Hekla Bad Soden, Tagebuch Hekla, Reisen Hekla
Hekla Bad Soden, Tagebuch Hekla, Reisen Hekla
Gebaut, ausgebaut und restauriert
Gebaut, ausgebaut und restauriert

Tagebuch 2016

Sonntag, 18. Dezember 2016. Zu blöd sich bestechen zu lassen, das sind die Deutschen. Trump-Tower: Stuttgart-Frankfurt-Stuttgart. Was erst jetzt richtig interessant wird. Nachdem zur Jahrtausendwende nach Frankfurt durchsickerte, daß Trump in Stuttgart einen Trump-Tower bauen wollte, ließ das die Oberbürgermeisterin von Ffm natürlich nicht kalt. Sie flog nach Amerika und lockte Trump nach Ffm. Dahin kam Trump auch prompt. Er hatte schon einen Standort, nämlich das Grundstück am Main wo das Interconti steht. Roth: „Das geht aber nicht, dort steht ein Hotel“. „Das macht doch nichts, das kaufe ich, reiße es ab und baue neu“. Das mußte Frau Roth natürlich abwinken, der Flächennutzungsplan usw.usw. Roth schlug ein Gelände im alten Güterbahnhof neben dem Messegelände vor. Allerdings nur 200 Meter hoch nicht 300 Meter. Das war ihm zu mickerrich. Jetzt lockten wieder die Stuttgarter, sie hätten ein entsprechendes Gelände. Als dann dann die Butter bei die Fisch gelegt werden mußte zogen auch die Stuttgarter zurück. Die Deutschen sind zu bieder und nehmen ihre eigenen Regeln zu ernst. Daß man selbst aufgestellte Regeln selbst nicht unbedingt befolgen muß, haben die deutschen noch nicht begriffen. Eben zu mickerrich für Donald.

 

Mittwoch, 14. Dezember 2016. USA GmbH u. Co KG! Wir wissen nur was wir in den Nachrichten hören und in den Medien lesen, aus europäischer Sicht natürlich. Immerhin ist das auch eine Sichtweise, ohne dass dies nun immer gleich Lügen sein müssen. Donald fühlt sich als Chef einer American-First GmbH und sucht sich Angestellte/Untergebene die ihm nicht überlegen sind und nach seiner Unternehmerpfeife tanzen. So wir er das gewöhnt ist. Das hat er auch von Anfang an im Wahlkampf erklärt und damit erfolgreich geprahlt. Er will Amerika genau so führen wie sein Trump Imperium mit angeblich bis zu 500 Firmen, - auf dem Papier. Politiker haßt er, er verläßt sich nur auf erfolgreiche Geschäftsleute/Manager. Kann das gelingen? Warten wir ab. Wegen zwei seiner Forderungen im Wahlkampf würde ich ihn auch wählen: 1. China muß seine Währung dem Kapitalmarkt öffnen und darf bis dahin nicht der WTO beitreten, obwohl das gerade geschieht und damit als Marktwirtschaft anerkannt wird. 2. Amerika muß Europa zwingen die Kosten für seine Verteidigung selbst aufzubringen. So daß Europa wieder souverän wird. Bezüglich Trump bin ich gelassener geworden, er wird langsam berechenbarer, es kündigt sich langsam alles das an was er im Wahlkampf versprochen hat. Das wird sehr spannend. Noch müssen wir abwarten ob ihn die Wahlmänner am 19. Dezember mit Mehrheit bestätigen. Also am Dienstag nächster Woche. Darauf hatte mich ein Freund aufmerksam gemacht.

Wikipedia:

Formal wurden nur die Wahlmänner des Electoral College bestimmt, die ihre Stimmen für die Ämter des Präsidenten und des Vizepräsidenten abgeben werden. Die eigentliche Präsidentenwahl, bei der es um deren Votum geht, findet am 19. Dezember 2016 statt. An diesem Tag treffen sich die Wahlmänner in den Hauptstädten der Bundesstaaten. Die Stimmen werden versiegelt, nach Washington, D.C. transportiert und am 3. Januar vor einer gemeinsamen Sitzung des US-Kongresses ausgezählt. Tatsächlich steht die Wahl also erst nach Öffnung und Auszählung der verschlossenen Briefumschläge fest.

Donnerstag, 08. Dezember 2016. Dem Volk aufs Maul schauen, aber nicht nach dem Munde reden!“ (Martin Luther) Der zweite Teilsatz wird meistens unterschlagen. Frau Petry hat sich also in die Reihe der Lügner eingereiht indem sie den zweiten Teil weggelassen hat, der das Wesentliche ausmacht. Das Hauptthema dieser Tage ist der Populismus und wie man dem begegnen kann. Im Prinzip gar nicht. Ein Volk muß sich erst verführen lassen und auf die Nase fallen. Anschließend wird es für eine begrenzte Zeit etwas klüger bis alles von vorne anfängt. Sind Politiker, bzw. das s.g. Establishment abgehoben und verstehen das Volk nicht mehr oder ist es vielleicht gerade umgekehrt? Volksverteter also Abgeornete müssen keinen Eid ablegen sind aber dem "allgemeinen Wohl und Beste" des Volkes und ihren Wählern, Wahlkreis verpflichtet. Wir erwarten, daß sie gut informiert sind und einen gewissen Wissensvorsprung haben, dafür werden sie gewählt und bezahlt. Die Kunst besteht nun darin, daß sie gegen ihr besseres Wissen/Gewissen dem Volk nach dem Maul reden, aber letztlich anders handeln müssen, ohne das alles aus dem Ruder läuft wie in England. Das ist in GB mißglückt, weil sie es übertrieben haben. Was hat der heutige Außenminister Johnson in England gesagt?: „Ich hätte niemals geglaubt, daß die Leute unsere Übertreibungen/Lügen glauben sschenken würden, er hat die Dummheit, anders kann ich es leider nicht nennen, des Volkes unterschätzt, er hat mit ihnen gespielt und sie haben es falsch verstanden. Ein gutes Gegenbeispiel gibt es allerdings in Frankreich. Der Präsidentschaftskandidat der Konservativen François Fillon hat den Leuten die Wahrheit gesagt, viel Essig in den Wein gegossen, und ist trotzdem mit deutlicher Mehrheit nominiert worden! Das sollten sich unsere Politiker mal hinter die Ohren schreiben und nicht der AFD hinterher laufen. Die Leute wählen sie ja gar nicht wegen ihren Argumenten, sondern aus Protest. Gegen was? Das wissen sie eben auch nicht. Deswegen hat es keinen Sinn denen nachzulaufen.

Mittwoch, 14. Dezember 2016. USA GmbH u. Co KG! Wir wissen nur was wir in den Nachrichten hören und in den Medien lesen, aus europäischer Sicht natürlich. Immerhin ist das auch eine Sichtweise, ohne dass dies nun immer gleich Lügen sein müssen. Donald fühlt sich als Chef einer American-First GmbH und sucht sich Angestellte/Untergebene die ihm nicht überlegen sind und nach seiner Unternehmerpfeife tanzen. So wir er das gewöhnt ist. Das hat er auch von Anfang an im Wahlkampf erklärt und damit erfolgreich geprahlt. Er will Amerika genau so führen wie sein Trump Imperium mit angeblich bis zu 500 Firmen, - auf dem Papier. Politiker haßt er, er verläßt sich nur auf erfolgreiche Geschäftsleute/Manager. Kann das gelingen? Warten wir ab. Wegen zwei seiner Forderungen im Wahlkampf würde ich ihn auch wählen: 1. China muß seine Währung dem Kapitalmarkt öffnen und darf bis dahin nicht der WTO beitreten, obwohl das gerade geschieht und damit als Marktwirtschaft anerkannt wird. 2. Amerika muß Europa zwingen die Kosten für seine Verteidigung selbst aufzubringen. So daß Europa wieder souverän wird. Bezüglich Trump bin ich gelassener geworden, er wird langsam berechenbarer, es kündigt sich langsam alles das an was er im Wahlkampf versprochen hat. Das wird sehr spannend. Noch müssen wir abwarten ob ihn die Wahlmänner am 19. Dezember mit Mehrheit bestätigen. Also am Dienstag nächster Woche. Darauf hatte mich ein Freund aufmerksam gemacht.

Wikipedia:

Formal wurden nur die Wahlmänner des Electoral College bestimmt, die ihre Stimmen für die Ämter des Präsidenten und des Vizepräsidenten abgeben werden. Die eigentliche Präsidentenwahl, bei der es um deren Votum geht, findet am 19. Dezember 2016 statt. An diesem Tag treffen sich die Wahlmänner in den Hauptstädten der Bundesstaaten. Die Stimmen werden versiegelt, nach Washington, D.C. transportiert und am 3. Januar vor einer gemeinsamen Sitzung des US-Kongresses ausgezählt. Tatsächlich steht die Wahl also erst nach Öffnung und Auszählung der verschlossenen Briefumschläge fest.

 

Donnerstag, 08. Dezember 2016. Dem Volk aufs Maul schauen, aber nicht nach dem Munde reden!“ (Martin Luther) Der zweite Teilsatz wird meistens unterschlagen. Frau Petry hat sich also in die Reihe der Lügner eingereiht indem sie den zweiten Teil weggelassen hat, der das Wesentliche ausmacht. Das Hauptthema dieser Tage ist der Populismus und wie man dem begegnen kann. Im Prinzip gar nicht. Ein Volk muß sich erst verführen lassen und auf die Nase fallen. Anschließend wird es für eine begrenzte Zeit etwas klüger bis alles von vorne anfängt. Sind Politiker, bzw. das s.g. Establishment abgehoben und verstehen das Volk nicht mehr oder ist es vielleicht gerade umgekehrt? Volksverteter also Abgeornete müssen keinen Eid ablegen sind aber dem "allgemeinen Wohl und Beste" des Volkes und ihren Wählern, Wahlkreis verpflichtet. Wir erwarten, daß sie gut informiert sind und einen gewissen Wissensvorsprung haben, dafür werden sie gewählt und bezahlt. Die Kunst besteht nun darin, daß sie gegen ihr besseres Wissen/Gewissen dem Volk nach dem Maul reden, aber letztlich anders handeln müssen, ohne das alles aus dem Ruder läuft wie in England. Das ist in GB mißglückt, weil sie es übertrieben haben. Was hat der heutige Außenminister Johnson in England gesagt?: „Ich hätte niemals geglaubt, daß die Leute unsere Übertreibungen/Lügen glauben sschenken würden, er hat die Dummheit, anders kann ich es leider nicht nennen, des Volkes unterschätzt, er hat mit ihnen gespielt und sie haben es falsch verstanden. Ein gutes Gegenbeispiel gibt es allerdings in Frankreich. Der Präsidentschaftskandidat der Konservativen François Fillon hat den Leuten die Wahrheit gesagt, viel Essig in den Wein gegossen, und ist trotzdem mit deutlicher Mehrheit nominiert worden! Das sollten sich unsere Politiker mal hinter die Ohren schreiben und nicht der AFD hinterher laufen. Die Leute wählen sie ja gar nicht wegen ihren Argumenten, sondern aus Protest. Gegen was? Das wissen sie eben auch nicht. Deswegen hat es keinen Sinn denen nachzulaufen.

 

Mittwoch, 30. November 2016. Trump in Europa? Brauchen wir eine Pause? Heute Auszüge aus einer Studie mit Umfrage der Bertelsmann-Stiftung, 11.000 Bürger in der EU, gelesen. Verkürzt: Bis zu 78% der ländlichen Bevölkerungen, in den Städten ist es etwas weniger, haben Angst vor der Globalisierung/Modernisierung und lehnen sie ab, weil sie Angst haben abgehängt zu werden. (Ein Spiegelbild unseres Clubs) Geschweige denn vor dem unheimlichen, unverständlichen 4.0 oder anderen Trends. Hier kommt das alte Verhältnis 80 gegen 20 Prozent zum Tragen. Mit 20% Durchblickern kann man keine Wahlen gewinnen. Die neuesten Umfragen sehen in Frankreich Marine Le Pen vorne. Wird die Mehrheit überfordert? Es sieht so aus. Soll man das Telefon wieder auf analog umstellen oder müssen wir die neue Technik verbessern? Wer beantwortet das für wen? Mit wem stehen wir im Wettbewerb? Indien und China sind nur ein paar Flugstunden entfernt. Ein weites Feld für Demagogen, die im Moment eher auf der mehrheitlich rückwärts gewandten Seite stehen. Nennt man das Populismus? Unsere nüchternen, mehr verwaltende Politiker kommen da mit Sicherheit nicht an. Ich bin gespannt.


