in Hamburg ist. Vielleicht nächstes Jahr. Für die 20. Jubiläums- Hessenregatta im Mai 2011 habe ich eine First 36,7 reserviert, YST-Zahl. 88, mal sehen.

 

Pfingstmontag, 24. Mai 2010 , seit Samstag Nacht von der Hessenregatta zurück. Am Anfang naß und stürmisch, dann kühl und trocken mit sonnigen Abschnitten. Dank richtiger Kleidung nicht gefroren. Sonntag wegen Starkwind Wettfahrt gestrichen, am Montag von Burgtiefe gleich nach Stubbeköping im Grönsund, über 50 Meilen. Erst Spinnaker, dann halber Wind, dritter Platz in unserer Gruppe mit der Hanse 311 “Hanna”, sollte das das beste Ergebnis bleiben. Schöner Segeltag. Wind 4 bis 2 Bft. Am Dienstag nach Warnemünde, mit Kurs “voll u. bei” Wind 2-3 Bft, 6. Platz in der Gruppe. Hafentag in Warnemünde kühl aber schön, sonnige Abschnitte. Donnerstag gleich nach Burgtiefe zurück, weil für Freitag wenig Wind vorhergesagt wurde. Ca. 40 sm direkt gegen an, bei 2 bis 3 Bft. 7. Platz in der Gruppe. Fuhren gleich in die Charterbasis in Heiligenhafen durch, Anleger um Mitternacht, nach einem Absacker um 01 Uhr in der Koje. Hatten dann am Freitag genug Zeit zur Übergabe. Gesamtwertung 4. Platz (!) auf dem Treppchen. Außerdem gewann ich selbst den Hauptgewinn bei der Tombola, ein GPS-Gerät 72H von Garmin! Also eine rundherum erfolgreiche Woche für die Crew. Außer mir: Kurt Oppermann, Karsten Krause und Dieter Faaß. Siehe auch Bericht Ostseezeitung und Hessenregatta.

 

Freitag, 14. Mai 2010: Lange nichts geschrieben, viel zu tun gehabt. Die Funktion als Takelmeister im Club nimmt doch mehr Zeit in Anspruch als gedacht, vor allem im Frühjahr, wenn die Saison beginnt. Außer diesem Druck im Club kam als zusätzliche Belastung der SRC-Schein (Beschränkt gültiges Funkbetriebszeugnis, nur für UKW-Anlagen) dazu. 250 Fragen auswendig lernen, dazu 28 englische Diktattexte und die praktische Prüfung mit dem DSC-Controler. Das hat Nerven gekostet. Wollte mir eigentlich keine dieser Prüfungen mehr zumuten. Wenn ich jedoch noch chartern will, ist dieses neue Funkzeugnis Bedingung, also habe ich mich entschieden. Dank einiger Nachsicht bei der praktischen Prüfung ging dann alles gut. Keiner unserer 18 Clubmitglieder ist dann letztlich durchgefallen, was wir mit einem kleinen Umdrunk am Mittwoch gewürdigt haben. Morgen früh um 5:30 Uhr starten wir nach Heiligenhafen zur Hessenregatta, übernehmen dort eine Hanse 311 “Hanna” und segeln am Nachmittag nach Burgtiefe, zum ersten Start am Sonntag. Das Wetter ist mit 10 Grad kühl angesagt, vielleicht aber günstige Winde zwischen 3 u. 4 Bft. aus NW-lichen Richtungen. Im laufe der Woche soll es etwas milder werden, die nw-liche Wetterlage soll aber bleiben. An der “Partout” habe ich die Wasserlinie begradigt und einen blauen Streifen darüber gezogen. Der Kiel wurde noch einmal etwas gekürzt und das Ruderblatt modifiziert. Für den el. Motor wurde der Akkukasten mit den Bord-Anschlüssen und dem 24V-Anschluß für den Motor fertiggestellt. Die Lithium-Eisenmangan-Akkus sind vorgeladen, nun ist nur noch die innere Verdrahtung zu verlegen. Der Mast wurde im Herbst neu lackiert, der muß wieder getakelt werden. Also wird es Anfang Juni bis sie wieder schwimmt. Das solls gewesen sein für heute, nach der Hessenregatta mehr.

 

19. Januar 2010: Neues von der “Partout” hier. Das neue Jahr rennt schon wieder und im März wollen wir für 3 Wochen zur Kur nach Borkum, also muß ich mit den Restarbeiten langsam anfangen. Außer gilt es sich für das Funkzeugnis SRC vorzubereiten, was wir in diesem Frühjahr im Club machen wollen. Leider eine Vorschrift zum Chartern. Also müssen wir nochmal das Gehirn bemühen, wenns gelingt. Ich habe mir die Fragen aus dem Internet geholt und fange schon einmal an. Es sind über 250 mögliche Fragen, deren Antworten man auswendig lernen muß. Ich habe mir zum Anfang für jeden Tag zehn Stück vorgenommen, dannl ade ich mir zusätzlich ein Lernprogramm dafür runter. Mal sehen.                    