Mittwoch, 23. November 2016. Typisches Novemberwetter. Einige Tage kühl bis 6 Grad, nun wieder milder bis angeblich 15 Grad steigend. Zwischendurch Dauernieselregen. Das Wetter paßt zur Stimmung, weltweit. Bei mir nicht, ich freue mich bei bergauf, auf das Bergab auf der anderen Seite und umgekehrt, das macht das Leben etwas leichter und warum soll man das nicht nutzen. Die Menschen meckern, aber kaufen wie verrückt. Das Erfolgsmodell Merkel wird beschimpft weil es so erfolgreich war. Sie soll aufhören oder die Republik abschotten und „national-sozial“ ausrichten. Banken verstaatlichen, Mietpreisbremse einführen und Renten erhöhen. Nicht „weiter so“, sondern alles „irgendwie anders, aber möglichst so wie es früher war“. Und wenn sie es doch wenigstens versprechen würde! Ob sie es dann einhält interessiert nicht. Digitalisierung? Um Gottes Willen! Dann wird alles noch schlimmer!. Fazit: Gegen diese Stimmung kommt kein Politiker an, nur Demagogen. Ein richtiger Demagoge der das Blaue vom Himmel verspricht hätte vermutlich großen Zulauf. Ganz egal aus- und in welche Richtung. Das Wahlvolk will keine langweilige, schwierige, unverständliche und auf die Zeit bezogenen Diskussionen um die tatsächlichen Probleme. Sie wollen das Paradies versprochen bekommen mit möglichst vielen Jungfrauen, aber vor allem keine Veränderungen! John Steinbeck schreibt in seinem Buch: “Die Reise mit Charly“, Auf der Suche nach Amerika: „ … Es liegt in der Natur des Menschen, wenn er älter wird, also ein kleines Stück Zeit überblickt, gegen jede Veränderung zu protestieren, besonders gegen die zum Besseren. Aber wahr ist, daß wir die Fettleibigkeit gegen den Hunger eingetauscht haben, und beide können tödlich sein. Wir können uns, oder zumindest ich kann mir nicht vorstellen, wie das menschliche Leben und Denken in hundert oder auch nur in fünfzig Jahren sein wird. Vielleicht ist meine größte Weisheit das Wissen, daß ich es nicht weiß. Traurig und wirklich schlimm dran sind die, die ihre Kraft damit vergeuden den Wandel aufhalten wollen.“

 

Sonntag, 06. November 2016. Ich hatte einen Traum. Donald T. ist pleite. Er kanditiert nur deshalb um sein Immobilienunternehmen zu retten. Wenn er nicht gewinnt kündigem ihm die Banken seine Milliarden Kredite. Er hat seit Jahren keine Gewinne mehr gemacht und ist hoch verschuldet. Deshalb veröffentlicht er seine Steuererklärungen nicht. Man weiß aber, daß er seit Jahren keine Steuern mehr bezahlt. Dem Donald steht das Wasser bis zum Hals. Ich bin auf Mittwoch gespannt. Einen Bürgerkrieg hat er ja schon angekündigt. Unserem Schnurbartträger hat man 1932 auch nicht zugetraut, daß er seine Wahlversprechen einhalten wird, selbst die Juden nicht. Wie einfach eine Machtergreifung für diktatorische Ideen aussehen kann und eine Demokratie wie geschaffen dazu ist, lassen gerade Polen, Ungarn und die Türkei befürchten. Mal sehen ob es beim Traum bleibt.

 

Dienstag, 01. November 2016. Heute bereits den dritten Tag schönes Herbstwetter mit Sonne und wunderbar farbiger Natur, würde am liebsten jeden Tag, den vor unserem Fenster nach Osten liegenden, neuen Kurpark fotografieren. Dunkelgrün, gelb bis rostrot. Aber alles hat eben zwei Seiten. Fast ununterbrochen dröhnen die Laubgebläse durch die Landschaft, der Duft von fallenden Blättern wird nun vom Zweitaktgemisch abgelöst. In der Gesellschaft ist das nicht anders. Uns Deutschen geht es so gut wie lange nicht mehr, von Arbeitslosigkeit keine Spur, die Unternehmen suchen händeringend Arbeitskräfte.

Die Stimmung ist jedoch miserabel. Keine Zinsen mehr! Oh Wunder, bis vor kurzem waren Geldverleiher des Teufels Generäle s. g. Zinssauger. Jetzt bekommen wir selbst keine Zinsen mehr und das ist auf einmal auch nicht in Ordnung, na so was. Mit Geld wollte niemand etwas zu tun haben und nun protestiert man weil man die 500 Euro-Scheine abschaffen will. Es ist vermutlich in kürze ohnehin wertloses Papier weil keine Deckung dafür da ist und vielleicht die Unterschrift darauf gefälscht war.

Die Politiker sind an allem Schuld. Die Bürger engagieren sich nicht, aber die die was machen machen es falsch. Politiker sind angeblich Lügner. Denen die offensichtlich lügen und damit noch prahlen, denen glaubt man. Man ist gegen Ausländer, aber fast niemand kennt einen. Uns geht es zu gut und da glaubt man sich alles leisten zu können. >Wenn es dem Esel zu gut geht, geht er aufs Eis. <

Jetzt kommt der Nebel runter, ich sehe die Kirche nicht mehr. Man kann sich auf nichts mehr verlassen.

 

Freitag, 21. Oktober 2016.

Zwei Flöhe im Fell eines Hundes streiten sich darüber wem der Hund gehört.

Angenommen es geling der Menschheit sich auf dem Mond oder dem Mars einmal anzusiedeln, wird diese Frage bis dahin sicher geklärt sein.

Wir sind aus Norderney zurück. Es war überwiegend windig, auch hatten wir mal Sonne, Dunst, Regen und Nebel, eben Nordsee um diese Jahreszeit.

 

Sonntag, 02. Oktober 2016. Immer noch  an einer Chronik: „Hedi von Ellwangen nach Bad Soden“, bereits auf Seite 96. Jeden Tag fällt mir was Neues, Unverzichtbares ein. Deshalb gedanklich im Tunnel. Nun aber doch noch etwas für diese Seite. Wir fahren für zwei Wochen nach Norderney in den „Damenpfad“. Wir kennen die Situation, waren bereits 2011 einmal dort, allerdings im März. Hoffen daß das Wetter mitspielt. Auf der Hinfahrt machen wir Station in der Mayer-Werft für eine Besichtigung. Ein neues Kreuzfahrtschiff steht kurz vor der Auslieferung und es teilt die Strecke etwas auf.

Über was habe ich mich geärgert oder gefreut? Diesmal letzteres: „Stoppt den Niedergangsdiskurs“, Interview im Spiegel mit dem Generalsekretär des Caritasverbandes: Mehr Fakten und weniger Angst! fordert er. Ich kürze ab: Die Statistik über die relative Armut basiert auf völlig falschen Grundlagen. Weil das mittlere Einkommen von 2006 bis 2015 von 14.720 auf 18.340 E. gestiegen ist, ist der Anteil der Armutsgefährdeten von 14,7 auf 15,4% gestiegen. Bei den Armutsgefärdeten werden alle Halbtagskräfte Studenten und Nebenverdiener mitgerechnet. Um so höher der Durchschnittsverdienst, je höher die Armut, weil man einfach einen Prozentsatz als Grundlage der Armut heranzieht. Will man Deutschland bewuß arm reden um bei den anderen Nationen keinen Neid zu erregen? Seht her, wir sind arm! Allerdings ist es wohl so, daß die Deutschen im Schnitt weniger Immobilien und weniger Vermögen haben als die Durchschnittseuropäer weil der Anteil an Immobilienbesitz relativ gering ist. Selbst die Griechen haben zwar ein geringeres Einkommen aber mehr Vermögen als die Deutschen. Jetzt aber ab nach Norderney.

 

 

Dienstag, 20. September 2016. Gestern in Phönix „Europa was nun?“ gesehen. Beispiel Polen: Polen hat fast alles was es heute nach der Wende ausmacht der EU zu verdanken. Milliarden sind in die Infrastruktur und in die Fassaden der polnischen Städte geflossen. Dennoch, der s. g. „Mündige Bürger“ ist gegen die EU. Man hat jetzt was man gebraucht hat, nun ade! Hunderttausende junge Polen sind Dank EU nach England. Dort werden sie als „Ausländer“ und Besatzer beschimpft, obwohl die Briten die frühzeitige Freizügigkeit durchgesetzt haben, wegen der billigen Arbeitskräfte, nun wollen die Polen diese Freizügigkeit mit ihrem Austritt aus der EU rückgängig machen. Das s. g. mündige Volk hat das Wort! Ich bleibe dabei: Die Herde wildgewordener Rindviehcher rast auf den Abgrund zu. Ein Drittel stürzt ab, ein Drittel wird totgetrampelt, das letzte Drittel kommt über das zweite nicht weg, wird gerettet, weiß aber nicht warum. Allerdings sehe ich plötzlich einen Hoffnungsschimmer: Die SPD hat CETA mit großer Mehrheit abgesegnet, trotz Wutbürger! Argument: „Die Globalisierung kommt mit und ohne uns! Wir müssen nur das Richtige daraus machen“. Donnerwetter.

 

Montag, 19. September 2016 Kurios oder logisch? Ein Bekannter ist Projektmanager bei einem Onlineportal für Flugreisebuchungen. Er telefoniert täglich stundenlang in Telekonferenzen weltweit als Koordinator von monatelang laufenden Projekten. Aus meiner Sicht gesehen voll im WWW tätig und voll darauf angewiesen, weil es seine Existenzgrundlage bildet. Dieser Bekannte weigert sich am Online Banking teilzunehmen, warum sagt er eigentlich nicht. Nun frage ich mich: Verkauft da Einer etwas an dessen Nutzen und Sicherheit er selbst nicht glaubt, oder weiß er etwas was wir alle nicht wissen? Handelt er etwa logisch? Vielleicht bekomme ich es noch raus.


Donnerstag, 15. September 2016. Habe mich wieder aufgerafft, muß wieder was von mir hören lassen, bin gedanklich sehr stark mit dem Fotobuch-Ellwangen-Bad Soden beschäftigt. Was gibt es Neues? Doch Einiges, auch in den eigenen vier Wänden. Haben einjen neuen Eibaukühlschrank mit viel Glück bekommen. Nur ein Typ passte in unsere Einbauküche aus 1992. Das Gleiche galt für den Herd, bei dem eine Platte nicht mehr funktionierte. Das mit dem Kühlschrank ging ja noch. Er hat lediglich eine andere Einteilung, weil der Innenraum wegen besserer Isolierung kleiner geworden ist, ca. 40% Energieeinsparung und viel Elektronic zur Steuerung, natürlich alles digital angezeigt. Hier war keine große Umgewöhnung nötig.Aaber der neue Herd. Wenn schon, denn schon: mußte es ein Herd mit Induktionskochplatte sein. Die große Frage: Können sich Dinos noch so umstellen? Wir können es, Hedi hatte natürlich etwas Bauchschmerzen. Die Töpfe passten, also los. Man kann die Platten regeln wie Gas. Bei nicht zu viel Wasser kann man die Wirkung des Reglers am Sprudeln beobachten. Für mich: wunderbar! Hedi hat sich bereits daran gewöhnt. Allerdings muß man wie beim Fernsehkoch Alles vorbereitet haben, es zwingt zur Disziplin oder man regelt es jedes Mal runter wenn man die Zutaten nicht parat hat. Die Backröhre ist auch einegweiht, der Elsässer Apfelkuchen war wunderbar! Selbst Dinos können flexibel sein, noch sterben wir nicht aus.

Halt! Einen Nachteil hat die Backröhre, sie hat keine Mikrowelleneinrichtung mehr, war nicht zu haben. Hatten allerdings auch wenig damit gemacht.

Äpfel und Birnen

 

Samstag, 03. September 2016. Merkel im Umfragetief, eine Mehrheit traut ihr keine neue Kanzlerschaft zu. Hatte mit einem Psychologen ein längeres Gespräch im Club, wie man mit den weit verbreiteten Ängsten in der Bevölkerung umgehen müßte, sollte, könnte. Er hätte viele Altmigranten als Kunden die sich nun vor den Neumigranten fürchten, erwähnte er, es wären einfach zu viele und man müßte dem Rechnung tragen. Wenn ich auf das Argument „zu Viele“ frage, ob ca. 5% Migranten (bis jetzt) für ein Volk zu viele sind? Antwortet er: „In Frankfurt hätten 45% der Einwohner einen Migrantenhintergrund“ und holt als Beweis sofort sein Smartphon raus. Daß wir aber bereits seit Jahren diesen hohen Ausländeranteil speziell in Frankfurt wegen dem Bankenzentrum haben, erwähnt er nicht, auch nicht, daß dieser Anteil ev. wegen dem drohenden Brexit sich noch wesentlich erhöhen wird und ob er diese Bänker alle nach Hause schicken will, hat er natürlich keine Antwort. Er meint man müßte den mündigen Bürger über diese Fragen entscheiden lassen. Gibt allerdings zu, daß es einen maximalen Anteil von ca 20% gibt, die man als mündig bezeichnen kann. Immer wieder wird die Schweiz als Vorbild genannt. Ich habe einen Bruder der Schweizer ist. Da dauert eine Initiative zu einer Volksbefragung mindestens 1 ½ Jahre. Mit anderen Worten: Die Syrer usw. würden bereits seit einem Jahr an der Grenze warten, eine Entscheidung könnte dann frühestens Weihnachten erfolgen. Ununterbrochen werden bei Diskusionen Äpfel mit Birnen verglichen; und die Bürgerinitiativen und Bewegungen Beschönigen, übertreiben, untertreiben und lügen in der Regel noch besser als der gelernte Politiker oder die s. g. Lügenpresse. Mit dem Unterschied, daß man den Bewegungen eher glaubt als der etablierten Politik, siehe Brexit. Und warum? Weil es eben auch Menschen sind! Ich habe natürlich auch keine Lösung des Problems, und daß Merkel einen riesen Fehler gemacht hat ist auch mir klar. Nun hat man ja die Möglichkeit einen neuen Kanzler/in zu wählen, mal sehen was der/die für Lösungen anbietet. Ein schönes Wochenende mit etwas Abkühlung, auch der Gemüter.

 

Dienstag, 23. August 2016. Olympia ade, die versteckte Weltmeisterschaft der Profis ging zu Ende, der Medaillenspiegel ist veröffentlicht, ein Witz. Ich habe mal mit vier Beispielen aus Spaß die Medaillen auf Millionen Einwohner pro Land umgerechnet, dann sieht er so aus: 1. England = 1,04 Medaille pro 1 Mille Einwohner, 2. Deutschland = 0,5 Medaillen, 3. USA = 0,4 Medaillen und 4. China 0,06 Medaillen pro 1. Million Einwohner. Im Medaillenspiegel vergleicht man ganz unbefangen das Land Liechtenstein oder England mit China. Darüber kann jeder selbst einmal nachdenken.