 

2. Januar 2010, “Prosit Neujahr!” allen Lesern/Besuchern der Website und natürlich die obligatorischen Wünsche für eine “gute Gesundheit”, als Grundlage für das gute Bestehen des kommenden Jahres. Ich tippe darauf, daß es halb so schlimm wird wie allgemein befürchtet, denn, was allgemein befürchtet wird, trifft überwiegend nicht ein. Der Rest wird sich schon hinrütteln. Das neue Jahr haben wir im Club begonnen. Die “alte Garde” schrumpft immer weiter zusammen, aber Qualität geht eben über Quantität. Die Kojen sahen uns gegen 3 Uhr. Hedi hat eine Erkältung aus dem alten Jahr mitgebracht, die muß sie nun erst einmal loswerden. Von der Molly habe ich einige schöne Segelmomente in YouTube gesetzt, könnt gerne einmal reinsehen. Hier der Link:..........................http://www.youtube.com/watch?v=wchtxmeAD4A 

 

Das Jahr 2009  

Samstag, 19. Dezember 2009, Minus 8 Grad zeigt das Thermometer, der Winter ist angekommen. Nikolaus ist vorbei und Weihnachten steht vor der Tür. Wer den Nikolaus bei den Kindern in Bad Soden erleben will, klikt einfach hier:

http://www.youtube.com/watch?v=z9uRaGjcU_8 .

Das soll´s für heute gewesen sein, noch schöne Adventstage und wer mit dem Auto unterwegs ist, nicht so viel Schnee mit freien Straßen.

 

 Freitag, 13. November 09: Heute den Weihnachtsstollen gebacken, daß er Zeit hat zum Durchziehen bis zum Anschneiden. Was aus Tradition immer erst Weihnachten passieren darf. Mal sehen ob wir das bis dahin abwarten können. Bis dahin tröstet uns der Kartoffelkuchen. Die “Partout” ist unter der Haube, muß nur noch den Anhänger hochbocken, daß die Reifen entlastet werden. Die “Seggerling” Jolle wurde am Dienstag an den Brombach-See, nähe Nürnberg verkauft. Natürlich habe ich wieder ca. 1500 Euro beim Restaurieren draufgelegt, für den Käufer war es ein Schnäppchen. Morgen ist im Club Heringsessen. Die Tage sind sehr trüb und naß, ich sitze überwiegend am PC um die Videos der Reise Rund Schweden mit der Molly in 2007, zu schneiden und nachvertonen. Für mich schwierige und zeitraubende Arbeit. Mußte nach Absturz von Magix alles neu machen, nun schon das 3. Mal. Nun ist aber der erste Abschnitt der Dritten Etappe mit 40 Min. auf der DVD. Das Solls für heute gewesen sein.

 

Dienstag, 03. 11. 09 Will mich wieder mal melden. Es ist plötzlich kühl geworden, aus der kurzen Hose direckt in die Liebestöter gesprungen, aber angenehm. Dennoch habe ich mit dem Lackieren des Mastes angefangen und bin nun fertig, unter der Ausnutzung der milderen Tage, (ohne lange Unterhosen.. Beim Lackieren mit dd-Lack 15 bis 18 Grad, das ist gelungen. Nun ist er bereits eingepackt und soll den First der Winterabdeckung bilden. Auch habe ich gestern die Markierungen für den noch aufzutragenden Wasserpaß angezeichnet. Mit dem Lackieren muß ich jetzt doch bis zum Frühjahr warten. Gerüchte - Gerüchte. War inzwischen auch auf der Hanseboot, trotz eindringlicher Warnungen Hamburger Freunde, daß dieses Jahr nichts los sei und nur 2 Hallen besetzt wären. Was sich natürlich als eine Ente von Pessimisten herausgestellt hat. Es waren alle 9 Hallen belegt und alle für mich wichtigen Aussteller vertreten. Der etwas geringere Publikumsandrang war im Gegenteil von Vorteil, weil man besser an die Aussteller herankam. Das Wichtigste für mich war derEntschluß zu einem Torqeedo-Elektro-Außenborder vom Typ 801 Langschaft. Und die passenden Akkus dazu 09. Oktober 09, es gibt eine neue Seite unter “BMW Racing Cup” in Ffm, gerne einmal reinschauen. Leider konnte ich nicht alle Video-Clips unterbringen. Fotos hatte ich gar nicht so viele gemacht. Außerdem sind nun einige Bilder unter dem Link “Partout segelt” eingestellt. Das Boot ist nun aus dem Wasser und steht auf der Kranplattform um noch den fehlenden Wasserpass anzubringen.