Davon ganz abgesehen und trotz dieser unerhörten Probleme werden wir ganz unbemerkt älter, bis uns das etappenweise plötzlich und ganz unfreiwillig bewußt wird. Zum Beispiel: Nach 23 Jahren gibt unser Kühlschrank den Geist auf und ein Ceranfeld des Herdes funktioniert nicht mehr richtig. Also: Kühlschrank muß, Herd kann. Kühlschrank kein Problem, die neuen Modelle verbrauchen nur noch ca. 60% der Energie vom alten. Es gab nur noch ein Modell, das in unsere Einbauküche paßt. Nun der Herd: Ceranfeld oder Induktion? Das gleiche Modell incl. Microwelle gibt es ohnehin nicht mehr. Wegen des großen Ausschnittes in der Platte, kommt nur Miele in Frage, das teuerste Modell. Induktion? Unsere Töpfe passen und die Bedienung? Und jetzt kommt es: Früher hätten wir uns auf das Neue, Moderne gefreut, heute überwiegen Bedenken und Zweifel ob wir uns an das Neue gewöhnen, wir haben es dennoch gewagt! Ist das das Alter? Natürlich. Das Gleiche gilt nämlich für unseren neuen Golf Sportsvan. Ich kenne nur einen Bruchteil von Funktionen der vorhandenen Tasten, ich habe keine Lust mich damit zu beschäftigen, wenn ich sie doch nicht brauche oder ganz selten. Das macht mich gelegentlich traurig aber ich versuche mich damit abzufinden.

Montag, 15. August 2016. Habe zur Zeit ein Fotobuch, über Ellwangen und Hedi in Bad Soden, in der Mangel, deshalb kommt das Tagebuch zu kurz. Meine Fotobücher sind mehr Fotoreportagen mit ca. 50% Text, auch alle Fotos sind beschriftet. Habe inzwischen viele Fotobücher gesehen, mit wunderbaren Fotos … aber keine Beschriftungen. Diese Bücher sind im Moment sehr schön aber für die Zukunft ohne Aussagekraft und langweilig weil die Bezüge fehlen. Weder Jahr noch Anlaß oder Personen werden benannt. Was sollen in die Jahre gekommenen Kinder oder Enkel damit anfangen? Ich sehe das an Hand unserer Alben die unsere Eltern angelegt haben und wie schwer nun eine Rekonstruktion ist.

Diese Kopfarbeit braucht Konzentration und Motivation, da geht das Tagebuch vergessen.

Natürlich sehen wir uns auch Olympia mit den leeren Stadien an, recht so! Olympia ist zu einer auf Gewinnstreben ausgerichtete Betrugsorganisation ausgeartet, es menschelt halt überall. Wenn man es doch wenigstens zugeben und Thomas Bach zurücktreten würde, weil er so einem Doping tolerierendem Verein nicht mehr angehören wolle. Nun gut ich glotze, glaube aber nichts mehr und freue mich manchmal, trotzdem.


Montag, 08. August 2016. Gestern Clubregatta, habe den Wettfahrtleiter gemacht. Ich werde auch älter. Habe Konzentrationsschwierigkeiten bei den Schallsignalen bei mir bemerkt, lasse mich zu leicht ablenken und dann bei den Kreuzern Abbruch bekanntgegeben, statt Bahnverkürzung. Wäre mir früher nie passiert. Ich muß also kürzer treten. Als Zeitnehmerin hatte ich eine clevere Clubkameradin der das Spaß macht, ein Lichtblick für die Organisation. Es gibt nämlich keine, so oft gescholtenen, Funktionäre mehr. Keiner will die Flaggen ziehen, auf die Stoppuhr drücken geschweige denn die Regeln studieren und erst recht nicht anwenden. Zu viel Wind oder zu wenig Wind? Soll man eine Wettfahrt überhaupt starten bzw. wann soll ich abbrechen bei zu viel oder zu wenig Wind? Der Fluch der Wettfahrtleitung.


Mittwoch, 02. August 2016. Gestern beim Frühstück einen Beitrag zum Nationalfeiertag der Schweiz am 3. August mit dem Rütlischwur gehört, der zwischen 1291 und 1307 erfolgt sein soll und letztlich als Initialzündung zur Bildung der heutigen Schweiz gilt. Jedoch erst 1848 wurde die noch heute gültige Verfassung verabschiedet, aber nicht ganz freiwillig. Bis dahin war es ein lockerer Staatenbund, der sich in den frühen Jahren noch lange gegenseitig bekriegte. 1848 wurde er in der heutigen Form letztlich als neutraler Staatenbund, der als als Puffer zwischen Österreich und Frankreich nach den Nopolionischen-Kriegen dienen sollte, gegründet. Warum ich darauf komme? Hier wieder einmal meine Einschätzung: Freiwillig bekommt man so verschiedene Kulturen wie sie sich in Europa entwickelt haben nicht unter einen Hut, nur durch starken Druck von außen. Die kleine Schweiz hat dazu ca. 550 Jahre benötigt! Die Vereinigten Staaten von Amerika über 200 Jahre, wie lange braucht die EU? Ich schätze mal noch 100 Jahre und zusätzlich kräftigen Druck von außen, hoffentlich keinen Krieg. Alles Andere halte ich für eine Illusion. Aber wenn wir das wissen, wird alles leichter und erträglicher, wir Europäer sind halt auch nur Menschen.

Sonntag, 31. Juli 2016, Rufe und wir töten, Rufe und wir sterben!“ Sollen türkischstämmige Demonstranden in Österreich skandiert haben. Vielleicht war es nicht so gemeint wie ich es verstehe. Es kommt aber nicht darauf an wie etwas gemeint war, sondern wie es verstanden wird! Hier noch einmal Lichtenberg ca.1780:

Man spricht viel von Aufklärung, und wünscht mehr Licht. Mein Gott was hilft aber alles Licht, wenn die Leute entweder keine Augen haben, oder die, die sie haben, vorsätzlich verschließen?“

Die Mehrheit der Türken und ihr Führer scheinen sich in einem Rauschzustand zu befinden, beide putschen sich gegenseitig hoch, das kann einem wirklich Angst machen.


Sonnabend, 30. Juli 2016. Nachts kühlt es jetzt etwas mehr ab, tagsüber soll die 30 Grad Grenze fast wieder erreicht werden. Heute Abend werden wir unseren ehemaligen ersten Vorsitzenden mit Frau in den Wintertörn nach Spanien verabschieden. Das Boot liegt bereits an der nordwestlichen Ecke Spaniens, sie wollen sich langsam nach Süden vorarbeiten. Außer auf schöne Segeltage wollen sie auch die Landschaften, Landsleute und vor allem auch ihren Gaumen besser kennen lernen. Im März 2017 wollen sie sehen ob Neu Isenburg und ihr Haus noch steht. Lernen wir nun auch unsere türkischen Freunde in Deutschland besser kennen? Sie wollen für ihren Präsidenten und die Demokratie demonstrieren. Was haben wir damit zu tun? Also laßt sie doch demonstrieren, aber ohne Presse und Fernsehen. Erst die massive Anwesenheit von Funk und Fernsehen verleiht dem Erdogan Probaganda und Öffentlichkeit. Deutschland interessiert ihn gar nicht, das braucht er für seine Vorhaben in der Türkei, zum Ausbau seines Personenkultes. Die türkisch stämmigen Deutschen werden als Kanonenfutter mißbraucht. Wenn man das alles über die deutschen Medien verfolgt kommt einem automatisch Deutschland in den dreißiger Jahren in den Sinn. Daß sich viele der Demonstranten mehr als türkisch empfinden als deutsch, was solls, ist uns doch egal, damit haben sie selbst die größten Probleme. Schert es einen Bayern, wenn sich ein Ostfriese nach 20 Jahren München noch nicht als Bayer empfindet? Der drückt ihm vielleicht ein Maß Bier und eine Brezel mit der Bemerkung in die Hand: „Scher di!, selbst Schuld.“


Freitag, 29. Juli 2016. Es regnet!, man sollte es nicht glauben, schon die ganze Nacht, ein schöner gleichmäßiger Nieselregen, 23 Grad, angenehme Stimmung. Was isst man eigentlich bei diesen Temperaturen mit Sonne am Himmel? Wir sind Viermalesser: Frühstück, Mittag, Nachmittagskaffee und Abendbrot. Außer beim Frühstück mit kleinen Abweichungen, immer zur gleichen Zeit, man kann die Uhr danach stellen. Also aus der Zeit gefallen, spießig würde man sagen, aber bei uns gehört das zu unserem Lebensgefühl, wir fühlen uns nicht eingeengt, im Gegenteil, eher sicherer. Und was gibt es zum Mittag bei diesen Temperaturen? Sehr abwechslungsreich: einen Tag Kartoffeln mit Quark, den anderen Kartoffeln, Rührei und Gurkensalat. Wenn diese Reihenfolge beendet ist, fängt das von vorne an. Hedi findet das etwas langweilig, was ich gar nicht verstehen kann. Wir fuhren auf einer Alleeenstraße in Mecklenburg, Hedi war begeistert. Auf beiden Seiten der Allee Pappeln: Erst eine Pappel, dann keine, dann wieder eine Pappel, dann wieder keine, dann wieder eine Pappel, dann wieder keine usw. usw., mehrere Kilometer lang. Sehr schön und sehr beruhigend und sehr schattig wenn es sonnig ist. Und so sehe ich auch unsere Speisefolge, wenn es sonnig ist.


Mittwoch, 27. Juli 2016. Es bleibt warm, die Hitze geht nicht mehr aus der Wohnung. Fenster auf, Fenster zu, was soll man machen. Die Hortensie auf der Loggia braucht jeden Tag eine Kanne Wasser. Die Blütendolden sind so schwer, daß sie bei geringstem Mangel sofort anfangen zu hängen. Können uns nicht erinnern so oft auf der Südwest-Loggia gegessen und gesessen zu haben. Immer öfter wird uns bewußt wie gut es uns geht. Da muß ich z.B. an das Attentat in kath. Kirche in Frankreich denken. Der ermordete Priester hatte ein sehr gutes Verhältnis zur dort auch befindlichen Moschee und der Gemeinde der Moslems. Vermutlich ist das der Schlüssel. Die Extremisten wollen dieses gute Verhältnisnicht und müssen es deshalb zerstören. Das schlimmste denkbare Szenario für den IS und den Extremisten wäre eine Versöhnung bzw. ein gutes Miteinander von Moslems und Christen. Noch schlimmer wäre ein gemäßigter Islam, die Gülem-Bewegung? Dann würde sich der Kreis schließen. Ich fürchte, das wird kein dreißigjähriger, sondern ein hundertjähriger Krieg der Moslems untereinander und zusätzlich nach außen. Es ist lächerlich dagegen mit Fußfesseln und Ausweisungen kämpfen zu wollen. Die Gegensätze sind zu tief in den Gesellschaften vertieft und verankert. In den Sagen ist das schön beschrieben: Haust du einen Kopf ab, wachsen sofort zwei neue. Für Politiker ist das ein sehr schönes Wahlkampfthema. Endlich haben sie wieder etwas wohinter das Volk/der Wähler herlaufen kann. Altersarmut, Rente u. Co. lockt keinen Hund mehr hinter dem Ofen hervor. Damit bin ich wieder auf unserer Loggia, wohin wir uns allerdings auch nicht davon stehlen können, so wie es diesem Mann ergangen ist der sich ersäufen wollte, allerdings hatte er seinen großen Hund dabei, der apportierte ihn wieder! (Lichtenberg)

 

Dienstag, 26. Juli 2016. Es bleibt warm und schwül. In der Wohnung seit Tagen 27 Grad, jetzt um 10 Uhr im Schatten Außentemperatur 26 Grad. Heute Nachmittag in Ffm Regen bei 23 Grad angesagt, wer´s glaubt wird selig, wer nicht kommt auch in den Himmel. Wir fahren in den Club wo ich einige Tische reparieren/ausbessern will. „Wer hat Angst vor dem IS?“ Angeblich wir alle. Die Medien wollen uns Angst einreden, na prima! Alles im Sinne des s.g. IS. 24 Stunden Dauerberieselung mit Katastrophen-Bildern obwohl es gar nichts Neues gibt. Weiter so, da freut sich der IS, das will er ja gerade. Wir selbst bauen ihn zu einem unbesiegbaren Monster auf. Totschweigen!!, das wäre die richtige Strategie, aber nein wir wollen uns gruseln und Betroffenheit zeigen. Wir brauchen eine Nationalgarde von bewaffneten rüstigen Rentnern, die Leuten mit Rucksäcken hinterher laufen, das grenzt an Lächerlichkeit. Diese Art von Krieg lebt von den Medien. Jeder Tote wird praktisch vertausendfacht und gewinnt erst dadurch seine wirkliche Bedeutung. Es ist praktisch eine Erweiterung des Cyberwar. Über die Inspiration durch das Internet und deren Kriegsspiele hin zur praktischen Erprobung des gelernten. Gerne greift man dann auf Ideengeber zurück wie den IS. Dagegen GSG9 einzusetzen ist lächerlich. Eine gepanzerte Hundertschaft gegen einen einzelnen Neunzehnjährigen zeigt die Hilflosigkeit und Unsicherheit der Polizei. Vermutlich die vorauseilende Absicherung gegenüber einer sensationshungrigen Öffentlichkeit. Lächerlich ist die Lobhudelei der Münchner Polizei, dabei haben sie nicht einen einzigen Toten verhindern können. Die wenigen Polizisten vor Ort hatten das bereits erledigt. So, jetzt habe ich mal Luft abgelassen.