 

Freitag, 02.10.09, Ellwangen ist eine Reise wert, besonders dann, wenn sich die Mitglieder der “ehemaligen Kantorei” treffen, 28. und 29. 09., Seit über 25 Jahren treffen sich nun die Chormitglieder zum gemeinsamen Singen und Schwelgen in Erinnerungen an die 5ziger Jahre unter dem Dirigenten Eberhard Bonitz. Zwei Tage singen und schwätzen, das ist was für Schwaben, die dann aus der ganzen Bundesrepublik anreisen. Natürlich ist damit immer auch ein kleines kulturelles Programm dabei, für die ca. 45 Teilnehmer incl. Anhang. Mehr in der Seite Kantorei Ellwangen.

 

Dienstag, 23. 9. 09, die "Partout" ist nun seit dem 16. d.M. in Ffm im Wasser. Am Wochenende die Herbstregatta des Frankfurter Yachtclub´s. Das Aufregendste war natürlich meine YST-Zahl von 117, die ich im Vergleich mit ähnlichen Booten vorgeschlagen hatte. Alle glaubten, außer ich selbst, daß die "Partout", auf Grund ihrer schnittigen Linien, allen davon segeln würde. Meine Hinweise auf das hohe Gewicht von 1 Tonne, bei sieben Meter Länge und die geringe Segelfläche von 15 qm, wurden nicht akzeptiert. Leider hatten wir keinen Wind, 0 bis 1 Bft. Dennoch konnten wir uns den Main hochquälen und die Tonnen runden. Die "Partout" fuhr natürlich nicht vorneweg, sondern, wie ich vorausgesagt hatte hinterher. Die Schönsten sind halt nicht immer die Schnellsten, Jetzt sind alle zufrieden ... bis zum nächsten Mal.

 

Freitag, 11. 09. 09 Heute vor acht Jahren lagen wir um diese Zeit, gegen 20 Uhr mit der Molly im Paradies - Hafen in Düsseldorf, auf der Rückfahrt Rhein auf vom Ijselmeer nach Frankfurt/M. Hatten erst abends von dem Anschlag in New York gehört. Das Wetter war den ganzen Tag schlecht, kühl, mit kleinen Unterbrechungen Regen und Wind gegenan aus SW. Dennoch kamen wir gut voran. An Bord waren Erne Oetken, Cousine Angelika von Groote und ich. Wir kamen die ganzen neun Tage nicht aus dem Oelzeug! Dennoch ein unvergessenes Abenteuer!

 

Dienstag, 08.09.09 Die Molly ist verkauft, die "Partout" am Sonntag getauft. Vorher war sie in Schwerin, um sich ein neues Segelkleid und die nötigen Persenninge zu holen, Segel Macherei Schwerin, bei Kati Jäger und Gunther Froese. Sehr kompetente Segelmacher, die der Partout richtig gut getan haben, natürlich auch wertvolle Tricks und Techniken für den richtigen Trimm. Bevor das möglich war, machte sie noch Station bei Familie Regge in Stralendorf bei Schwerin für Änderungen am Alu-Mast und Herstellung mit Anpassen div. Beschläge in Sonderanfertigung. Ein super Glücksfall für die Partout und mich. Sehr kompetent weil selbst Segler und sehr gewissenhafter Handwerker. Ich bin ihm sehr dankbar. Hatte dann noch die Gelegenheit die "Partout" zwei Tage auf dem Schweriner See zun testen.

 

Montag, 27. 07. 09 Die Molly ist verkauft und am 23.7. in Kappeln an den neuen Eigner übergeben. Obwohl mir das natürlich nicht bewußt war, muß mich das doch ganz schön geschlaucht haben. Bekam während der Übergabe Brechdurchfall. Abends war es dann wieder weg, konnte sogar noch, mit dem neuen Eigner, einen guten Schluck auf sein neues Boot und daß er die gleiche Freude mit ihm haben wird wie ich, trinken.