Sonnabend, 23. Juli 2016. Donald Trump, er hat es bis zur Kandidatur geschafft: Vorwärts in die Vergangenheit. Haben die Anhänger und Wähler verstanden was der Verfasser der Unabhängigkeitserklärung Thomas Jefferson im Grunde gemeint hat: … „daß die Ethik eines Einwanderungslandes auf der Ausschaltung des Mitgebrachten bei gleichzeitiger maximaler Duldung der Verschiedenheiten beruhen muß“. Und ist ihnen, den Zujublern und Grölern bewußt, daß sie selbst alle Einwanderer sind? Heute habe ich im Radio einen Beitrag von einem Besucher von Trumps Auftritten gehört: „Es liegt ein Geruch von Faschismus über der Masse“. Dennoch, alles ist möglich, vielleicht heißt Ende November der neue Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika mit Vornahmen Donald. Einen berühmten Namensvetter hat er bereits.

 

Mittwoch, 20. Juli 2016. Brexit, Trump, PEGIDA, Erdogan usw. Hat das im Prinzip alles miteinander zu tun? Sind das alles Bewegungen stark verunsicherter Bevölkerungsschichten mit generalisierten Angstzuständen, die Menschen(Politiker) nicht beruhigen können? Nur einer davon (Erdogan) bringt die Mehrheit hinter sich – mit der angeblichen Hilfe Gottes. Kein Politiker, Könige oder gar Parteien können die Massen auf Dauer ohne eine überirdische Macht (in Vertretung auch Donald Trump), das zwangsläufige Versagen der Führungsschichten ausgleichen, regieren und beherrschen. Der Mensch ist fehlbar. Das muß entweder vertuscht werden mit Diktatur oder auf eine übergeordnete Institution abgeschoben werden, die es nicht anders oder gerade so gewollt hat. „Allah ist groß und Mohammed sein Prophet“, er hat es so gewollt. Das war über tausend Jahre das erfolgreiche System der Monarchie, von Gottes Gnaden. Das wird die Demokratie nie leisten können, weil man hier bis ins Schlafzimmer und in die Geldbörse der Regierenden schauen kann. In diesem System muß der Wähler zwangsläufig unzufrieden werden. Wie sich das genau entwickelt bzw. entwickeln kann werden wir bei Donald sehen, Theresa wird es auch nicht leicht haben. „So Gott will“, funktioniert in einer sekularisierten Gesellschaft nicht mehr. Demokratie braucht sehr intelligente Nutzer, ob es so viele gibt? Ich glaube es eher nicht. Im übrigen:"So Gott will" ist jeder zweite Satz in den Bekennerschreiben der A

Sonntag, 17. Juli 2016. Mußte aus technischen Gründen die Seitenstruktur in diesem Tage-Wochenbuch ändern. 1&1 nahm keine Beiträge in der bisherigen Struktur mehr auf. Ich mußte Unterseiten einrichten. Jedes Jahr bekommt nun eine neue Seite. Der aktuelle und die letzten fünf Beiträge sind auf dem Hauptlink eingetragen, alle weiteren Beiträge für das laufende Jahr verschieben sich auf den Jahreslink in der linken Leiste. Das erleichtert gleichzeitig die Suche nach Beiträgen aus den vergangenen Jahren.

 

Noch einmal zu Great Britain::

Ich habe und tue es noch immer die Briten für ihren Sinn und bewußte Konzentration und Aufrechterhaltung Ihrer Traditionen bewundert.

Nun schlägt das zurück.

„Downing Street 10“, das Unterhaus, das Oberhaus, die alten Telefonzellen, die Königin, die Paraden, die Kutschen, die Uniformen, usw., usw. Dazu das Commonwealth. Fast alles das ist Jahrhunderte alt und erinnert an die Zeiten wo England eine Weltmacht war und das auch reichlich ausgekostet hat. Bei einfachen Leuten, die sehr auf Symbole achten und reagieren, lösen diese Bilder Wunschvorstellungen aus, die längst Vergangenheit sind, in England ist man aber immer noch sehr stolz darauf, besonders bei den Leuten, die auf sonst nichts mehr stolz sein können, die ältere Generation. Sind es die Königstreuen die überwiegend für den Austritt gestimmt haben? Bestimmt nicht die eher Jüngeren, die leider weniger an die Wahlurne gegangen sind. Jede Medaille hat also zwei Seiten. Tradition wunderbar, aber wehe sie Blockiert einen realistischen Blick in die Zukunft mit der Anerkennung und Annahme der großen und schwierigen Herausforderungen. Wenn sie sagen wir wollen unser Britannien zurück, können sie ja nur das Britannien des 18. und 19. Jahrhunderts meinen. Wissen diese Leute, erinnern werden sie sich nicht können, wie das Volk damals gelebt hat? Ich glaube eher nicht. Nun, ich glaube nach wie vor nicht an einen Brexit wie man ihn gewöhnlich sieht. Am Ende wird man sich einigenu Great Britain: Ich habe und tue es noch immer noch die Briten für ihren Sinn und bewußte Konzentration auf Traditionen bewundert.

<< Neues Bild mit Text >>

Donnerstag, 15. Juli 2016. Die warmen Tage sind erst einmal vorbei, die Temperaturen haben sich bei 22 Grad eingependelt. Hedi ist nun schon fast drei Wochen zu Hause, alles ist gut. Für mich war das eine Zäsur. Ich saß immer am PC und wenn nicht hatte ich nur Segeln im Kopf. Den Haushalt und alles was damit zusammen hing hatte ich Hedi überlassen, daß sie inzwischen auch älter geworden ist wußte ich zwar, wollte es aber nicht richtig wahr haben, nun habe ich das kapiert. Nun merke ich erst was Einkaufstaschen schleppen, Bodenpflege und Fensterputzen für körperliche Arbeiten sind, für mich aber im Moment noch kein Problem. Ich erwische mich dabei nun direkt stolz zu sein vielleicht im letzten Moment noch die Kurve für uns zwei bekommen zu haben. Segeln kommt nun erst an zweiter Stelle, wenn überhaupt. Seit vier Tagen bin ich dabei die Garage als Werkstatt aufzulösen. Ein unglaubliches Unterfangen. Nun soll man alles das was man in 40 Jahren, in ca. 10.000 Stunden Bootsbau angesammelt hat verschrotten, verkaufen oder entsorgen. Es kommt mir vor als würde ich 40 Jahre Lebenspanne entsorgen wollen. Das halte ich immer nur ca. 1 ½ Stunden aus, dann muß ich abbrechen. Verkaufen, verschenken entsorgen und wohin? Man hat das Problem schon in hundert Filmen, bei Freunden und Verwandten gesehen und gehört, bei der eigenen Mutter durchgeführt, alles kein Problem, ich hatte immer gute Ratschläge parat. Meine Mutter weinte die ganze Zeit, wehrend wir unsere Scherze machten, als wir sie 1975 ins Seniorenstift umzogen. Nun muß ich selbst da durch. Hedi wünschte sich das schon lange, auch das war eine große Last für sie. Nun muß ich da durch, unter dem Motto: „Glücklich ist, wer vergißt, was nun einmal nicht zu ändern ist“. Zum Glück kann ich mich rel. schnell auf neue Situationen einstellen, es wird mir auch hier gelingen.

Mittwoch, 07. Juli 2016. Vielleicht hat Farage recht, die EU stirbt, jedenfalls in der bisher angelegten Form einer Wertegemeinschaft. Die Verhandlungen mit der Türkei sollen forciert werden, ist das dann noch eine Wertegemeinschaft (?), was es ohnehin nie war. Beispiel: Als Margaret Thatcher bei Kohl in Ockersheim war, soll sich folgendes abgespielt haben: Im Gespräch schwärmte Kohl von einer europäischen moralischen und ethischen Wertegemeinschaft der EU. Daraufhin warf die Thatcher ihre Handtasche in die Stubenecke und brüllte: “Du Deutscher (!), ich will Geld verdienen (!)“. Daß sie selbst GB mit der Endindustrialisierung fast in den Ruin getrieben hat, erwähnte sie natürlich nicht. Selbst wenn das erfunden ist, es trifft den Kern. Europa rückt vermutlich erst zusammen, wenn es bis auf den kleinsten gemeinsamen Nenner von außen her zusammen gedrückt wird und sich Amerika und Canada von Europa ab- und dem asiatischem Raum zugewendet haben, die warten nämlich darauf. Hoffentlich ist es dann nicht zu spät. England ist auf einem absteigenden Ast, was es nicht wahrhaben will, hoffentlich lassen sich die anderen europäischen Staaten nicht mitreißen. Ich sehe aber die Gefahr. Europa hat eine krankhafte Angst vor der sattfindenen Globalisierung und erstart in der Sehnsucht nach der Vergangenheit. Normalerweise führt das zur Insolvenz.

Daß das letzte Wort mit dem Brexit noch nicht gesprochen ist, sehe ich nach wie vor. Das ändert aber nichts an dem oben gesagtem.

Donnerstag, 30. Juni 2016. "Gehen lernt man durch stolpern!" CETA, das Handelsabkommen mit Canada. Es geht bereits weiter. Alle schimpfen bereits wieder über die EU. Nun soll so ein kompliziertes Abkommen von jedem einzelnen der 28 Mitgliedstaaten, England gehört noch dazu, einzeln geprüft und abgesegnet werden, obwohl bereits seit drei oder vier Jahren eine Kommission im Auftrag der Mitglieder verhandelt hat und zu einem Ergebnis gekommen ist. Gerade ist man dabei die Einheit der EU zu beschwören und schon bekämpft sie wieder. Man ist nicht bereit Kompetenzen abzugeben und ev. auch damit verbundene Nachteile zu akzeptieren. Die EU ist ein Irrenhaus, in dieser Form wird sie nicht mehr lange bestehen, aber aus ganz anderen Gründen als die, die die Briten als Begründung ansehen.

Warum ich nach wie vor an keinen Brexit glaube. Boris Johnson, ein ehemaliger Journalist und Kabarettist hatte selbst nie an einen Sieg geglaubt und hat deshalb auch keinen Plan. Als Günstling und Freund von Cameron wurde er in das Bürgermeisteramt gehievt, wurde dort aber nicht wiedergewählt. Das Amt selbst hat er als Selbstdarsteller oft als Kabarettbühne benutzt und war wegen seinem Humor und Schlagfertigkeit beim Volk sehr beliebt. Ob das alles gute Eigenschaften sind einem ganzen Volk als Premier aus der Patsche zu helfen, wage ich zu bezweifeln. Er wird (Falls er Premier wird, was ich aber nicht glaube) den Brief nicht schreiben weil er vermutlich den Brexit gar nicht will … und ein Andere auch nicht. Die vielen Presserunden und Talkshows sind ein guter Lückenfüller treffen aber nicht den Kern des künftigen Problems in England, mit dem Argument: Man muß den Willen des Souveräns beachten und erfüllen. Souverän in England ist aber nicht das Volk sondern allein das Parlament und das lehnt den Brexit ab!


Mittwoch, 29. Juni 2016. Wir sehen die Klosbrühe nun klarer. Die Briten sind überfordert und nicht vorbereitet, wie im wirklichem Leben. Sie, die Mehrheit, sind Rattenfängern hinterher gelaufen, nicht ins Wasser aber ins Verderben, übertrieben gesagt, dafür werden sie politisch gelyncht, davon bin ich überzeugt. Der berühmte Brief wird nie und nimmer geschrieben, die ganze Nation hat sich unsterblich blamiert. Die EU verhält sich

durch die Verfassung gedeckt sein. Alle Gesetze können durch ein Verfassungsgericht ausgehebelt werden. 3. Präsidialdemokratie. Hier gibt der Präsident die Politik vor, das Parlament ist dem Präsidenten untergeordnet. 4. Direkte Demokratie: Schweiz. Alle Gesetze müsen durch Volksentscheide bestätigt werden. Und nun die kuriose Entscheidung einer Selbstentmachtung: Ausgerechnet Großbritannien hat sich das eigene Parlament, als einziger Souverän des Staates, selbst entmachtet, indem es die Entscheidung über eine so komplizierte und folgenschwere Entscheidung wie der EU-Mitgliedschaft ohne Notwendigkeit einem Referendum überlassen.

 

Donnerstag, 16. Juni 2016. Ich muß zu Donald Trump (nicht Donald Duck), noch etwas zum Besten geben. Nun wachen auch langsam die Republikaner auf. Er, Donald, will ein Einreiseverbot für Moslems einführen. Für jeden Einreisenden einen Religionscheck bzw. einen Kirchensteuerbescheid verlangen. Er treibt es auf die Spitze. Mir kommt es so vor, als wollte er den Amerikanern den Spiegel vor halten um zu zeigen zu was der Mensch alles fähig ist, normal ist das jedenfalls nicht. Er boxt sich selbst aus dem Ring. Im Prinzip schadet er allen Populisten, auch denen in Europa. Die Angst der Menschen vor der Globalisierung und dem damit verbundenen gnadenlosem Wettbewerb. Angst ist der beste Wahlhelfer: Wie Adenauer in den fünfziger Jahren: „Keine Experimente!“ Ein interessanter Artikel eines > Hartliner-Republikaner´s zu Trump: < https://magazin.spiegel.de/SP/2016/22/144989369/index.html

Zu Trump: Herrschaft des Mobs, Robert Kagan, Der Spiegel 22/2016

 

Mittwoch, 15. Juni 2016, 11:30 Uhr. Seit Tagen schwülwarmes Aprilwetter im Juni, eine Gewitterfront nach der anderen mit starkem Platzregen zieht über Frankfurt und dem Taunus. Gestern in Sachsenhausen den Nahverkehr mit Überschwemmungen lahmgelegt. War gerade bei Nieselregen auf meinem fast täglichem Rundgang, nun klart es auf und die Sonne blinzelt durch die Wolken. Das passiert nun auch bei Hedi, die seit dem 23. Mai im Krankenhaus ist. „Generalisierte Angstzustände“, die sich bis zu Suizidgedanken aufgeschaukelt haben. Deshalb hatte ich die letzten drei Wochen keinen Kopf für das Tagebuch. Nun klärt sich das auf, sie fühlt sich wieder besser, wird am Freitag entlassen und freut sich auf zu Hause, von mir ganz abgesehen. Das war eine Zäsur, ich muß mich mehr an der Bewältigung der Aufgaben im Haushalt beteiligen und sie entlasten. Sie wird dieses Jahr 88 Jahre, da ist man keine junge Frau mehr, vielleicht wollte ich das nicht wahr haben, nun weiß ich es. Das mußte mal raus, nun mache ich mir was zu essen. Nachmittags bin ich immer bei ihr, das Haus ist nur 15 Min. zu Fuß entfernt. Demnächst mehr.

Freitag, 20. Mai 2016, Fröhliche Pfingsten!, wünschten sich Tochter und Mutter, als Tochter mit Lebensgefährten zum Mittagessen bei Muttern eintrafen, was allerdings nicht lange anhielt. Mutter hatte zum Spargelessen eingeladen, alle freuten sich, nur Tochter nicht. Deshalb machte sie für die Tochter, statt dem Spargel ein leckeres Chili-Karottengemüse. … nein das esse ich auch nicht. „Fröhliche Pfingsten!“ Ist uns selbst so etwas oder Ähnliches auch schon passiert? Hätte die Tochter das bei Freunden auch so gemacht oder hätte sie gesagt: “Wie lecker! Karotten mit Chili, wunderbar“. Innerhalb der Familie sind wir vermutlich rücksichtsloser, bzw. man muß keine Rücksicht nehmen, erst recht nicht gegenüber dem eigenem Weibe.

 

Mittwoch, 18. Mai 2016, die Eisheiligen sind vorbei, es wird wärmer. Für den Schoppen auf dem Weinfest in Bad Soden brauche ich keine langen Unterhosen. Im Bier hat man Glyphosat-Rückstände gefunden, muß ich damit auch im Wein am Freitag rechnen? Wer ist Schuld, der Herstellen der ein billiges Unkrautvernichtungsmittel anbietet oder der der es verwendet? Was ist Unkraut? Ist der Krebsverdacht schlimmer als die Vernichtung der Organismengemeinschaft in den Böden, wo bis zu 40 cm Tiefe alles Leben vernichtet wird und die Krume eine leblose Masse wird? Das s. g. Unkraut wächst deshalb schneller weil mehr gedüngt werden muß und darauf muß wieder mehr Vernichtungsmittel aufgebracht werden. Ich finde es absolut pervers, daß nur nach krebserregenden Substanzen gesucht wird. Das unbedingt erforderliche gesunde Bodenleben, mit den Insekten und Würmern, voran der Regenwurm, interessiert niemanden, obwohl diese die Grundlage unserer gesamten Existenz bilden. Wir werden unsere Erde nicht nur verbrennen sondern vorher auch noch unsere Lebensgrundlagen vernichten. Wer mit Arzneimitteln seine Darmflora abtötet hat den Teufel mit dem Beelzebub ausgetrieben. Sollte man also Glyphosat verbieten? Nein, wenn dem Volk und den Bauern ein vergiftetes Lebensmittel lieber ist als ein etwas teueres, gesundes, dann nur zu, per Gesetz kann man die Menschen nicht verbessern. Das gilt auch für die Briten. Dem einzelnen Briten wünsche ich den Brexit nicht, aber ein gutes Exempel wäre es allemal. Dann hätte man ein Beispiel für die nächsten 50 Jahre an dem sich Separatisten abarbeiten könnten, die es ja nicht nur in England gibt. Die EU wird in England von den Brexitbetreibern inzwischen mit Nazideutschland verglichen! Ich lasse mir den Schoppen auf dem Weinfest trotzdem schmecken, in unserer Stammtischrunde.

 

Freitag, 13. Mai 2016, bin ich abergläubisch? Nein. Aber ich halte mich an übliche Rituale. Die Sieben und die Dreizehn sind Primzahlen, liegt es daran? Für mich sind es mehr Wohlfühl-Zahlen, obwohl es die Zahl Dreizehn doch insich hat. Wenn wir schon bei den Zahlen sind. Haben die Brexit Befürworter daran gedacht was ihnen zahlenmäßig bevorsteht wenn der Austritt Großbritanniens erfolgt? Aus einer Expertenrunde erfuhr ich, daß es in der EU über 12.000 (zwölftausend) zwischenstaatliche Vereinbarungen gibt, die alle zwischen den einzelnen 28 Mitgliedern und Großbritannien einzeln neu verhandelt werden müssen und das in zwei Jahren! Die zuständigen Beamten in England stehen bereits jetzt Kopf! Das wären insgesamt 336.000 Einzelabkommen, die innerhalb zwei Jahren neu verhandelt werden müßten, so habe ich das verstanden. Selbst wenn davon nur 10% wichtige Abkommen wären, wären das immerhin noch 33.600! Wer wird zur Verantwortung gezogen, wenn das alles ganz furchtbar schief geht und die Briten auf halbem Weg umkehren müssen und viele ihrer Privilegien die sie sich bis jetzt mühsam erkämpft haben, dann natürlich verlieren werden? Das überlegend geht mir folgendes durch den Kopf: Wären solche, von einem neutralen Beobachter im Grunde unverständlichen Initiativen denkbar, wenn von Gefühlen und Vorurteilen dominierte, Aktivitäten von Computern vorher auf ihre rationalen Vor- und Nachteile überprüft würden? Ich fürchte das würden die Menschen natürlich nicht vertragen und das natürlich als Bevormundung von einem seelenlosen Computer empfinden. Die Möglichkeiten hätten sie ja bereits heute. Es gibt bestimmt schon heute Studien die Ergebnisse liefern, wenn man sie nur ernst genug nehmen würde. Bzw., wenn man den Inputgebern vertraue

 

Gepackt, aber nicht abgefahren.

Donnerstag, 12. Mai 2016, wollten eigentlich heute über Pfingsten zu einer Regatta an den Bostalsee fahren, bleiben aber nun zu Hause. Hedi fühlt sich nicht wohl. Das Wetter muß die Eisheiligen abarbeiten, natürlich über Pfingsten, ein Absturz von 20 auf 10 Grad. Habe einen interessanten Artikel im Spiegel über Carl Schurz gelesen. Mitbegründer und entscheidender Ideengeber der neu gegründeten Republikanischen Partei in den USA. Die Grundideen der damaligen Republikaner entsprachen genau dem Gegenteil der heutigen Wahlreden der republikanischen Kandidaten wie Trump. Man riskierte einen Bürgerkrieg zur Abschaffung der Sklaverei, was Trump jetzt, wenn man ihn im weitesten Sinne, mißverstehen, wieder einführen will. Carl Schurz besuchte 1867/68 Deutschland und traf mehrmals den Monarchisten Bismarck. Sie plaudern über die Systeme in Preußen und Amerika. Bismarck wundert sich, schreibt Schurz: “daß eine menschliche Gesellschaft glücklich und halbwegs geordnet sein könne, wo die Macht der Regierung so beschränkt sei und so wenig Ehrfurcht vor den eingesetzten Behörden herrsche“, Schurz konterte mit einer Lektion über Freiheit, indem er sagt; „daß das amerikanische Volk sich kaum zu einem so selbstvertrauenden, energischen, fortschrittlichen Volk entwickelt hätte, wenn an jeder Pfütze in Amerika ein Geheimrat oder ein Schutzmann gestanden hätte, um die Leute davor zu bewahren, hineinzutreten“. Er vermerkt ein herzliches Lachen Bismarcks. Dann sagt Schurz einen ungeheuer guten Satz: „daß in einer >wenig-regierten< Demokratie die Dinge im einzelnen schlecht, im ganzen aber gut gehen könnten, während in einer Monarchie mit viel hervortretender und allgegenwärtiger „Regierung“ die Dinge im einzelnen sehr glatt und gut, im ganzen aber schlecht gehen könnten“. Die Frau von Carl Schurz engagierte sich sehr im sozialen Bereich, sie führte die Kindergärten ein. Deshalb heißen sie bis heute in den USA : „Kindergarten“.

 

Mittwoch, 11. Mai 2016. Duterte, Trump u. A. Sind die Mehrheit der weltweiten Wähler Idioten? Warum bekommen Kandidaten mit Idiotensprache Mehrheiten, Rodrigo Duterte wurde gerade als Präsident gewählt. Er ärgert sich, daß er bei der Vergewaltigung einer schönen Frau nicht der Erste von mehreren war, will 100.000 Verbrecher erschießen. Ist das Zufall oder Kalkül.? Haben vielleicht nicht auch Wahlmanager dazu geraten die Sprache der Massen zu sprechen um diese Stimmen erreichen zu können? Ist die Mehrheit der Wähler nur so erreichbar? Haben die Unker recht, die vor einer Verrohung der Sprache durch das anonyme Internet gewarnt haben? Wo führt das hin, wenn sich die Politiker stärker über das Internet/soziale Netze definieren und argumentieren? Bleiben dann die nachdenklichen, vielschichtigen Argumentierer auf der Strecke? Wird sich eine allgemeine Verrohung durchsetzen? Gilt in Zukunft nur noch Schwarz und Weiß? Wie kommen diese Politiker im Tagesgeschäft wieder runter von dieser Tonlage? Was wird aus unserer Sprache? Warum lassen sich die so intelligenten Medien an ein Grab locken wo sich der Gossensprachler-Präsident ausweinen darf (also doch ein Mensch?), der dann, vielleicht auf dem Heimweg, 100.000 Verbrecher erschießen will, natürlich im Beisein der öffentlich rechtlichen Fernsehanstalten.

 

Dienstag 10. Mai 2016, der letzte Sonnentag? Kam mir die letzten Tage vor wie im Hochsommer, bis zu Pfingsten soll es abkühlen. Fahren am Donnerstag zu einer 2.4mR-Regatta an den Bostalsee im Saarland. Natürlich kommt zur rechten Zeit ein Tiefdruckgebiet aus Frankreich mit niedrigen Temperaturen, wenig Wind und am Sonntag mit Nieselregen. Den Seglern ist das fast egal, die haben zu tun auf dem Wasser, aber die Zuschauer/Bergleiter wie Hedi !? Hedi hat Bammel vor diesen Tagen, sie ist ja fast den ganzen Tag alleine, wenn ich auf dem Wasser bin.

Was beschäftigt uns sonst noch? Der Brexit in England und die Gegner von TTIP mit den Amerikanern. Beides sind Gegenbewegungen, beide wollen sich isolieren. Die Engländer sehen ihre demokratische Selbstbestimmung durch die EU in Gefahr, die anderen wollen nicht, daß ihre Hünchen mit Schwimmbadwasser desinfiziert werden, weil es einen zu hohen Chlorgehalt hat (nur für die Schwimmer nicht, die es sicher auch schucken). Beide halten das bestehende politische System für unfähig das Richtige zu erkennen, beide Bewegungen werden von Ängsten getrieben, nicht von Zukunftsvisionen. Mangelnde positive, mutmachende Zukunftsvisionen zu haben wirft man eher den Regierenden vor, wenn sie aber so etwas anstoßen erkennt man es nicht und will: „vorwärts in die Vergangenheit!“, da war alles besser!

 

30. April 2016, heute Sonne bei 6 Grad, obwohl Regen und Graupel angesagt sind, uns freut es. Royalisten. Frauen schauen sich gerne Sendungen über Königshäuser an, auch bei uns. Dabei ging mir folgendes durch den Kopf: Wir sind stolz auf unsere Demokratie , haben aber bei Wahlen zwischen 65 bis 50% Nichtwähler. Sind das Royalisten? Der König, der liebe Gott sollen es richten, ich als einzelner Wähler kann so wie so nichts ausrichten. Die alte Tatsache das Krümel Brocken und Brocken das tägliche Brot machen, verfängt nicht. Demokratie ist zu mühsam und führt zur Erkenntnis der menschlichen Unzulänglichkeiten auch bei unseren Politikern, die wir nicht wahr haben wollen. Das halten viele nicht aus. Früher hat man die Schuld auf den König geschoben und der hat es weiter an den lieben Gott als Vorsehung gereicht, der wird es schon richten und hat immer Recht. Daß in einer Demokratie jeder Einzelne gefragt ist und eine gewisse Mitschuld hat, ist nur schwer oder gar nicht zu ertragen. Das beste Beispiel ist die „Lügenpresse“. Hier vergleiche ich die PEGIDA mit Erdogan. Wahrheiten sind in den meisten Fällen unerträglich, am besten sie bleiben unter der Decke. Wahr und gut sind natürlich nur eigene Wahrheiten. Das Volk läuft denen hinterher die keine Verantwortung haben. Haben die dann aber das Sagen wird es schlimmer als vorher. Frage: Ist der Mensch als solches ein demokratisches Wesen (bei der ein vom Volk mit Mehrheit gewählte Regierung die Macht ausübt) welches nach der Wahl die Entscheidungen der Mehrheit akzeptiert und sei es mit nur einer Stimme? Ist uns Amerika in seiner Zerstrittenheit nur 10 Jahre voraus, wie immer? Könnte eine Gesellschaft einen demokratisch gewählten Typen z.B. Trump ertragen oder käme es zu einem verdecktem Bürgerkrieg? Sehr schwierige und existenzielle Fragen. Eigentlich müßte das eine stabile Gesellschaft alles aushalten und in einer neuen Legislaturperiode korrigieren. Vorausgesetzt man hat nicht mit demokratischen Mitteln die freie Wahl abgeschafft. Dann kann man auf demokratischem Wege eine Diktatur installieren, die Demokratie mit ihren eigenen Waffen schlagen. Dank der Nichtwähler, um wieder auf den Anfang zurück zu kommen. (1933).