 

Donnerstag, 09. 07 09 Gestern und heute die dritte Lackierung noch einmal angeschliffen weil Ergebnis zu schlecht ausgefallen war. Wir hatten letzte Woche bei zu warmen Temperaturen, über 35 Grad in der Folienwerft, lackiert, der 2k-Lack konnte nicht verlaufen, Pinsel- und Rollenmuster und stumpf in der Oberfläche. Es sollte nicht über 22 Grad sein. Nun ist es abgekühlt, morgen der nächste Versuch. Inzwischen waren wir 6 Tage in Kappeln, haben einige Lackierarbeiten an der Molly erledigt und den Käufer kenne gelernt. Vermutlich kommt die Molly in gute besonnene Hände. Ein Catboot-Fan hat seinen Traum erfüllt, allerdings hat er noch nie ein Holzschiff betreut, aber das wird er lernen, ... muß er. Am 23.7. ist die Übergabe. Nun zur "Partout": Inzwischen ist das Deck der "Partout" fast fertig lackiert. In zwei Wochen muß sie an die frische Luft. Dann kommt sie an den Kran, daß das Unterwasserschiff fertig mit "Coppershield" beschichtet werden kann. Außerdem muß ich den Anhänger neu zulassen. Am 10.8. ist Termin in Schwerin, da werden von Froese die neuen Segel angemessen und gefertigt. Er wird mir auch bei den letzten Feinheiten des 3/4-Riggs behilflich sein. Danach geht es am 20.8. zur "German-Classics" nach Laboe. Letzte Fotos

Sonntag, 14.06.09 "Molly" leider, und "Gott sei Dank", verkauft. Kann mich nun ganz der "Partout" widmen, die sich auch der Vollendung nähert. Nächste Woche das Deck fertig lackieren, dann das Unterwasserschiff und zu letzt der Rumpf über Wasser.

 

Freitag, 17. April 09, Deck von der Partout heute fertig gelegt und verleimt. Insgesamt 4 Tage.

Ostermontag, 13. 04. 09

Seit 23. 01. 2009  wieder mal einen Eintrag. Dieses Jahr lange kühl, deshalb erst seit ca. 3 Wochen wieder an der "Partout". Ruderkoker eingebaut, Ruderblatt in der Garage angefertigt. Auflagen für Bodenbretter angepaßt und eingebaut. Innen komplett geschliffen, einschließlich Decksbalken. Decksbalken 5 mal Lackiert mit Polyurethan G8 von Foß-Chemie. Rumpf innen mit 2k-Lack und Bilge mit Bilgenfarbe von International 3 mal.Stb. u. Bb. achtel-Längsschotten angepaßt und beschichtet, ebenso das Plichtsüll achtern und vorn mit "runden Ecken" laminiert, aus Biegesperrholz mit 2 mal 2,5mm Mahagoni-Furnier und beschichtet. Damit innen fertig! Nächste Woch beginne ich mit dem Deck.Weitere Details hier

 

Freitag, 23. Jan. 09: Die wirklich kalten Tage, angefangen zu Sylvester, liegen nun vermutlich hinter uns. Der Boden ist immer noch kalt, wenn auch die Temperaturen über Null liegen, in meiner Folienwerft ist es noch zu kalt. Habe deshalb in der Garage angefangen das neue Ruderblatt zu bauen. Der 25 mm Ruderschaft mit den Versteifungen war schon geschweißt ich mußte ihn nun in die 20 mm Airex Platten einarbeiten. Das ging mit dem Fein-Messer sehr gut und leicht. Verklebt habe ich es im Arbeitszimmer, in der Garage war es zu kalt. Die Fotos mit Text findet der Leser hier

Im FYC hatten wir eine schöne Sylvesterfeier im kleinen Kreis der Unverdrossenen, gegen 3 Uhr waren wir wieder in der Koje. Das angekündigte Glatteis blieb zum Glück aus. In diesem Sinne noch ein nachträgliches "prosit Neujahr" den geneigten Lesern.

 

Sylvesternachmittag 2008: Das Jahr geht also zu Ende, ich wünsche allen Lesern einen "Guten Rutsch ins neue Jahr 2009!  Als Segler überbringt man seine Wünsche natürlich persönlich, wie wir das von Peyton lernen. Weitere Neuigkeiten auf der Seite 2 "Partout", hier.

 

Das Jahr 2008

Sylvester-Nachmittag 2008: Das Jahr geht also zu Ende, ich wünsche allen Lesern einen "Guten Rutsch ins neue Jahr 2009:  Als Segler überbringt man seine Wünsche natürlich persönlich, wie wir das von Peyton lernen. Weitere Neuigkeiten auf der Seite 2 "Partout", hier.

 

10. November 08: Inzwischen auf der Hanseboot gewesen, nachdem ich mit Hedi den Mast der "Molly", in Kappeln, gelegt hatte. Sie ist seit heute für die Überwinterung eingeschweißt, jedoch jederzeit zu besichtigen.. Mit der "Partout" bin ich inzwischen auch weiter gekommen. Hier

 

02. Oktober 08 Acht Tage am Bodensee mit Besuch der Interboot in Friedrichshafen. Glück mit dem Wetter gehabt. Für die "Partout" wieder viele Anregungen geholt. Bei einem Ausflug nach Rapperswil/Schweiz, tolle Lacustre gesehen, komme dem Bild meines Deckslayout´s immer näher. Zum Beispiel das erste Mal ein geöltes Teakdeck gesehen, Eigner ist sehr zufrieden, sieht gut aus und ist pflegeleicht.