 

Mittwoch, 27. April, lausiges Aprilwetter, um 10 Uhr 6,2 Grad, bedeckt, sieht nach Regen aus, Graupelschauer angesagt. Hoffentlich sind das die vorgezogenen Eisheiligen. Am Sonntag im Club Ansegeln, kühl und Regen angesagt. Gestern Stammtisch, es ging auch um England und die bevorstehende Abstimmung zur EU. Drei von vier glauben eher an den Brexit, ich wieder mal als Einziger nicht daran. Die Neinsager und Aktivisten sind natürlich am lautesten, wie in Schottland auch, das muß aber nicht die Mehrheit sein. Der Handel und die Industrie werden sich erst die letzten 14 Tage zu Wort melden und die daraus folgenden Konsequenzen aufzeigen. Selbst wenn für den Austritt gestimmt wird ist das ja für das Parlament und die Regierung nicht bindend, obwohl sehr schwierig. Mit den dann wieder zu zahlenden Zöllen wird es für die englische Wirtschaft noch schwieriger als es schon ist und die Arbeitslosigkeit wird noch höher. Ich wette auf Verbleib. Wenn die Gegner verlieren übernehme ich die Getränke der Stammtischrunde im Juni, wenn nicht, zahlen sie meine. Was machen wir mit unserem Freund „Recep Tayyip Erdoğan?“. Ich weiß es auch nicht. Vermutlich folgt er dem allgemeinen Trend der Islamisierung im nahen und mittleren Osten. Auf Grund seiner Herkunft und Ausbildung folgt er seinem Intuition, daß 1 und 1 zwei ist, was in der Politik eben nicht stimmt. Er fühlt sich als Herrscher eines großen Landes, was unter seiner Führung die letzten Jahre sehr aufgeblüht ist und glaubt, daß das allein sein Verdienst ist und daß dies so bleibt so lange er nur das Sagen hat, egal was er macht. Diese Entwicklung machen alle erfolgreichen Führungspersonen durch, Kohl mußte das sehr schmerzlich erfahren. Eins glaube ich allerdings: Erdogan wird den Rechten und der Islamophobie sehr in die Karten spielen, leider. Seine Entwicklung als Persönlichkeit und Staatsmann ist dagegen, wie schon gesagt, eher normal und man sollte sich darauf einstellen, Aufgeregtheit zeugt von Naivität.

 

Dienstag, 26. April 2016, waren in Leipzig zum jährlichen Klassentreffen. Hatten großes Glück mit dem Wetter. Tagsüber in Bad Dürrenberg, 840 Meter lange Saline seit dem 1800 Jahrhundert, damals eine Weltsensation. Bis ins 1900 Jahrhundert zur Salzgewinnung, dann zur Behandlung der Atemwege. Wir haben nicht über Politik gesprochen. Als ich einmal fragte was sie von Merkel halten wimmelten sie ab, darüber würde man gar nicht sprechen, das wäre kein Thema. Wer´s glaubt wird selig, wer´s nicht glaubt, kommt auch in den Himmel. Obama in Hannover. Warum hassen so viele Deutsche Obama, sie nennen ihn: „den Nigger im weißen Haus“. Sie meinen vermutlich gar nicht Obama persönlich sondern die Amerikaner, das Amerika im allgemeinen. Immer wenn ich mich in dem Sinne äußere, daß wir selbst gewollt, einschließlich ganz Europa in Sicherheitsfragen, also unserer heutigen Existenz und Lebensweise, zu 100% von Amerika abhängig sind, kommt sofort das Argument: „Das macht Amerika nur zu seinem Vorteil!“ Daß die Amerikaner über 4% ihres BIB für die Rüstung ausgeben und damit unsere Sicherheit mit Atomwaffen garantieren, die Europäer keine 2%, das interessiert nicht. Meine Meinung dazu: Wir sind erst auf Augenhöhe, wenn wir für unsere Sicherheit ebenso viel investieren wie die Amerikaner. Ein anderes Szenario: Trump gewinnt die Wahlen in Amerika. Die Europäer sind für Trump „linke Schwächlinge“ in die er keinen einzigen Dollar mehr investiert. Er zieht die Atomwaffen ab oder wir zahlen die Kosten. Die Alternative: hat uns Putin ja bereits angedeutet, Russland könnte in 14 Tagen vor Paris stehen, ganz ohne Atomwaffen. Putin hat nun seinen Frieden. Die Atomwaffengegner können jetzt ihr Büro in Moskau eröffnen, Putin bedankt sich bei der Eröffnungsfeier für die gute Arbeit für den Frieden in der Welt und bestätigt, daß Atomwaffen überflüssig sind, er selbst hat es ja bewiesen, es geht auch ohne, die Welt ist jetzt sicherer. ... und jetzt aber Schluß!

 

Sonnabend, 16. April 2016, hatte vor >Linux Ubuntu< zu installieren, habe es wieder aufgegeben. Die DVD startet nicht obwohl ich es auch über BIOS versucht habe. Habe dann noch einmal gründlicher gegoogelt und nach Vorteilen für mich gesucht - keine gefunden. Es ist doch einiges anders, vor allem die Bezeichnungen zur Bedienung. Wer Windows gewöhnt ist, für den ist es doch eine gehörige Umstellung. Außerdem ist es fraglich ob meine vorhandenen Anwendungen mit Linux laufen. Also abgesagt. Um meinen PC sauber zu halten arbeite ich mit zwei werbefreien Browsern, außer t-online, das sollte reichen. Gehe jetzt auf die Startseite, mal sehen ob es bei Lichtenberg etwas Neues gibt.

 

Freitag, 15. April 2016, Aprilwetter, kein Wunder der März liegt hinter uns. Ein Freund rief mich an und fragte ob ich krank wäre, seit Ostern nichts Neues mehr im Tagebuch. Recht hat er, ich wußte gar nicht, daß Ostern schon lange her ist. Neu ist eigentlich nur, daß ich mit der 2.4m-R gesegelt bin, letzten Sonntag. Man sitzt drin wie in einem Kajak oder auch Formel eins Boliden. Gesteuert wird mit den Füßen, rühren kannst du dich nicht, es reagiert auf die kleinsten Kommandos, segelt sehr hoch am Wind, man kann alleine schlecht anlegen und ablegen, vor allem bei mehr Wind. Wenn aber alles angelegt und angeschnallt ist, … - das reinste Vergnügen! Sogar der geschleuderte Fockausbaumer funktioniert. Nun muß noch poliert werden, dann kann die erste Regatta kommen. Bei der „Partout“ hat es zwei Jahre gedauert bis ich ihr Potenzial ausreizen und die Jardstyckzahl 110/108 heraussegeln konnte, mal sehen wie lange es bei der 2.4mR dauert (120).

Nachrichten schaut man sich gar nicht mehr gerne an. Fußball ist auch immer nur spannend wenn die Deutschen gewinnen, komisch. Dortmund führt mit 2:0 und verliert 3:4. Man sieht, nicht nur Politiker knicken ein, auch Fußballer, ist das alles doch ganz normal? Müssen wir immer auf der Gewinnerseite stehen? Wenn wir auf dem Globus weiter mitspielen wollen, werden wir noch viel abgeben müssen. Ein Freund war vier Tage am Lago Maggiore. Ihm viel auf, daß es dort viele Superreiche geben muß, und er wunderte sich darüber, wenn man die täglichen Nachrichten über Italien gegenüberstellt. Die Reichen werden immer reicher die Armen ärmer. „Nicht mehr lange, wenn wir weiterhin demokratisch abstimmen können“, antwortete ich ihm. „Wie so das?“ Wunderte er sich. Ganz einfach. Die s.g. Armen bilden die Mehrheit der Wähler. In Berlin sind bereits 46% der Stimmberechtigten Leistungsempfänger. Wenn diese Wähler einen karismatischen Anführer bekommen, ist es mit den Superreichen und Reichen vorbei, das kann ganz schnell gehen, siehe PEGIDA. Wir sind auf jeden Fall auf dem Weg dahin. Verstecken können sich die Reichen immer schlechter, siehe Panama, wir sind auf dem Weg dahin. Es kann sich allerdings auch zu einem Staatskapitalismus wie in China entwickeln, wo nur staatstreue Oligarchen und Parteibonzen Vermögen bilden und mit Hilfe des Staates verstecken und ausleben können. Wir befinden uns meiner Meinung nach in einer Übergangsphase. Der russische Präsident macht es vor, die Nationalsozialisten hatten die SA , Putin bekommt seine Präsidentengarde. Nun ist es genug für diesen Freitag, nachdem die Sonne schien, hat es sich nun wieder zugezogen.

Doch noch eine Neuigkeit: Ich werde parallel zu W10 Linux Ubuntu installieren, ich bin gespannt.

 

Dienstag nach Ostern, 29. März 2016, zu Hause in der Gärtnerei in Baalsdorf sagten wir: „Dritter Feiertag“, warum genau weiß ich auch nicht. Ich glaube da wurde noch mit gebremstem Schaum gearbeitet. Heute morgen hörte ich in der Presseschau des HR2: Aus einem Artikel der FAZ, genau das was ich am Ostersonnabend überlegt hatte. Aus einer Erhebung zeigt sich, daß sich 70% der Extremistenscene aus technischen Berufen zusammensetzt, z. B. Ingenieuren. Man vermutet, daß, wer 1 + 1 zusammenzählen kann, glaubt auch zu wissen, was Recht und was Unrecht ist und muß auch gleich umgesetzt werden. Nicht uninteressant. Im Dritten Reich hatte die NSDAP allerdings den stärksten Zulauf aus den Kreisen der Richter, Ärzte und Universitäten.

 

 

 

Ostersonnabend, 24. März 2016, mußte heute die Gardine im Arbeitszimmer zuziehen, die Sonne schien auf den PC. Morgen ist jedoch wieder Regenschirm angesagt. Hedi hat die Loggia österlich aufgerüstet, ich war sehr überrascht. Von Lidl brachte sie 10 rote Rosen für ca. 5 Euro mit, weil ich natürlich nicht an solch entscheidende Dinge denke. Fünf Euro für 10 Rosen!? Ich komme selbst aus einer Gärtnerfamilie, wie geht das? Ich weiß das nicht, vermutlich sind sie sogar mit dem Flugzeug aus Tunesien eingeflogen worden.

Natürlich werden wir jeden Tag mit Nachrichten aus Brüssel unterhalten, wie vor 6 Wochen mit der Balkanroute.

Nur: Wo führt das hin, wie kann man das bekämpfen und wie lange dauert das? Ich vermute mal, lange. Westeuropa wird, so lange unser Wohlstand in dieser Form anhält und es spricht nichts dagegen, mindestens 30 vielleicht sogar 50 Jahre, prophezeie ich mal. Wir bekommen Verhältnisse wie in Israel, da hat sich die Bevölkerung daran gewöhnt, die Attentäter fangen an ins Leere zu laufen. Starke, über lange Zeiträume aufgestautes Konfliktpotenzial ist sehr zählebig läuft sich aber mit der Zeit auch tot und nutzt sich ab. Der peloponnesische Krieg um Athen ca. 30 Jahre, der 30jährige Krieg, der 1. und 2. Weltkrieg, zusammen auch 30 Jahre. Die Beteiligten werden müde. Meine These für die heutigen Auseinandersetzungen zwischen dem Nahen Osten und Westeuropa: Ich hatte meine Einschätzung bereits zu „nine eleven“ dargelegt.

Die meisten dieser Extremisten und natürlich auch die Drahtzieher sind Intellektuelle mit westlicher Bildung oder dort auch aufgewachsen. Als Araber werden sie in Westeuropa diskriminiert, nicht anders als in Amerika. In Europa haben sie kaum Aufstiegschancen. Um so gebildeter, um so deutlicher wird ihnen das und um so schneller wächst, bei bestimmter Konstellation, der Haß und die Erkenntnis der Ausweglosigkeit ihrer Lage aus ihrer Sicht. Der nahe Osten ist, von den Ölstaaten abgesehen, um hunderte Jahre zurück. Um so deutlicher das wird, um so stärker der Hass. Die Religion ist dafür nur der Deckmantel, der ihnen letztlich nur schaden wird. Selbst wenn der s. g. Islamische Staat zurückgedrängt werden sollte, werden die Selbstmordattentäter nicht weniger werden, im Gegenteil. Die grenzenlose Frustation über die Rückständigkeit wird gerade bei den gebildeten jungen Leuten immer mehr gewaltbereiten Nachwuchs rekrutieren, was sich die Islamisten natürlich zu Nutzen machen. Die demokratische Rechtsordnung in Westeuropa spielt diesen Männern in die Hände. In dem einen Staat wird er wegen Terrorverdachts ausgewiesen, weil er aber ein einwandfreies pol. Führungszeugnis in dem anderen Staat hat, darf er bomben, er hatte ja noch keine Löffel geklaut. Wir werden uns an vermummte Polizisten gewöhnen, wie in Israel, die Täter laufen in Sommerblusen zu ihren Tatorten. Aber wie gesagt, alles ist Gewohnheit, so wie wir uns an unsere so geliebte Souveränität gewöhnt haben. Und jetzt setze ich mich vor die Glotze zum Freundschaftsspiel Deutschland-England, mit 1.500 vermummten und das MG im Anschlag haltenden Polizisten. Schöne Feiertage!

 

Karfreitag, 25. März 2016, das Wetter passt zur Symbolik des Tages, Nieselregen, diesig. 9 von 10 befragten Passanten konnten mit dem „Karfreitag“ nichts anfangen, der Zehnte war ein Jugendlicher! Wir wollen mit Religion nichts mehr zu tun haben. Die Zehn Gebote wurden durch das bürgerliche Gesetzbuch ersetzt. Christ zu sein bringt dem Bürger keine Vorteile mehr. Die Metzgerfamilie braucht sich Sonntags nicht nicht mehr in der Kirche sehen zu lassen, ihre Wurscht können sie trotzdem verkaufen, wenn man nicht in den Supermarkt geht. Es besteht unter der breiten Masse keine Verbindung mehr zur Religion, warum auch. Die Menschen werden hingeschlachtet mit oder ohne Gott und in vielen Fällen sogar in seinem Namen. Im Gegenteil, wir bekommen Angst vor den Religionen, auch vor dem Islam, ist das ein Wunder? Dennoch, heute wurde keine Kerze auf dem Frühstückstisch angezündet und heute gibt es kein Fleisch, Riten und Tradition muß sein.