 

05.September 08. Sind natürlich aus Großenbrode, einem Törn mit Kurt in den Kleinen Belt, der "German Classics" in Laboe und der Überführung der "Molly" nach Kappeln zum Verkauf, wieder zurück in Bad Soden. In Kappeln findet eine kleine Gebrauchtbootmesse vom 30. 8. bis 15. 9., statt, wo die Molly nun hoch und trocken, auf dem Gelände der Anker-Werft steht, bin gespannt mit welchem Erfolg. Werde mich vermutlich auf eine längere Phase des Verkaufs einrichten müssen. Bin wieder jeden Tag an der "Partout", fange nun wieder an etwas einzubauen, statt, rauszureisen. Innen fast fertig lackiert, bzw. Epoxy beschichtet. Die Enden im Achter- und Vorschiff wurden weiß, um bessere Lichtverhältnise zu schaffen. Heute habe ich ein Bodenteil im Achterschiff neu eingepaßt, darauf wird der Motor gelagert, wofür eine kleine Halterung erforderlich ist. Bilder in kürze. Das als kleiner Zwischenbericht. Gruß Klaus. NS. Den Beitrag von Georg Dietz und Helmut Vollberg habe ich aus den Seiten entnommen.

 

22. Juli 08 Bin jetzt jeden Vor- und Nachmittag im Club an der "Partout". Wollen nächste Woche für ein paar Tage nach Großenbrode zur "Molly" vorher will ich beide Seiten des Rumpfes fertig mit Furnier belegt haben. Was ich gestern geschafft habe. Nun noch einige Vorbereitungen zum Beschichten der Bb-Seite, dann ab nach Norden. Was bis dahin geschah hier.

Die Phönix-Berichte habe ich heute gelöscht. Albert und Monika Wehrheim sind auf dem Weg von der Türkei zu ihrem Heimathafen Ampuria Brava in Spanien.

 

23. Juni 08: Ich bin wieder an an der Partout. Heute werde ich die noch fehlenden Furnierstreifen anpassen, dann ist die Stb-Seite dicht. Die 2,5 mm dicken Mahagonie-Streifen sind so stabil, daß ich mir die 2. Schicht sparen kann. Vielleicht überziehe ich diese Schicht mit einmal Diagonal-Glasfaser-Gewebe. Fotos auf der Partout-Seite

 

01. Juni 08: Arbeite seit 30. Mai nun wieder an der "Partout", natürlich langsam. Habe am Kiel nun die aufgegangenen Plankenstöße des Todholzes mit Leisten gefüllt. Und muß ihn nun schnellstens gegen Feuchtigkeit mit Epoxyd-Beschichtung absperren, das muß bis Dienstag fertig sein, wollen am Mittwoch für ca. 10 Tage zur "Molly" nach Großenbrode um sie ins Wasser zu bringen. Segeln ist noch nicht drin. Dieses Wochende ist Einhandregatta im Club, leider kann ich mit dem "Seggerling" noch nicht teilnehmen, wegen der Wunde am Brustbein. Ein Seggerlin vom Silbersee in Frankenthal, ist allerdings am Start! Leider gestern Abbruch wegen mangelndem Wind.

 

Mai 2008: Aus der Reha zurück ins fast normale Leben, wie es ein Clubkamerad ausdrückte. Neue Aorten-Herzklappe und A-Carotis-Stend drin, alles gut verlaufen, nun noch drei Wochen schonen, nicht einmal Autofahren, und die "Partout" nur betrachten, nichts werkeln,aber an den PC kann ich. Nach 12 Wochen wieder voll belastbar.

 

02. April 2008 Heute vermutlich letzter Eintrag für die nächsten 5 Wochen. Fahren morgen zum Klassentreffen nach Baalsdorf/Leipzig und anschließend komme ich am 8. 4. unter das Messer für eine neue Aorta-Herzklappe. Werde also bis Pfingsten nicht an den PC kommen. Deshalb heute die letzten Nachrichten. Habe die letzten Tage noch einiges an der "Partout" (08) machen können. Rahmenspanten ausgemessen, zugeschnitten und die inneren Mahagoni-Rahmen laminiert. Im Frankfurter Yachtclub fing das aktuelle Jahr mit dem Arbeitsdienst am Wochenende an.

 

25. März 2008 Ostern ist vorbei, die tiefen Temperaturen geblieben. Habe bis Samstag an der 4-mR- Yacht "Partout" gearbeitet, Temperaturen in der Folienwerft zwischen 5 - 8 Grad. Will heute mal nach dem Stand sehen.

 

19. Februar 2008: Es ist tatsächlich etwas Winter geworden, morgens 0 Grad, geht dann aber bis auf ca. 16° im Zelt bei der "Partout", hoch. Inzwischen aber Nachts nur noch 4°. Ich kann gut im Zelt/meine Werft, arbeiten. Stelle zur Zeit die Pappschablonen für die 4 Rahmenspanten her. Der Rumpf trocknet nun etwas schneller aus, bereits bei 12,8 bis 13,5 % Holzfeuchtigkeit. Muß auf maximal 12% für das Furnieren des Rumpfes herunter trocknen. 4-mR-Yacht

Termin: Werde am Mittwoch, 5. März 19 Uhr, im Club Bilder, Zusammenrfassung, von der Reise "Rund Schweden" Zeigen.

 

25. Januar 2008: Heute wieder einmal JHV im Club, so schnell vergeht ein Jahr. Neues von der Phönix hier. Wegen dem milden Wetter, immer über 5 Grad, jeden Nachmittag an der "Partout". Fertig mit Schleifen innen und außen. Faule Teile der Spanten im Bilgenbeteich angepaßt und geleimt. Heute neue Tastatur für PC gekauft, bei der alten klemmten die Tasten.

 

Mittwoch, 9. Januar 2008: Aus Föhr zurück, wo wir die Tage zwischen den Jahren verbracht haben, leider zwei traurige Nachrichten. Margret Dietz ist in der Silvesternacht und Helmut Vollberg am 2. Januar gestorben. Diese Jahreszeit scheint es in sich zu haben. Walter Müller und Erne Oetken wurden um die gleiche Zeit beerdigt. Einen kleinen Nachruf findet ihr hier.

 

Das Jahr 2007

Donnerstag, 25. 01. 07 Es ist kalt geworden, Temperatursturz von über 10 Grad. Vorher waren wir am Samstag noch auf der Boot in Düsseldorf. Nicht viel Neues. Die Polen kommen immer stärker mit neuen Schiffen. Mehr Motor- als Segelyachten. Dennoch es lohnt sich immer wieder. Man möchte die Atmosphäre schnuppern.

 

Donnerstag, 13. 09.07: Neues von der "Partout", so soll sie nun endgültig heißen, die 4,5mR-Yacht, die ich zu neuem Leben erwecken will. Passepartout, war ihr erster Taufnahme, der sollte bleiben (Schweizer Meister), das war uns zu lang. Nun haben wir das Passende/Sinngemäße gefunden (durchaus; unbedingt; um jeden Preis) Das einmal für heute.

 

Mai 2007 Eine 4mR-Yacht steht seit vorgestern im Club und wartet auf die Restaurierung

 

25. April 07 Wieder auf den Beinen. War nach einem Klassentreffen in Leipzig mit Stirnhöhlenkatarr außer Gefecht gesetzt. Nun das Wichtigste:

 

Dienstag, 05. Juni 2007, in zwei Tagen geht es ab in den Urlaub, Schweden mit Götakanal, Mitte August wieder zu Hause. Vorher noch Folienhalle für die 4,5mR-Yacht gebaut. Daß sie bis zur Retaurierung gut austrocknen kann. Siehe Fotos auf der Seite. Name ist auch gefunden. Haben uns für den ersten Taufnahmen "Passepartout" entschieden. Mit anderen Worten: der Kreis schließt sich, nach der Molly.

 

Montag, 06. 08. 07. Bin seit letzte Woche Dienstag zurück und gewöhne mich langsam ein. In den letzten 8 Wochen mit der "Molly" - rund Schweden - fast nur Starkwind, besonders auf der Rückreise von Göteborg nach Großenbrode, immer SW 5 - 7 Bft. gegenan. Trotztem hat es Spaß gemacht, weil die "Molly" fast nichts erschüttern kann. Mitte August geht es nochmals nach Großenbrode, einige kleine Reparaturen und dann Winterlager.

Rolf wird am 8. oder 9. August von seinem Ausflug in die Karibik zurück erwartet. Etwas verspätet, wegen div. Motor-Reparaturen.

Ich bin bereits an der "Passepartout" zu gange, einfach mal 4,5mR-Yacht anklicken.

 

Donnerstag, 13. 09.07: Neues von der "Partout", so soll sie nun endgültig heißen, die 4,5mR-Yacht, die ich zu neuem Leben erwecken will. Passepartout, war ihr erster Taufnahme, der sollte bleiben (Schweizer Meister), das war uns zu lang. Nun haben wir das Passende/Sinngemäße gefunden (durchaus; unbedingt; um jeden Preis) Das einmal für heute.