17:45 Uhr: da haben wir´s ja, unser Innenminister will die vorhandenen innereuropäischen Kontakte besser nutzen aber keine strukturellen Verbesserungen zur Überwachung. Er befürchtet Souveräninätseinschränkungen der Mitgliedsstaaten. Souveränität geht vor Menschenleben.

 

Mittwoch, 23. März 2016, leider ist es so. Immer habe ich befürchtet, daß erst extreme Bedrohungen und Ängste das Europa zusammenführen werden, wenn überhaupt. In Amerika des 19. Jahrhunderts war es doch ähnlich. Die Verbrecher brauchten nur die Staatsgrenzen zu überschreiten, dann waren sie sicher. Die Terroristen brauchen heute in Brüssel ja nur die Stadtteile zu wechseln und schon sind sie ebenfalls sicher, erst recht bei Ländergrenzen. Obwohl sie innerhalb der Grenzen ihrer eigenen Stadtteile ja ebenfalls schon sicher sind, wo sich im Alltagsbetrieb keine Polizei mehr hinein traut (80% Marokkaner). Es ist zu befürchten, daß es noch tausende von Toten geben wird, bevor es eine koordinierte und gemeinsame Verfolgungsbehörde innerhalb Europas geben wird. Das bedingt einen gemeinsamen Staatsanwalt und eine Europolizeibehörde. Erst äußere Bedrohungen werden die Egoismen zurückdrängen. Angst ist dabei der beste Helfer. Ich bin mal gespannt was in Deutschland los sein wird, wenn die ersten 20 Toten auf der Straße liegen. Ob dann das Bundesverfassungsgericht immer noch sagt, deutsches Recht bricht Eurorecht. Und was die Datenschützer sagen, wenn die Datenströme europaweit vernetzt werden. Und wenn wir vor der NSA auf den Knien liegen und um Hilfe bitten. Und wenn wir auf einmal merken welche Folgen ein wirkliches Europa in jeder Beziehung hat, nicht nur in einem florierendem Export.

 

Dienstag, 15. März 2016, nach den Landtagswahlen in Sachsen Anhalt, Württemberg und Rheinland Pfalz. Richtig so, angeblich sind die Wähler, das Volk nicht so dumm, wie die Politiker glauben. Doch sie sind sogar noch dümmer, wenn nur die richtigen Veralberer zur richtigen Zeit am Werk sind. In einem Interview in „Hart aber Fair“ wurde eine Anhängerin der „Grünen“, gefragt warum sie AFD gewählt hat. Alle bekannten Parolen und Argumente der AFD hat sie nicht geteilt und sich distanziert. Warum hat sie dann AFD gewählt hat?! Weil im Wahlprogramm steht, daß die AFD für Volksbefragungen/direkte Demokratie bei wichtigen Fragen wäre, wie in der Schweiz. … wie leichter kann man ein Volk noch verführen? Nur weil die praktische aktuelle Politik im Moment nicht nach unserem persönlichem Geschmack gekocht wird? Wir lachen über Trump in USA, aber natürlich sind die Amerikaner dümmer als wir, ... und wiederholen das im eigenen Land, in etwas abgemilderter Form, ohne daß uns das groß auffällt. Aber wir Germanen sind natürlich die überlegene Rasse, deshalb nicht vergleichbar, behaupten jedenfalls die Meisten in meinem Umfeld. Gut das von der größten und leistungsfähigsten Industrienation zu wissen. ... Das wollte ich mal gefragt und gesagt haben.

 

Sonntag, 06. März 2016, das vereinigte Königreich nördlich des Kanals. Jetzt fange ich langsam an zu verstehen wie pragmatisch die Angelsachsen immer waren und wie nüchtern sie sind. Sie haben nie an eine politische Union der europäischen Staaten auf dem Kontinent geglaubt. Geholfen haben ihnen vermutlich dabei die jahrhunderte lange Erfahrungen mit dem Commonwealt. Wie Recht sie hatten. Die Europäer werden die nächsten 100 Jahre bestimmt keine politische Union werden. Glaubt denn wirklich einer im ernst, daß die Franzosen und die Engländer ihre Atomwaffen mit Atom - Unterseebooten (England baut wieder neue U-Boote) einem gewählten Präsidenten aus dem, nach ihrer Sichtweise, Ausland anvertrauen werden, der dann sein Kabinett selbst zusammen stellen kann, z.B. aus Deutschland, Polen oder Ungarn, vielleicht auch aus Italien, vielleicht Berlusconi oder Angela? Eine groteske Vorstellung. Welche Rolle spielt dann das Commonwealth? Soll England dann das Commenwealth aufgeben oder wird es auch Mitglied der EU? Das ist mir alles erst jetzt richtig aufgegangen. Die Engländer haben mit ihren Vorstellungen völlig Recht. Vergessen wir das politische Europa und Beschränken wir uns auf eine Zollunion/Freihandelszone in Europa, mit oder ohne Währungsunion. Ob sich der Euro auf Dauer dann halten wird, werden wir sehen. Die Engländer haben mit der geplanten Fusion der Börsen von London und Frankfurt bereits vorgebaut. Sie werden damit das Finanzzentrum mit Sicherheit indirekt nach London holen. Das zerstrittene Resteuropa ist diesem kalten Pragmatismus nicht gewachsen, vielleicht spielt das bei der globalen Vernetzung auch gar keine Rolle mehr. Die Finanzwelt wächst zusammen, die nationalen Gefühle und ihre Länder mit dem Gefühl der Überfremdung streben auseinander. Ein gemeinsames europäisches "Wirgefühl" ist meilenweit entfernt. Es müssen sich erst furchtbare Katastrophen mit sichtbaren Abgründen auftun bevor sich diese Egoismen abbauen. Die einzige glaubwürdige Klammer ist die Nato und eine zusätzliche Freihandelszonen wie TTIP. Damit können wir wunderbar leben und unseren Lebensstandard halten, Opfer wird das selbstverständlich kosten, aber lediglich in einem Rahmen wie das bei allen Neuerungen/Veränderungen (siehe Industrialisierung) zwangsweise passiert. Wenn wir uns diesem Wettbewerb nicht stellen, sind wir ohnehin abgeschrieben, mit oder ohne TTIP. Aber vielleicht kann man das Zusammenwachsen über die Finanzen doch noch etwas beschleunigen. Es werden die in der EU jetzt üblichen Subventionen gestrichen, abgeschafft. Die Neuauflagen für Subventionen werden an Souveränitätsverzicht gekoppelt und muß mit Volksentscheiden gekoppelt werden. Geld gegen Machtverlust mit Einverständnis der Mehrheit. Die "Nehmermentalität" der meisten Mitgliedsländer muß aufgegeben werden. Vermutlich ist das der Kern, dann muß „Butter bei die Fisch“ gelegt werden. Ich befürchte aber: Wahrheiten sind bitter und deshalb für Politiker unbekömmlich.

 

Sonntag, 28. Februar 2016, bedeckt, winterliche Temperatur um die 4 Grad Cels, die Frühjahrsblüher kommen überall raus, es war die letzten Wochen zu mild für diese Jahreszeit. In den Nachrichten und auch in der Praxis dreht sich alles um die Flüchtlinge und um die Sachsen. Man getraut sich gar nicht mehr zu sagen, daß man ein Sachse ist. Überall sprießt der der Nationalismus und die Fremdenfeindlichkeit. Von Sachsen über Polen nach Ungarn. Man kann dann nur noch schlecht zwischen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus unterscheiden. In Sachsen scheint es mir doch eher das Erste zu sein. Ihnen fehlt vermutlich die im Westen durchgemachte Phase mit den Gastarbeiter, was in Wirklichkeit Einwanderer waren. Aber schon damals haben sich die Rechten, CDU/CSU gegen „Einwanderung“, bis heute, gesträubt, ich sehe darin durchaus eine Parallele. Dazu kommt das aufgestaute Gefühl der Benachteiligten (schon in der DDR „das Tal der Ahnungslosen“) was sich jetzt richtig Luft macht. Mein Rezept: Einfach aussitzen, nicht darum kümmern, am besten eine nicht ausgesproche Nachrichtensperre, einfach ignorieren. Dann läuft das noch ein Jahr, dann ist das vorbei. Wenn die Sachsen merken, das sie nicht in die Moscheen gezwungen werden, werden sie die Lust verlieren. Den Politikern empfehle ich: Lobt die Protestierer für ihre Aktivitäten, das Praktizieren einer funkionierenden Demokratie und umarmt sie, zeigt heuchelt Verständnis. Dann wird es langweilig. Ein Problem haben die Demokratien zur Zeit allemal und das wird nicht besser. Der Masse der Menschen in den Westeuropäischen Demokratien geht es so gut wie noch nie in der Geschichte der Menschheit. Das birgt, so schizophren das auch ist, Gefahren in sich. Der Mensch/Bürger schreibt das nicht seinen Führern gut, sondern betrachtet das, weil er sich daran gewöhnt, als völlig normal. Politiker sind machthungrig, korrupt und treffen immer die falschen Entscheidungen, was manchmal auch stimmt. Die Presse, die sich nur mit Sensationsmeldungen verkaufen kann, verstärkt dieses absurde Gefühl. Globale Entwicklungen wie die z. Zt. stattfindenden Völkerwanderungen sollen die Politiker mit Mauern verhindern. Dabei ist das erst der Anfang. In den nächsten 20 Jahren erwartet man Wanderungen bis zu 200 Millionen Menschen, die in ihren angestammten Regionen nicht mehr ernährt werden können (Afrika), - und der Papst (die Katholiken) verbieten weiterhin die Pille. Und dabei müßten wir, um diese Entwicklungen wenigstens etwas in den Griff zu bekommen, die Menschheit auf 1/3 reduzieren! Das nächste Mal gebe ich meine Schlaumeiereien zum vereinigten Königreich ab, das wird interessant.

 

Freitag, 19. Februar 2016, 4,2 Grad Celsius, bedeckt, es schneit ganz leicht, wird es noch Winter? Ich glaube eher nicht, dennoch, alles ist möglich. Es kommen immer mehr Beiträge im Fernsehen über das immer schnellere Fortschreiten in der IT-Branche und was das mit dem Menschen machen wird, wie werden wir damit fertig, was bedeutet die immer perfekter werdende Überwachung und Registrierung unserer Bewegungen und Lebensweisen. Ich bin davon überzeugt, daß sich das alles von selbst erledigt weil es von der Mehrheit gerne angenommen und genutzt wird. Für die große Masse ein überwachtes aber besseres bequemeres Leben. Wenn bereits Kleinkinder IT-Spielzeuge bekommen, sich der Kühlschrank in Zukunft von selbst füllen wird, das Smartphone alarmiert, wenn sich dem Haus Einbrecher nähern, wenn der Stadtplan automatisch auf dem Smartphone erscheint, wenn in nicht zu ferner Zukunft das Smartphone in den Kontaktlinsen eingearbeitet ist, nichts mehr eingetippt sondern alle Befehle per Voicerkennung eingegeben werden. Wenn Jeder weiß wo der Andere ist. Das Smartphone alarmiert die Mutter in der Eisdiele, wen ihr Kind Fieber hat. Vermutlich werden bereits Kleinkindern Minicomputer implantiert, ohne die die Menschen gar nicht mehr glücklich leben können. Eine Weltregierung steuert auf eine angeblich vernünftige, sich auf ein drittel reduzierte Menschheit zu. Die Köpfe der Neugeborenen sind so groß, daß eine natürliche Geburt nicht mehr möglich ist. Frauen werden sterilisiert, nur Ausgewählte dürfen/müssen eine regulierte Anzahl von Menschen reproduzieren. Produziert wird mit Robotern und Laserscannern. Selbst Hochhäuser werden mit Robotern hochgezogen. Horror in 200 oder 400 Jahren? Ich glaube nicht, daß man das dann als Horror empfinden wird, im Gegenteil, man wird sich wundern, daß wir heute ohne diese vielen Bequemlichkeiten überhaupt leben konnten. Es könnte aber auch sein, daß Hamburg, New York und andere Großstädte dann unter Wasser liegen. Mit herzlicheen Grüßen aus dem Jahr 2416.

 

Dienstag, 16. Februar 2016, heute einige der wenigen Tage in diesem Winter mit winterlichen Temperaturen um 3 Grad C. Und damit etwas heller und freundlicher. Die Fieberkurve geht aber bereits wieder nach oben. Und das auch, wenn man an Syrien und die dortige Entwicklung betrachtet. Brechen alle diese Nahost-Staaten auseinander und ordnen sich nach Religionsgemeinschaften neu? Was bedeutet das für uns Mitteleuropäer? Deutschland steht mit Sicherheit vor einer Bewährungsprobe. Sollten wir das schaffen gehen wir doppelt gestärkt aus der Sache raus. Die CDU ist ja über ihren Schatten gesprungen und hat nun endlich so etwas wie einen Einwanderungskanon geschaffen. Ich meine ein großer Schritt in die richtige Richtung. Hoffen wir nur, daß das nun auch umgesetzt wird.