 

Sonntag, 07.10.07: Neues aus Friedrichshafen auf den Seiten 4mR-Yacht

Wir fahren für acht Tage nach Immenstad an den Bodensee, wegen der Boot in Friedrichshafen und natürlich auch wegen dem guten Wein und das gute Essen der Süddeutschen.

 

Dienstag, 23.10.07: Neues bei der 4mR-Yacht. Es ist bereits kühl geworden 6 bis 10 Grad. Arbeite jeden Nachmittag an der "Partout". Am Samstag fahre ich nach Großenbrode, Retslackierarbeiten. Dann am Dienstag über die Boot in Hamburg und Hannover bei Kurt vorbei, wieder nach Hause. Jeden Vormittag am PC wegen dem Fahrtbericht für den Club. 21 Tage, die Zweite Etappe mit Heinrich, brauchen seine Zeit. Bin beim 6. Tag. Will jeden Tag zwei Segeltage schaffen, was aber nicht immer gelingt. Das für heute Gruß Klaus

 

Sonntag, 18. 11. 07: Es ist noch kühler geworden, 3 bis 5 °C. Habe dennoch kleine Teile eingepaßt und geklebt, dauert halt etwas länger, natürlich keine strukturellen Teile. Die letzten Wochen wurde der Balkweger verstärkt, neue Decksbalken eingezogen. Davon werde ich einen vielleicht wieder entfernen um mir das Einpassen des Rahmenspantes zum Abstützen des Mastes und als Halterung für die Püttinge, zu erleichtern. Manchmal ist man halt zu schnell, was Mehrarbeit bedeutet. Das mühsehlige Abkratzen der Farbe, innen und außen ist nun erledigt. Jetzt werde ich die Schablonen für die Rahmenspanten für das Vor- und Achterschiff sowie die Achtelschotten unter den Seitendecks anfertigen. Nach einigen Recherchen konnte ich nun auch den Messbrief aus dem Jahre 1948 ausfindig machen. Er ist beim Schweizerischen Seglerverband archiviert und eine Kopie bereits unterwegs. Hier war die Sekretärin einmal sehr schnell. Innerhalb einer halben Stunde war alles erledigt. ( für 40,- Euro )Ein Lob der viel geschmähten Technik! Ab morgen soll es ja wieder etwas milder werden, dann bin ich jeden Nachmittag wieder in der " Werft " Ein Fahrtenbericht aus diesem Sommer mit der Molly ist bereits fertig, die 2. Etappe von Stralsund nach Stockholm, war auch da fleißig, weil es Spaß macht. Von der dritten Etappe, bin ich beim 8. Tag, von 21 Tagen. Noch etwas von der Boot in Hamburg. Eine schöne, nicht so große Messe, für mich viel interessanter als die Düsseldorfer. habe mich nun auch für ein System des Innenanstriches entschieden. Innen im Bereich unter Wasser: Holz mit 2 mal G4 verfestigen, dann 3 mal Epoxyd-Harz und alle Spanten in diesem Bereich mit Epoxydspachtel-Hohlkehle versehen, ebenso die Kielplanke.

 

Sonntag, 09.12.07 Gestern im Club Nikolausfeier. Es war wieder schön, sogar mit Kinder und Gedichte, zwei Vorweihnachtlslieder! Etwas dünner besetzt wie die letzten Jahre, aber das schwankt ja immer mal und wie heißt es so schön: "Alle Jahre wieder..." Auch zum Mäxchen kommt der Nickolaus und fragt: "Warst Du auch schön artig?" Der antwortet: "Ohne unseren Anwalt sage ich gar nichts!" Dreht sich um und sagt zu seinem Vater: "Rufe doch mal den Anwalt an, er soll kommen!"

 

Das Jahr 2006

Donnerstag 09.11.06 Sitze seit zwei Tagen an der neuen Homepage, weil ich den PC neu installieren mußte und nun die Gelegenheit für eine Neugestaltung nutze. Morgen wird die traditionelle sächsische Weihnachtsstolle gebacken, am Samstag ist Heringsessen im Club.

Woche vom 28.10. bis 2.11. 06 in Großenbrode an der Molly. Ruderblatt geändert, Spiegel, Deck und Kleinteile neu lackiert. Auch habe ich das Blatt nach vorne mit etwas mehr Balancefläche versehen, um den Ruderdruck bei halben und raumen Winden etwas zu mildern. Dieser vordere Teil mußte erst durchhärten, deshalb noch in rohem Zustand. Das Ruderblatt noch einmal nach hinten um ca. 30 cm verlängert, weil ich das absenkbare Teil des Ruderblattes abgeschnitten habe und in diesem Jahr etwas Ruderdruck gefehlt hat. Muß nun weiter testen.

13.10.06 Der Seggerling ist fast fertig. Der PC abgestürzt, alles neu und damit auch mal wieder eine neue Homepage-Gestaltung

Sonntag, 09.07.06 Deutschland hat gestern Abend den dritten Platz bei der Fußball-Weltmeisterschaft erspielt. Nicht mit Krampf und Rumpelfußball, sondern mit einer erfrischendem Spielfreude und voll verdient, gegen exzellente Portugiesen. Das Volk ist begeistert, ich auch, weil es die junge Mannschaft bis dahin geschafft hat, was ich ihr nie zugetraut und auch nicht erwartet hätte. Diese Begeisterung kann m. M. nicht auf den dritten Platz zurückgeführt werden. - Haben sich die Jungen, ich meine damit nicht nur die Fußballer, aus dem Schatten der Älteren herausgespielt? Hat das für uns alle etwa eine symbolische Bedeutung? Wie soll man sich sonst diese Begeisterung über einen dritten Platz erklären? Ist da etwa der berühmte "Ruck" auf eine ganz unerwartete Weise bei den jungen Leuten durch Deutschland gegangen? Wollen sie damit alte Lasten abwerfen? Können wir (junge Leute) etwa doch etwas erreichen, auch wenn es unerreichbar erscheint? Wir werden sehen. Wundern würde es mich nicht. Es kommt meistens ganz anders als wir uns das vorstellen und oft zu einem Zeitpunkt, den wir nicht erwartet haben.
Zurück zum Alltag.
Ich bin zurück vom ersten Urlaubstörn "Rund Bornholm, mit Kurt und Dieter und werde am Donnerstag, zusammen mit Hedi, wieder nach Stralsund, wo die Molly im Strelasund- Yachtclub, liegt, für ca. 4 Wochen, aufbrechen. Wir hatten nach Bornholm und zurück wenig Wind, so daß wir über die Hälfte motoren mußten. Auf dem Rückweg brach uns beim Setzen die Gaffel kurz hinter der Klau, setzten deshalb den Rest der Reise mit Motor und Genaker fort. Die Gaffel wird z.Zt. in Stralsund repariert, so daß ich mit Hedi wieder voll aktionsfähig bin. Der Grund des Bruchs ist erkannt. Es war ein kleiner Konstruktionsfehler am Klaufall, der nach 4 Jahren Gebrauch dann irgendwann zum Bruch führen mußte. "Gefahr erkannt, Gefahr gebannt." Wir hatten schöne Tage mit langsam steigenden Temperaturen und einem Gewitter zwischen Bornholm und Hiddensee. Alles Weitere auf der Bildseite "0106 Bornholm".
Der Seggerling steht immer noch in der Garage, jedoch fertig bis auf die Rumpflackierung im Club. Dort geht es erst im September weiter. Bis dahin verabschiede ich mich. Ende 2006

 

Videos:

HEKLA im Großen Belt

http://www.youtube.com/watch?v=ZseVRZDctPQ

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2000 Stunden Restauration 4mR-Yacht  Partout  (15m2-SNS)

http://youtu.be/Nb6CatobvSk

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Ein Bootswaschplatz entsteht

http://youtu.be/1RMCBeT-VW8

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2.4mR-Yacht mit 30 kn ...

https://www.youtube.com/watch?v=QI5VGU2pris

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2.4mR-Yacht Weltmeisterschaft in Finnland 2015:

Im Kopfbereich den Link: "club youtupe cannel" anklicken.

http://www.rauma24worlds.com/photos-videos/video/video-clips-of-the-rauma-2-4mr-w/

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"Das Senioren-Abenteuer" : 2.4mR-Yachten von Naantali Finnland nach Frankfurt am Main

https://www.youtube.com/watch?v=g7MNtpL7DLQ

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"Von der Flussratte zum Seefahrer - 365 Tage auf See!"

http://www.leavingtakatuka.de/

Markus Lübeck nimmt mit wechselnden Crews eine Auszeit und bereist, mit seiner Segelyacht  Typ "Hanseat 70", 35 Fuß (10,40m) Länge, die Weltmeere.

"Wir sind doch die Pipi-Langstrumpf Generation und alle mit den Geschichten von Astrid lindgren aufgewachsen.
Taka Tuka Land ist die Insel, auf der Pipis Vater von Seeräubern festgehalten wurde.
Unser Schiff trägt den Namen von Pipis Äffchen - Herr Nilsson…. Bei dem Namen fanden wir also „leaving taka tuka“ (frei übersetzt: Aufbruch aus Taka Tuka) ganz spannend…."

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