Habe nun schon mehrere Sendungen über Forschungen für das ewige Leben gesehen und bis dahin einfrieren. Gibt es denn noch einen größeren Blödsinn? Selbst im Kinderfunk war man bereits zu dem Ergebnis gekommen, daß dies allen Daseinsvoraussetzungen widerspricht. Wenn niemand mehr stirbt, kann auch niemand mehr geboren werden. Alles ist endlich, die Sonne der Kosmos, das Weltall. Wäre das nicht so, wäre unser Sonnensystem gar nicht entstanden. Was hat es für einen Sinn sich selbst unsterblich zu machen, wenn der Nachbar eine Atombombe wirft? Sie sollten lieber daran forschen wie die Menschheit zur Vernunft gebracht werden kann. Das wäre aber auch nicht das Gelbe vom Ei, weil die Menschen dann tatsächlich länger leben würden, was den Erdball dann noch schneller erwürgt. Bereits jetzt bevölkern, bei dem heutigen Lebensstandard, zwei Drittel zu viel diesen blauen Planeten.

 

Rosen-Montag, 08. Februar 2016, Sturmböen vielen nun doch nicht so heftig aus wie befürchtet, der Kölner Faschingszug hat es geschafft hat es geschafft. Hatten gestern kein schönes Gespräch mit unserem Pegida-Anhänger. Bei Diskusionen verstrikt er sich in immer dubioser werdenden Argumenten. „Mein Land, mein Volk“ – nur der Führer hat noch gefehlt. - Ich wiederhole: So lange die Kerneuropäer: Holländer, Belgier, Franzosen und alle Bürger der Eurozone bei uns zur Einwandererbehörde gehen müssen um ihre Angelegenheit zu regeln, haben wir eigentlich keine Argumente gegen die Pegida: „Mein Land, mein Volk, (mein Führer !)?“ Lange wird es nicht mehr dauern. Wir sind noch nicht so weit, Europa ist noch Jahrhunderte weit entfernt. Europa wird eingefroren, die Nato tritt an ihrer Stelle, sie wird jetzt zwischen der Türkei und Griechenland eingesetzt. Die Lösung mit den Flüchtlingslagern auf Syrischem Boden finde ich gar nicht so schlecht, finanziell sind wir ohnehin dabei. Assad und die Russen werden nicht eher aufhören, bis sie gemeinsam das Land von ihren Gegnern gesäubert haben, wieder ein Grund mehr für Sanktionen, ich bin gespannt wie immer.

 

Sonnabend, 06. Februar 2016, heute neue Deckenlampe für Küche installiert, Led-Leuchten in runder Deckenlampe. Leuchtmittel nicht erneuerbar! Ich wollte schon wieder zurückschicken, dann habe ich mir das genauer angesehen. Die Ledleuchten haben eine angebliche Lebensdauer von 50.000 (!) Stunden. Das sind umgerechnet ca. 20 Jahre bis zur Erneuerung! 15 Watt Verbrauch, das entspricht ca. 75 Watt einer herkömmlichen Glühbirne. Also habe ich sie montiert, die Küche wird gut ausgeleuchtet. Die vorhandene Lampe mit Neonröhre brauchte eine unendliche Zeit bis sie startete. Heute herrliches Wetter mit Sonne bei 11 Grad C., nur zwei Tage zu früh! Am Rosenmontag wird Sturm bis Stärke 8 Bft. (100 km/h) mit Regen erwartet. Nichts für einen Rosenmontag-Zug. Die Hörgeräte sind nun gekauft, komme damit zurecht. Kleine techn. Wunder. Der Akustiker kann minitiös nachverfolgen wann ich die Geräte benutze und welchen Hörsituationen/

Geräuschkulissen ich in welch jeweiligen Anteilen ausgesetzt bin. Schummeln in Bezug auf Benutzung ist unmöglich. Ist mir egal, habe mir nicht einen Kleinwagen gekauft um ihn zu Hause stehen zu lassen.

Die Russen übertreiben, das wird schwierig, vermutlich haben wir uns selbst gegen das eigene Bein gepinkelt als wir ihn nicht ernst nahmen. Der Russe wird sich diese Region großflächig einverleiben und der Westen ist machtlos. Um so weniger Menschen dort verbleiben um so billiger wird es für den Russen als Schutzmacht. Außer Öl und Gas gibt es dort ohnehin nichts. Der Russe setzt sich am Mittelmeer fest. Eine ganz neue geostrategische Situation für Amerika und den Westen. Die Nato läßt grüßen, Europa ist machtlos. Wenn das mal gut geht.

 

Mittwoch, 03. Februar 2016, keine Stimmung für Karneval, weiß auch nicht warum, hängt vermutlich mit dem älter werden zusammen, man hat schon zu viel erlebt. Letzte Woche ein Stammtischkollege gestorben. Hatte Blutkrebs und das bis auf sein Sterbebett seiner Frau, seiner Verwandtschaft und den wenigen Freunden verschwiegen. Wir hatten ihn einmal in der Onkologie getroffen, er war erschrocken, spielte es herunter, nur ein Spritze. Zum Schluß ging alles sehr schnell, er wollte vermutlich nicht die Tortur einer langen Behandlung mitmachen. Und wenn es alle wissen kann man sich der Sache nicht mehr entziehen, so kann ich es mir erklären. So konnte er von der ersten OP an innerhalb 4 Wochen sterben. Wir waren natürlich geschockt und etwas oder auch mehr verwundert, aber nach dem zweiten Nachdenken vielleicht sogar bewundert.

Im Spiegel las ich, daß wir z. Zt. In den friedlichsten Jahren der Nachkriegszeit leben. Weltweit wurden in den letzten 10 Jahren die wenigsten Kriegstote (im Jahr) seit Ende des zweiten Weltkrieges gezählt, und wir erleben gefühlt gerade eine scheinbar große Katastrophe.

Dabei steht uns das Schlimmste noch bevor. Hans Joachim Schellnhuber, Leiter des Instituts für Klimaforschung in Potsdam, „Selbstverbrennung“. Er sagt voraus, daß sich die Durchschnittstemperatur bereits in den nächsten 20 bis 50 Jahren um 6 bis 10 Grad erhöhen wird, 2 Grad hält er für lächerlich. Dazu paßt eine Dokumentation von der Arktis. Da forscht ein schweizer Team über das Abtauen des Polareises. Es taut doppelt bis dreifach so schnell ab, als in den bisherigen Annahmen einkalkuliert. Es fängt nämlich nicht an den Rändern an abzutauen sondern es taut von der Mitte aus und fließt unterirdisch ab. Die Geschwindiglkeit potensiert sich jedes Jahr, was sich an den Rändern aber optisch gar nicht so stark bemerkbar macht. Wenn es so weiter geht, ist die Eisdecke am Nordpol in wenigen Jahren verschwunden. Schellnhuber wird von Vielen nicht ganz ernst genommen und gilt als Apokalyptiker. Aber das kennen wir ja von uns selbst, wir hören, lesen und sehen am liebsten das was in unser Weltbild paßt.

 

Donnerstag, 28. Januar 2016, der Züniker stellt fest, alles laüft nach Plan. Der russische Außenminister bleibt sich treu und zeigt das wahre Gesicht der russischen Politik mit ihrer plumpen Propaganda. Die Deutschen reagieren genau so plump mit Empörung, statt sich genüsslich zu freuen und die Russen lächerlich zu machen.

Genau so gut läuft es in der EU. Endlich kommt mal eine Nagelprobe wo sich die EU beweisen und zeigen muß, daß sie es ernst meint. Weit entfernt. Immer noch müssen die EU-Bürger auf die „Ausländerbehörde“ um ihre Sachen zu regeln, sie werden nicht als Innländer geführt und behandelt. Griechenland läßt nicht zu, daß eine gemeinsame Grenzpolizei ihre Grenzen schützt. Die EU wird in der jetzigen Form scheitern. So lange ländereigene Verfassungsgerichte EU-Beschlüsse aushebeln können, haben wir keine Chance. Zum Schluß gesagt: Wir können und müssen den Flüchtlingen dankbar dafür sein, daß sie den wahren Zustand der EU aufzeigen. Natürlich sind da nicht nur die Politiker Schuld, nein, das Volk will es nicht oder noch nicht. Erst müssen die Bürger am eigenen Laib spüren was ein Zerfall der EU für jeden Einzelnen bedeutet, erst dann werden sie grundlegenden Neuerungen und weitgehendem Souveränitätsverzicht zustimmen. Wegen mir kann das nicht schnell genug gehen. Schmerzlich wird diese Erkenntnis ohnehin werden.

 

Sonntag, 17. Januar 2016. Nichts hat sich geändert, alles ist anders. Was ist los, wie hat man das alles einzuschätzen? Wie reagieren wir Menschen auf anscheinend überraschende Ereignisse, die sich in Wirklichkeit längst angekündigt haben und im Prinzip bekannt sind? Man weiß genau, daß im Prinzip jedes Atomkraftwerk in die Luft fliegen kann, und wenn das immer Abgestrittene passiert, tut man so als ob man mit einer 180 Grad Wende endgültig handeln müsste. Man weiß und hat es jeden Tag gesehen, daß Tausende zwischen Afrika und Italien ertrinken, ohne daß das in Wirklichkeit irgend einen Politiker interessiert. Ein ertrunkenes Kind am Strand und ein weinendes Mädchen Auge in Auge mit der Kanzlerin öffnen Grenzen nach Deutschland für Millionen. Seit Jahren bekannte Taschendiebs-Banden aus Nordafrika sind der Polizei gut bekannt. Es benötigt eine Silvesternacht um dieses kriminelle Unwesen bekannt zu machen und benennen zu dürfen. Wir belügen uns, aus den unterschiedlichsten Gründen, so lange selbst, bis wir nicht mehr anders können. Das ist in der Familie, unter Freunden, im Verein und in der Politik immer dasselbe. Wie besonders emotional wieder einmal wir Deutschen reagieren, haben wir das letzte Jahr bewiesen. Wie leicht lassen wir und verführen? Dieses Mal Gott sei Dank in der positiven Richtung! Haben alle anderen 27 EU-Länder Unrecht mit ihrer eher abwartenden ablehnenden Haltung? Oder haben wir Gutmenschen (?) als einzige Recht? Ich weiß die Antwort auch nicht, vermutlich liegt sie wie immer in der Mitte.

 

Sonntag, 03. Januar 2016. Die ersten Gedanken zum neuen Jahr. Wie wird das neue Jahr? Was erwartet uns? Meistens verziehen sich die Gesichter, ich besänftige meistens. Kollektives Gejammer hasse ich, genau so wie die Massen-Euphorie. Aber wollen wir mal die eventuell anstehenden Probleme an uns vorüberziehen lassen, ohne sie jetzt schon in ihren Auswirkungen beurteilen zu wollen: Politisch: Die Ukraine-Krise, Syrien mit Saudi Arabien und Iran, Die EU mit England, Frankreich, Polen und Ungarn, weitere Millionen Flüchtlinge nach Westeuropa, die zunehmenden Terrorereignisse usw. Flüchtlingsströme: Bekommen wir eine Obergrenze (wie auch immer) oder jedes Jahr Millionen? Diese Jahr ein Drittel mehr als von der Regierung hartnäckig angekündigt. Wirtschaft: Das billige Geld in der Eurozone, mit der Abwertung des Euro, der Preisverfall des Öls mit den enormen Haushalts-Schwierigkeiten der Ölstaaten, Russlands, Norwegens und südamerikanischer Staaten. Man befürchtet, daß der Ölpreis auf unter 20 Dollar fällt. Die Blase im Silicon Valley. Z.B.: Uber hat einen virtuellen Marktwert von ca. 4 Milliarden und macht Verluste von über einer Milliarde. Das gleiche unsinnige System bei dutzenden Startups. Was wird sich von diesen wenigen Beispielen am stärksten auswirken und wie ist das alles zusammen verzahnt? Wo um Gottes Willen kann man sein Erspartes für die Altersvorsorge anlegen? Sind das Alles nur gefühlte Verunsicherungen oder geht das in Kürze wirklich in die Luft? Was sind die wirklichen Frühindikatoren die man erkennen kann bzw. muß? Das sind die Fragen die mich in diesen Tagen umtreiben und die Antwort auf die Frage: „Wie wird das neue Jahr, was können wir erwarten?“ Ich vermute wenig erfreuliches. Prost Neujahr!

Videos:

HEKLA im Großen Belt

http://www.youtube.com/watch?v=ZseVRZDctPQ

---------------------

2000 Stunden Restauration 4mR-Yacht  Partout  (15m2-SNS)

http://youtu.be/Nb6CatobvSk

-------------------------

Ein Bootswaschplatz entsteht

http://youtu.be/1RMCBeT-VW8

-----------------------

2.4mR-Yacht mit 30 kn ...

https://www.youtube.com/watch?v=QI5VGU2pris

------------------------

2.4mR-Yacht Weltmeisterschaft in Finnland 2015:

Im Kopfbereich den Link: "club youtupe cannel" anklicken.

http://www.rauma24worlds.com/photos-videos/video/video-clips-of-the-rauma-2-4mr-w/

----------------------

"Das Senioren-Abenteuer" : 2.4mR-Yachten von Naantali Finnland nach Frankfurt am Main

https://www.youtube.com/watch?v=g7MNtpL7DLQ

-----------------------

"Von der Flussratte zum Seefahrer - 365 Tage auf See!"

http://www.leavingtakatuka.de/

Markus Lübeck nimmt mit wechselnden Crews eine Auszeit und bereist, mit seiner Segelyacht  Typ "Hanseat 70", 35 Fuß (10,40m) Länge, die Weltmeere.

"Wir sind doch die Pipi-Langstrumpf Generation und alle mit den Geschichten von Astrid lindgren aufgewachsen.
Taka Tuka Land ist die Insel, auf der Pipis Vater von Seeräubern festgehalten wurde.
Unser Schiff trägt den Namen von Pipis Äffchen - Herr Nilsson…. Bei dem Namen fanden wir also „leaving taka tuka“ (frei übersetzt: Aufbruch aus Taka Tuka) ganz spannend…."

-------------------------

Druckversion Druckversion | Sitemap
{{custom_footer}}